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Der Aufstieg · 1931-02-01 · 6 [7] (2.1931) · p. Seite 184

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Journal
Der Aufstieg
Volume
Band 1 (1930-1932)
Issue
6 [7] (2.1931)
Date
1931-02-01
Page
Seite 184 (sequence 14)
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k' ^cnubcr dein vorhergehenden und nachfolgenden eine Kategorie für sich ist und her-**rößeren Abständen, namentlich zwischen Anfang und linde der Jugend I'nsoferne man überhaupt sagen Kann, wann sie beKinut und wann sie abschließt im Qrunde schon der Unterschied zwischen Jugend und Alter gegeben ist? Un1 wie sieht es denn in den Seelen der alterenJugendjahrgäuge aus? Ist es denn nicht so, daß es kaum eine gibt, die, hundertprozentig „jugendheweglieh" bleibt, dagegen ..her viele, die sich auch nicht einen Rest von Glauben an besondere Reckte oder gar Vorrechte erhalten hal>eii? Nur dall sie es nicht sagen, entweder, weil sie die gängig.Frage nicht mehr interessiert, oder wul sie aus-Bequemlichkeit, aus irgendv.elcher Ambition oder aus der Sucht, höchst modern zu sein, in den alten Hahnen -rorttrotten, Das alles sollten führende Männer den jungen Leuten vor Augen halten Aber W haben offenbar nichl den Mut dazu, Fürchten, sich die ganze Jugend zu feinden zu machen. Ott mögen sie selbst von den Ideen der Jugendbewegung angesteckt sein. Schade! Denn wenn viele von Hillen ihre Stimme erheben Würden, um die Jugend aufzuklären, ZU mahnen und /u warnen, dann wurden sie vielleicht doch <lwas emichen, zumindest den Hoden für die Zeit bereiten, da, wie oben ausgewählt aus der fremde abgeblasen werden wird. „Rl'THENlMf HKN THDRAYOLK" ' In der Tschechoslowakei fand vor kurzem eine Volkszählung statt.,Da sich die Volkszugehörigkeit m diesem Nationalitätenstaat nach der Muttersprache bestimmt, wurde lur jene Juden, die keine eigene Sprach.' besitzen, eine besondere Bestimmung erwirkt, daß sie sich trotz Iremdir Sprache in der Spalte „Nationalität" als „judisch" verzeichnen konnten.Darum hatten sich natürlich vor allem die Zionistcn bemüht. In der ..Jüdischen Presse" führte»Ovis Judacus einen erbitterten Kampf gegen diese Bestimmung: „Wir Juden wissen leider nur zu gut, was es zu^iedeuten hat, wenn man anfangt, uns mit anderei Maßstäben zu messen als die an - di.ru Staatsbürger und '"r "?is „A m * 'i a Ii in s e e s c t z e" schafft." Diese Auifassung ist nicht ebiwandfrjy. Denn jede Oruppe von Staatsbürgern «nrteischeidet ch Irgendwie von den anderen Gruppen und der Staat hat das zu berücksichtigen. Mit Visnahiiisgesctzcn in russischem Sinne hat das doch wahrhaftig nichts /u tun;——— '• —; . . Ha hat Civis Judacus m seinem rühmenswerten Kampfe gegen die Säkularisierung des judischen Volkes und Volksbegriffes doch wohl ein wenig daneben geschossen. Die Tschechoslowakei in nationaler Beziehung mit England f rankreich, Deutschland zu vergleichen, wie er es tut. ist vollständig unrichtig. Das bedarf keiner weiteren Darlegung. , Der Beweggrund für seinen Kamp? ist die Befürchtung, hunderttausende harmloser Seelen konnten sich zur jüdische:) Nationalität bekennen und so den nationalistischen Politikern die Möglichkeit bieten, im gegebenen Augenblick ..das grofle Jahrtausende alte jüdische Thoraxolk zur modernen politischen MinderheitshatlonalHIl zu fälschen". Doch scheint mir diese- (iefahr nicht gaT so groll zu sein, wenn nur d»s Thoravolk in dir Tschechoslowakei stark und sich seines \\ est ns K w ullt ist. Was verlangt Civis Judacus von den Thoratrcucu? „Wer außerdem ohne irden politischen Hintergedanken wahrheitsgemäß jüdisch oder hebräisch als Muttersprache angehgii kann, dci wird es selbstverständlich tun." Das ist ja aber für den Staat gleichbedeutend mit indischer Nationalität?! (Nebenbei: f!s wäre in-

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