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Der Aufstieg · 1931-01-01 · 6 (1.1931) · p. Seite 167

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Journal
Der Aufstieg
Volume
Band 1 (1930-1932)
Issue
6 (1.1931)
Date
1931-01-01
Page
Seite 167 (sequence 21)
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Erfolgen stand und sich sogar kräftig bemühte, ihrer (iroßtucrei. nachzueifern, als selbst die orthodoxe Literatur und Presse ihre zionistischen Gegner nur mit Qlacthandschuhcn anzufassen wagten, als ein großer Teil organisierter AgudJsten auf den großen Augenblick wartete, daß die Agudas Jisroef in die Agency eintrete und dem Zionismus einen Koscherzettel gebe. Schon damals wagte es hessler, offen und ehrlich die Wahrheit zu sagen. Schonungslos legt hessler die morschen Fundamente der pseudoiiidischen Ideengebäude ^lloß, die In den letzten Jahrzehnten in der jüdischen Welt so prunkvoll aufgeführt wurden. Für die uralten Jüdischen Wahrheiten tritt er so mutig und stolz ein, wie wir es sonst hur von Birnbaum zu hören gewohnt sind. r!s ist zu hoffen, daß sein mächtiger Ruf: „Wenn wir Nachkommen der Propheten sind, so müssen wir verstehen, daß das höchste IdcaJ des Jüdischen Volkes der Aufstieg sein muß: daß wir uns bemühen müssen, ein Bclspiclsvolk zu werden und jene Pflichten zu erfüllen, die uns als Oottcs Volk auferlegt wurden*', in den Kreisen der Orthodoxie Widerhall finden wird. S: Ostersctzcr. «EGEN DEN ERSTEN HAI L Szczeka cu. - - Der erschter mal. Farwusm' darf Im nischt f a i e r n. Jiddischer a r b e t e r f a r I a g, W a r s c h e 569(1. Es gehört Mut dazu, in einer Umgebung, die von revolutionären, klasscnkämpferischen Ideen bis zur äußersten Wildheit erhitzt ist, gegen den ersten Mai als Arbeiterleiertag und überhaupt gegen die Losung des Klassenkampfes zu schreiben. Lud dies nicht etwa vom Standpunkt der besitzenden Klasse, sondern von dem des Arbeiters. Diesen Mut beweist der Verfasser in seiner vorliegenden Schrift in hervorragendem Maße. Aber nicht nur den Mut, sondern auch ein reichliches Wissen in den einschlägigen Fragen und elfte ganz besondere rählgkeit, die Argumente herauszuarbeiten, die gegen den ersten Mai als eines der heute gangbarsten Beispiele des modesozialistischen Fanatismus sprechen :\ DIE ttEMCHICHTE HU)BS DEM ZWEITEN *~ Joseph Roth: Hiob. Roman eines einfachen Mannet. (iustav K I c pc ii h c u e r - V e r I a g, Berlin 1919: Der Dichter des Romans „Hiob" hatte offenbar nicht im entferntesten die Absicht, das Schicksal'eines" Volkes in einer bestimmten Zcitpcriodc zu malen. Desto bewundernswerter ist es. daß sich aus den Schicksalen und Charakteren seiner Menschen sozusagen von selbst ein durch seine Vollkommenheit und Ucbcrzcugungskraft geradezu epochales Ocmälde der Ostjudenhcit. namentlich, wie sie aus den großen Entwurzelungen durch den Weltkrieg und die W anderungen hervorging, erhebt. Sehr interessant und im ganzen gelungen ist die Parallele zum biblischen Hiob. Mendel Singer. „Melamed" der Dichter sagt Lehrer und man merkt, wie er an dem den Begriff nicht füllenden deutschen Worte würgt — in einem russischen Nest, ein Mensch von einfacher Frömmigkeit und vorbildlicher Demut, an den Pcrczschen Bonze Schweig erinnernd, mtr daß er weniger Symbol, mehr Wirklichkeit ist —, hat Unglück mit seinen Kindern. Mit dem jüngsten,1 einem anscheinend idiotischen Jungen, fängt es an. Dann verliert er einen Sohn, der Pferde, Ställe, Militär liebt, an den Zaren, hierauf eine Tochter an die Kosaken der Qarnison. Das Unhcilt setzt sich in Amerika, wohin ein zweiter Sohn, der vor dem Militärdienst entflohen war. ihn nachkommen läßt, fort. Der Weltkrieg bricht aus. Der ehemalige Milltärfluchtllug fällt a\y amerikani- Ii?

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