Der Aufstieg
- Journal
- Der Aufstieg
- Volume
- Band 1 (1930-1932)
- Issue
- 8 (4.1931)
- Date
- 1931-04-01
- Page
- Seite 212 (sequence 18)
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■ . I , * ■■ / . (Tüchtigkeit. Tugend) beruht". I)cr (leisi drängt zur Dauerhaftigkeit des Verhältnisses zwischen Mann und \Neib, das hcilit znr Eh«; zur Mono* Kanne und Zill Unautloslichkcii der Che. Aber die Fähigkeit des Menschen, ..us den sinnlichen Erscheinungen geistige Ideen zu abstrahieren und auf Grund dieser Abstraktion den ZctigungsprozeU. der für Pahscl von der Zeugung .bis lum AhschluU der Erziehung der Kinder währt mein nur theoretisch zu Zerlege», sondern auch praktisch mit seinein Willen zu unterbrechen, fuhrt zum Teile zu Konsequenzen, dk' als unsittlich bezeichnet werden,müssen. ,\<>r allem ist es jene Abstraktion, die der Mensch am Anfang des Prozesses in dessen Verlauf einschiebt, indem er beim AnfaiiK stehen bleibt. Aus diesem Gebaren cgibl sich die Idealisierung der Lust („Hin körperliches TcllgUt im zum Endzweck erhoben"). Schwächung des (ieistes, Trübung der Vernunft, KultUf und. Pcrvcrslon der sexuellen LllSt (..es beginnt eine vermehrte Kultur des Sexuellen".....Dinge, die an sich nichts mit dem ZcugUhgHprOZeiJ zu IUI! haben, werden durch Assoziation und Vermittlung in die sexuelle Sphäre hiliehlgCZOgen. Soziale Verhältnisse, Berufsleben. Wissenschaft. Sport. Kunst. Religion, eigene (icistesaiilaucii. eigener Körper können und müssen herhalten. Mittel zur sexuellen lirrcmifi« zu bieten. Es entstellt eil.e Welt des Sexuellen, die in einer hiervon ergriffenen (iesellschaft zu gegenseitiger Anregung. Unterstützung und Steigerung, führt, wobei kalte Gewinnsucht ui,d heiße Ifegicrdc zusammenwirken**), sowie Widernatur und Unkcuschheii. Unkeusch oder sexuell-unsittlich „ist |ede aus Ueschlcchtslusi am naturgewolltcn Zcugungsprozcü verübte Abstraktion oder mit anderen Worten: Jeder aus Oeschlechtsliisi so gewählte Akt des Zeugungsprozesses, dati derselbe Infolgedessen n ein iiaturgcwolll verläuft". Das Schamgefühl ist ein Naturgesetz, das den menschlichen ZcuguugsprozcB schützt und, „wo das Schamgefühl abgestupmft ist, reagiert das angeborene ästhetische (iefiihl auf die Schwäche des (ieistes gegenüber dir sexuellen Ltist. Denn das Unfreiwillig-Komische und der uewolltc obszöne Witz auf diesem (iebiete beruhen im Grunde auf einer mehr unbewußten künstlerischen Entladung vom Ekel des Absurden." I>ic -Answüchsc der Kleiderinode und die Kultivierung ..des Nackten um des Nackten willen" sind unsittlich. Wenn Kahsel als katholischer Christ glaubt, auch die Uiiauflöslichkcit der I he und die Institution des Zölibates aus seiner (irundanschauung über den Tms folgern zu müssen, wehrt er das SehluHkapiiel seines liuehes dem götthehen l!ros tjn der christlichste n Auffassung dieses Wortes widmet, so können wir uns natürlich darüber inkeine Diskussion einlassen, für uns liegt der Wert des iluches in seinen tiefen Gedankengängen, in seiner Aussehöpfung des I üemas bei nicht langwieriger Darstellung, in der Tapferkeit des Vorstoßes. MVA V, URBKTK her Rabbiner, von dein in einer vorhergebenden Bemerkung die Rede ist sprach in seiner Predigt auch noch folgende Worte: Wenn es so weiter Ci hi. dann kann es noch k< mmen, daU am Rauschhaschono und laumkippur auch cm Gebet verrichtet wird: Gib. daß wir keine Kinder haben .... Wir sind in dey Lace. dieser erfreulichen Möglichkeit noch weitere ebenso erfreuliche an die Seite zu setzen. Wie z. H.: üib. wenn wir schon Kinder bekommen, daü sie blond sind (iib. daU uns recht ansgeiallene „bürgerliche" Vornamen für sie einfallen Lass' unseren Sinn reif werden für die neue Sexuahnoral aia