Der Aufstieg
- Journal
- Der Aufstieg
- Volume
- Band 1 (1930-1932)
- Issue
- 8 (4.1931)
- Date
- 1931-04-01
- Page
- Seite 209 (sequence 15)
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■ ANEKLN DK AKTIVITÄT ■ Wie unsere l.eser wissen, wurden bei der'/weilen Kem.'»sio gyduuio zwei von der Leitung der Aulim-<ieiiicinscliaft lancierte Resolutlousanträgc; gut I nsetzung /.weicr Kommissionen angenommen, die sich mit dem Studium d)rt Vw ländlichiingsfragc, bzw. des Allgemeinde-Problcms beschäftigen «Mncn. nnd Mitglieder dieser Kommissionen gewlhlt, Berichterstattung sollte hinnen Jahre»- frist an den (j. A..der Agudas .lisroel erfolgen. Leider müssen wir feststellen dali diese Kommissionen his ietzl es sind schon niehf^als I1, lahre \er- <los\en nichts V'Ofl sieh haben hören lassen. Bekanntlich^ finden $led|ungsbcstrchungen gerade in der deutschen luden* heil jetzt vfd Anklang, Es ist auch schon manches Praktische geschehen, alur nirgends etwas, wodurch orthodoxen• Stydhingslustigcil die Möglichkeil ritueller Lebensführung gegeben wäre. Man sollte nun meinen, dali sich die Orthodoxen selbst der Sache annehmen mulileu. Aber, leider is| bei ihnen last Kar kein Interesse für eine entsprechende Aktien vorhanden. Alle Bemühungen, die darauf abzielten, konnten dieses Interesse mein wecken. Man verschanz) sich hinter die schlechten Zeiten, es gibt aber viel unwichtigere Dinge, tur die noch immer viel Qeld vorhanden Ist, Oder man mochte angeblich der Sache zuliebe aus ihr keine Bewegung machen, ist aber tur andere Sachen, die viel weniger „Bewegung" verdienen, sehr „bcwegungs"berct1...... KALKXDKKKICPDKra. IxKBIJKTICNBKSf'HKÄKKl'KU UHU DM PKKHKE Man weiß eigentlich noch nicht, wie es mit der Kalcndcrrcforui.steht:.tichi der lllankotag. diese famose Ausgeburt europäisch-amerikanischen materialistischen (jeistes. durcli i der nicht? l>er Widerstand KeKeti ihn'ist leider nicht so groll als man schließlich doch hatte erwarten können. Die evangelischen Kirchen wollen ihm anscheinend keine Hindernisse bereiten. Doch ist auch die katholische Knehe bisher uns einer gewissen Rcsurve nicht herausgetreten. Nur die Stellungnahme. Italiens, das die Kälenderreiorni mit der sehr vernünftigen Begründung ablehnt, dal! die' Schwierigkeiten und Nachtelle der Reform größei als ihn: guten Seiten seien, lallt daraui schließen, dall die katholische Kirche den BlankOtlg verwirft; sie wird doch nicht Weniger konservativ sein, wollen als die italienische Regierung. Interessant ist. daß die „Vossischc Zeitung" einen Bericht über den Stand der Kalciidcrret"rin-Angelegenheit bringt, dem sie die Bemerkung vorausschickt: ..Ks spricht vieles, ia last alles für'die Reform, dennoch glauben wir unseren Lesern auch Kenntnis geben zu müssen von Bedenken und Warnungen aus kirchlichen Kreisen." Lud ebenso interessant ist. dali es ihr, trotz ihrem großen jüdischen LescrkontuiKeiilc. nicht einfällt, auch über die Stellungnahme der jüdischen Religionsgemeinschaft, die. last durchaus Ketten den lllankotag protestiert hat. zu berichten. Bekanntlich sind jetzt auch Erörterungen über sexuelle—mul I annlxnprohleine an der Tagesordnung. IN wird eine neue sexuelle Moral proklamiert und propagiert. Unter anderem wird die freiwillige Geburtenbeschränkung empfohlen und In " Weiterer Konseouenz die Straffreiheit tur Abtreibung dei Leibcsfriiehl gefordert. Und es gibt wohl kein einziges Mtutl^initjjr den Mattem, die von Juden, ebenso den orthodoxen wie den hbeialeu njrfTJJ-eiKeistiKcii. als l.iibbliitter gehalten und gelesen werden, das nicht lur dic^Tjnodcrnen Selbst- Verständlichkeiten eintreten und seine Spalten deren Verfechtern leid» t .flieh 20»