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Der Aufstieg · 1931-02-01 · 6 [7] (2.1931) · p. Seite 189

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Journal
Der Aufstieg
Volume
Band 1 (1930-1932)
Issue
6 [7] (2.1931)
Date
1931-02-01
Page
Seite 189 (sequence 19)
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Sie behaupten, daß die tiefste Ursache des Gegensatzes zwischen Juden und anderen Völkern im Religiösen liege. Und Sie neben zu verstehen, daß ich als areligiöser Jude (so nehmen Sie an, mich klassifizieren zu müssen) dies nicht begreifen kann. Ich bitte vielmals um Entschuldigung, aber so kann man sich nicht auseinandersetzen. Die nachweisbare Tatsache lehrt, daß yrh die Judenfeindschaft auf Höhepunkten der Intensität fortwährend aller möglichen Motivie- Hingen bedient und gerade der religiösen nicht. Was ich, fm Öegensatz zu den Motivierungen, für die „tiefste Ursache" der Judenfeindschaft halte, habe ich In der Ihnen nunmehr bekannten übergründlichen Weise dargetan und begründet. Wenn Ihre Auffassung mit den normalen Denkmethoden zu erweisen ist, muß sie auch einem „areligiösen" Juden verstündlieh gemacht werden können. Wenn es sich allerdings damit um eine Qlaubenssache in dem Sinne handelt, in dem SM glaubensmäßige Anerkennung aller jüdischen Ueberlicferuugsinhalte fordern, können wir nicht debattieren, aber dann verliert die Gegenüberstellung Ihrer, ,mf Glauben beruhenden und meiner, mit den gangbaren Denkmethoden erarbcfteten Auffassungen jeden Sinn. üanz ergebenst . ' P. Hernstein. I>K 1 I K KK1J LKK-liKK U'HT I Ii! IM; In Heft VI des „Aufstieg", im Artikel: „Muli es noch schlimmer kommen", Seite ISO, Zeile II von oben, ist „begründet" statr „begrüßt ZU lesen. ~ . ' ' . ■■- b- ALULIM-GEH |]|\S< II AI I PASSIVITÄT UND WIDERSTAND Der „Israelit" brachte in seiner Nummer vom 24. Dezember etilen 'Leitartikel von W. S. J. unter dem Titel „l>ie Auliin und der Aufstieg". Der Verfasser bespricht in seinem Aufsat/. Jic Atilim-Ueweguiig In äußerst sympathiselu r Weise. Namentlich gebiihrt ihm Dank dafiir, daß-er die Haltung der „Agudas lisroel" upd Ihrer luviuullnei?»-n»rn-r der Atthn>l>ewegung zur Sprache bringt, besonders kennzeichnend sind folgende Sätze aus seinem Artikel: „Weder bei dei Agudo-Jugend noch bei den Im Zentralrat führenden Männern unsere Bewegung'fand die Aulim-Idee das EctlO, das man erhofft hatte. Lud wenn der Zcntralrat auch eine Resolution annahm, des Inhaltes usw. ... so (und der groBc Gedanke damals doch nur ein kleines Geschlecht. Jacob Roscuhciin schrieb damals im Rückblick auf die frankfurter Jugendtaguug und auf die Zeiitralratssitzungi „So kam es, daß Dr. Nathan Birnbaums prachtvoll-wahrhaftes Aul.mreferat nicht genügend verslanden und nicht als geradezu provldenticllcs Pizll eines lahrdangen Ringens in der orthodoxen Jugend gewürdigt wurde." Auch dk zweite Kcnessio gedaulo hat — obgleich Talmudgroßen wie Rabbi Arou Maxt, Jugcnderzieher wie Dr. Moses Ascher, und andere hervorragende Männer der Agudas .lisroel du--Aulim-ldcc begeistert aufnahmen das Hirnhaumsche Werk wenig gefördert. Selbst die 1'eberzcugtingsnlui Jacob Rosciiluims konnte weder den G. A. in seiner Mehrheit noch die Jugend in Ihret Masse der Aulim-Sache näherbringen." Natürlich streift W. S. .1. auch die Präge: Was ist ..schuld .m jener Passivität, die in manchen Kreisen sogar zum direkten Widerstand geworden ist?" El IM

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