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Der Aufstieg · 1931-04-01 · 8 (4.1931) · p. Seite 204

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Journal
Der Aufstieg
Volume
Band 1 (1930-1932)
Issue
8 (4.1931)
Date
1931-04-01
Page
Seite 204 (sequence 10)
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daß die Assimilation etwas ist. KU man nicht beliebig leisten und daher auch nicht beliebig fordern kann, daß gerade die PordemtlK, die sie nach ihr erhöhen, ihnen und uns jene Hrscheintingcn und Elemente beschert, die ihnen so muri« genehm sind; dali Respekt vor dem "deutschen Wesen, Sinn für den deutschen Mj.it, Liebe zum deutschen Vaterlande. Sinn dir Stetigkeit und Mali bei dem Juden, der die uralte Linie seines Volkes nicht verlassen hat, seinein (iotte und seinen Traditionen treu geblieben ist, die jüdische Sonderverhundenheit nicht aufgehen kann und will, gesicherter sind, als hei dem Juden, der, mürbe gemacht, sein indisches Schicksal und sein judisches Wesen verleugnen will, aber nicht kann und so um sein inneres < ilcichgcw icht gebracht w'ird . . . UNIKUM A UKRlINti Wir haben uns in Heft VI mit einem Auisatze Einsteins über »Religion und Wissenschaft" beschäftigen müssen. Wenn in diesem Aufsatz einer ganzen Reihe von Religionen ..der antbiopömorphe Charakter der Qottcsktec" als gemeinsam bescheinigt uirJ. sO schlieltt l'au> Ernst in einem Artikel, den er in einem deutschen Tageblatte veröffentlicht, das Christentum von dieser Charakterisierung aus, datur aber um so entschiedener das Judentum ein. t:r sagt von ihm: „Das Judentum nimmt einen (iott an, der nach der Form des Menschen geschaffen ist. Von dieser Annahme aus wird richtig weiter gedacht, werden gewisse Vorschriften gegeben;,An diese Vorschriften werden Verheißungen geknüpft. Kein Mensch kann leugnen, dali diese Verheißungen erfüllt werden. (Soll wohl heißen: wurden. Die Red l Das indische Volk hat nur durch seine Religion Jahrtausende laiik gelebt, wahrend alle anderen Völker zugrunde gegangen sind. Die einzelnen in ihm haben in den denkbar schwierigsten Lagen sehr häufig zu einer sehr guten Stellung kommen können. Ks ist den heutigen luden klar, dali die eigentliche Oelahr, in der sie sich heute befinden, durch die Abtrünnigkeit eines grollen Teiles ihrer Volksgenossen von ihrer Religion kommt." In diesem Urteil sind nur zwei Sätze wahr und bedeutsam: Der letzte nur dali sich leider nicht alle Juden über den eigentlichen Ursprung der ihnen heute drohenden Gefahr klar sind und derjenige, in dem der Zusammenhang der jüdischen Religion und der besonderen Lebenskraft des jüdischen Volkes festgestellt wird. Der Satz, der von den Einzelnen spricht, ist nebensächlich. Die ersten drei Sätze endlich, und unter ihnen besonders der erste als Träger des (lrundgcdankcns, bedeuten eine Herabsetzung de. Judentums, die sich als objektixe Meinung gibt und wohl auch dafür hält. Jedenfalls ist sie so hergebracht und so gebräuchlich, d.ifi man ihretwegen l'aul Ernst keinen speziellen Vorwurf machen kami_Wemi man, wie das ja allgemein im Lager der Nichtjudefl der Fall ist. vom Innersten Leben des jüdischen Volkes und dem tiefsten Wesen seiner Bräuche keine Ahnung hat: wenn man der Sproli von ungeiähr 40 christlichen und einer Unzahl heidnischer Ucnerationcii ist, die davon ebenso keine Ahnung hüten: wenn man einen Kursus im modernen „religionswissenschaftlichcn" Firlefanz absolviert hat: und wenn mau obendrein noch, bewußt oder unbewußt, irgend eine national- oder sozialpolitische Anschauung ..untermauern" soll, dann kann man einfach nicht anders. Dann ist es nur natürlich, daß man die ungeheure Arbeit. d>e du« ludentum und mir das Judentum fur die Vorstellung eines Qottss jenseits ..llen Mensehenmaßes und aller Meiischeuartung leistete, übersteht und ihm eine ms (Jegenfeil verkehrte QottcsvqrsteMung unterschiebt. _Dovh hat die Sache auch eine Seite, die ihre Besprechung gerade aus dem von l'.iul Lmst gegebenen Anlasse rechtfertigt. Paul Ernst ist nämlich ein deut-

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