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Der Aufstieg · 1931-11-01 · 9 (11.1931) · p. Seite 229

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Journal
Der Aufstieg
Volume
Band 1 (1930-1932)
Issue
9 (11.1931)
Date
1931-11-01
Page
Seite 229 (sequence 11)
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die bösen Kolgen unserer Berufscinscitigkcit erkannt und in einer besseren und günstigeren Zeit für Berufsumschichtung eines grossen Teils unseres Volkes sorgen können. Wir hätten schon langst eingesehen, dass wir durch Rückkehr zur Hodenbearbeitung in grösserem Stil vielem Unheil in materieller und geistiger Hinsicht hätten vorbeugen können. Mit der Rückkehr zur Natur hätten wir auch unsere eigene Natürlichkeit wiedergewonnen. Der wahre jüdische Geist, der nichts mit grosstädtischem Ungeist und die reine jüdische Seele, die nichts mit Schachertuin zu tun hat, hätten sich, weitab von dem Grosstadtgetriebe, in der freien Nutur in ihrer ganzen Grösse entfalten können. Wir wären auch nicht bei jeder Wirtschaftskrise zuerst und am stärksten betroffen worden und hätten dem Antisemitismus einen beträchtlichen Teil seiner Angriffsfläche genommen. Denn wenn man sich die Vorwürfe der Antisemiten näher besieht, so stellt man leicht fest, dass sie dem ganzen Kaufmanustand ohne Unterschied von Religion und Rasse gemacht werden könnten und nur deshalb auf die Juden besonders zu passen scheinen, weil eine zu grosse Anzahl von ihnen diesem Stande angehört. Dass wir uns mit einer disziplinlosen geistlichen Führung begnügen, die des Volkes Gottes gänzlich unwürdig ist, ist auch nur die Folge unseres rcchcnschaftsloscn Daliiniebens: Eine disziplinierte repräsentative geistliche Führung hätte viele vor religiösem Abfall bewahren können, hätte viel zur Hebung und Förderung des intensiven Tborastudiums beigetragen. Das verheissende Ziel der angesehenen autoritativen Führerstellung hätte wiederum viele begabte jüdische Menschen für das Studium der Thora und der jüdischen Dinge mobil gemacht und sie davor bewahrt, ihre besten Kräfte fremden Interessen und Dingen opfern zu müssen. Wir hätten aber auch bei ruhiger Ucberlegung festgestellt, dass uns die wahre jüdische, thoragemässe Weltanschauung und Einstellung zu den Dingen um uns abhanden gekommen ist und wir nur fremdo Gedanken denken. Wie hätten wir uns sonst die moderne Verherrlichung der Jugend zu eigen machen können? Dieser Einstellung haben wir es zu danken, dass uns die Jugend über den Kopf gewachsen und uns schliesslich zürn grossen Teile verloren gegangen ist. Brauchen wir erst zu sagen, dass diese Einstellung sich keinesfalls mit der jüdischen Anschauung vereinbaren lässt? Es gibt nach Ansicht des Talmud keinen schlimmeren Fluch für die Menschheit, als die Uebcrhcbung der Jugend über das Alter. Wenn manche anderen Völker vielleicht Grund hatten, 22»

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