Der Aufstieg
- Journal
- Der Aufstieg
- Volume
- Band 1 (1930-1932)
- Issue
- 8 (4.1931)
- Date
- 1931-04-01
- Page
- Seite 211 (sequence 17)
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-ichrauclu ward. Qanz überwältigend geradezu ist übrigen», wie Rosenheim die HeJcutuiiK von kewaud h»»ehern uns dem Satze boruch schein kewaud malchussau leaulom wo cd oder besser aus dessen Stellung /wischen sch'ma jisroel und wcohawto nachweist: ..Mar zwischen jene erste Prämisse allen Wissenschaftlichen Denkens und allen sittlichen Wollens und die daraus folgenden Lebensgrundsitzc, /wischen sch'in.i iltroel und weohuwtn schaltet die Ueberlleferung voll heimlich flustei ndci Liebe an jedem Tage und in laut jubelndem Bekenntnis am grofien Tage der Versöhnung •> einen Satz von originaler, gedankenschwerer Prägung ein, gleich als oi< der schritt vom .sch'ma zum weohaw to ohne jeiien Satz'nicht möglich wärt Ii ii r u c h sehe m k e W 8 U d malchussau I e a U I o III w 0 e d." Freilich es gibt auch Leute, die solchen Hochflug der Qedanken nicht ver> stehen können oder wollen. Sie seien auf einen anderen ganz kiii/en Aufsatz, der ebenfalls der besonderen Physiognomie des vorliegenden »Aiilstieg"-Heltes entspricht, hingewiesen, auf den Aufsatz ..l~'ruucmnodcn", der ihnen /einen kann, wie ernst es Rosenheini mit dem jüdischen Xnius nimmt. Vielleicht kommt ihnen dann auch eine Ahnung davon, daii dieses Xnius selbst .-eine Offen* harung der Schönheit im jüdischen Sinne, des Spiegelbildes der göttlichen Welteupracht, ist .... Noch eine besondere, Roscnheiin auszeichnende Note seines Denkens Wäre zu erwähnen: das glückliche Beieinander von Mali und Leidenschaft. Sachlichkeit und Persönlichkeit, beide herrschen in den Arbeiten, vertragen sich, ergänzen einander, werden eins: Lin seltener Vorzug, nicht einer der geringsten unter den vielen Vorzügen,' die das Erscheinen des Werkes, auf das man im (iruiiue nicht bis zum sechzigsten üeburtstuge des Verfassers hatte warten dürfen, /.i einem Ereignisse für alle niaciien. die an den grolien allgemeinen und jüdischen Üeistesproblemen Interesse finden. Dr. N. Ii. (j K(j EIN DIE VERKEHRTE Kl LTl K Helmut I ahsel. Kaplan. — Ehe, Liehe und Sexualpioblcm. — Herder & Co.. (j. m. b. IL. Verlagsbuchhandlung, Kreiburg im Kreisgau, 1431. Der Verfasser wohl der bekannteste Mann des kalbotfcchen „Vorstoüi •" ,cgen h'rejgeisterei und Irreligiosität will sein Much als philosophische* bewertet wissen, tfs hat auch Anspruch auf diese Wertung. Das Thema wrrü nach allen Seiten hin philosophisch durchgepflügt, NrrKciids, trotz der (kiahriichkeit des Stoffes, ein Abirren ins (kmeinplaiziKc oder Rrcdlgthafte. Kaum üafl sich in den Schlußfolgerungen einmal auch das teilnehmende Temperametrr* fiel Kampiers verrät. f-'ahsels Liebesphilosopliie ist an Plato orientiert. Seine Ausführungen lesen sich insbesondere im erstc\tr^..Liehe" betitelten. Teile des Buche» hcunl w ie ein Kommentar zu Piatos „Symposion". Der scchsgestaltfge Lros dir irkenntnislos bedürftige, der sinnlich-bedürftige, der geistig-bedürftige, der i - keiintnislos-zeugcnde. der sinnlich-zciigcnde. der geistig-zeugende w altet wie 'ti der Welt, im Makrokosmos, so auch im Menschen, im Mikrokosmos, Es ist falsch, alle Arten der Liebe auf die sinnliche zurückzuführen. Im Qegvnt« 1 Der höhere, der geistige Fros beeinflußt, beherrscht den biedern. Dievs Herrschaftsverhältiiis ist ein politisches, „weil der sinnlose f'ros ja. wie gesagt i" sich der Notwendigkeit unter Hegt und deshalb vom gcis'rivcn fros nur aui dem Wege einer gewissen regierenden Kunst beherrscht werden kann, die am kluger l'crvrleK.ung. ausdauernder Uebung und daDurch erreichter Qewohnheil 911