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Der Aufstieg · 1931-02-01 · 6 [7] (2.1931) · p. Seite 190

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Journal
Der Aufstieg
Volume
Band 1 (1930-1932)
Issue
6 [7] (2.1931)
Date
1931-02-01
Page
Seite 190 (sequence 20)
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gittert dabei wieder Kosenhclm, der die Schuld wahrlich nicht Ihm den Auliir» Ii* det. und außerdem einen Ungenannten, registriert iber nicht ein Argument, das immer wieder von ein paar Jugeiidlulircrn bciiiit/t wird, um ihre Getreuen VOIj der Aulun-ticmcinschaft fernzuhalten: Daß nämlich die Aulim-Idee ja ganz gut und schon sei, daß man aber zu ihrer Verwirklichung keine besondere (jemeinschaft brauche, Dazu sei ja die „Agudas .tlsrnd" da . . .—- l's ist iiiiii interessant, diesem Argument, das, soferue es aufrichtig gemeint is;, von einer geradezu grandiosen Unzulänglichkeil des YcrnioTr^iis, zwischen M&sscnaufgabe- und Qualitätsaufgabc zu unterscheiden, Zeugnis ablegt, eine Stellt aus einem Artikel entgegenzuhalten, den Dr. Willy Hofniann, der nun« mehr gewesene \'orsitzende der deutschen Agudas .lisroel-Jugeiidorgunisation im ..Israelit" veröffentlichte, liine Mussarbcwcgung fordernd, schreibt er: „Wir denken .in die Mildung von ganz kleinen Gemeinschaften, deVirtt—Mitglieder sich*— verpflichten . . . (folirt eine- Reihe von Verpflichtungen, die auch für die Aulim Kästelten»." Was ist dasanderes als QruppcnbUdung zu einem besonderen /wecke, das eben, was den A'.ilim verargt wird. Ja, aber innerhalb der AgildO werden die Herren, die sich die Arbeit gegen die Aulim-Gcmeinschaft so angelegen sein lassen, einwenden, Worauf, ihnen wieder geantwortet werden .kann, daß ja, wie sie ganz gut wissen, von Anfang an au eine innige Verbundenheit der Aulim-( kniciuschafi mit der ..Agudas .lisroei" -gedacht war: hätte sieh ja auch sonst Rosenheim nicht so entschieden positiv zur ■ Sache stellen können. Warum also waren die jungen Herren und neben ihnen einzelne führende allere Herren schon damals so eifrig dabei, eine Sache zu stören, die auch Herr Bosenheim zu der ftcinfgCU gemacht harte? . . . Das Argument, so wirksam es auch in der Agitation serff mag, ist demnach in Wahrheit hinfällig, l>ie Passivität sowohl als der direkte Widerstand hallen, thron letzten (irnnd darin. daU die uberliefcruügstreucn .luden schon lange einwohnt und daher reichlich ungeeignet sind, in Konzeptionen zu denken und ztT planen, die aufs ganze gehen. Und das ist es ja auch, was zur Vorderung von Mnssarbcwogungen führt, die bewußt oder unbewußt als Konkurrenz der Aulim- Ikwcguug gemeint sind. Als ob heute und im Westen helfen könnte, was früher einmal und im Osten Erfolge erzielte! Wie kann man sich nur einbilden, mit— «lern Mnssar allein, den ethischen Hestrebungen einer kleinen weltfremden Gelehricnschtchtc.' an welche die Mehrzahl der heutigen Versuchungen und Probleme noch nicht herangetreten war, ein Kauzes Volk, das mitten in eine feindliche materialistische Welt hineingestellt ist und diesem Materialismus zu erliegen droht, aus seiner seelisch-sittlichen Not retten zu wollen?! Nein, da/11 braucht man mehr als bloß eine Mussarbewegüng. Dazu ist im mächtiger Auftrieb nötig, der sich aus ekstatischer Hingabe an Gott, aus .Innigem Mitfühlen mit dem Mitmenschen, ans frommem, reinem Sinn für den Mvl.ni/ Oottcü an den Dingen der Weh zusammensetzt. Das verlangt eine He* KUng.-Welche die Seele des jüdischen Menschen aus allen Schatzkammern Oi s ludcntiims ausstatten will, die den volliudischcn Menschen oder, was das- Icthc ist. den indischen -Vi llniciischcn erstrebt, die das Indische Volk instandsetzen soll, isoliert ZU bleiben und doch mit der Menschheit verbunden zu sein. l'nd darum werden sich die Auluii auch nicht durch Passivität tmd Wtdef--- stand abschrecken lassen, um so weniger, als wir von allem Anfang an mit ihren rechneten.' k'ui Gottes HHfc vertrauend, werden wir, endlichen Erfolges Mcher, unseren. Weg weitergehen. ito

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