Der Aufstieg
- Journal
- Der Aufstieg
- Volume
- Band 1 (1930-1932)
- Issue
- 6 (1.1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 163 (sequence 17)
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III fr'. WA14LKN IN POL«* Hei dtu Wühlen ill den polnischen Sejm wurden nur I.' ludisehc Deputierte gewählt (gegenüber 19 im letzten Seim). Davon sind zwei extreme Zinnisn tv vier gemäßigte Zionkten aus Ualizien iiikI sechs agudistiseh Orientierte. I>\ Orthodoxie hat sich übrigens durch die Waiden eine feste und geachtete Stellung im «iffeutlicfaen Leben erworben nicht zum wenigsten dank der hingebung* vollen Arbeit der luvend, .'iich der weiblichen. Erfreulich im, laß d i extremen Zionisttn und vor allein ihr hemmungsloser Fuhrer. Dr. Grfliihanm, .M>g. - wirtschaftet halten. Ihre Kraft Ist vollständig gebrochen, ein gerechter 1-whH lur die unerhörten Schmähungen und Verleumdungen, die sich der genannte Führer gegen die strenggläubige Judeuschaft Polens erlaubte und in denen mit hm nur noch ein bekannter fanatischer Hetzapostel w elteiferte, dessen alte ebenso hochmütige als dürre Seele nicht verwinden kann, daü ihm die Masse des Volkes nicht auf seine ...ungeklärten Frlösungswege folgen will. Bezeichnend ist auch, dal! die beiden Misrachislen Farhstein und Rahhiuei Rubinstem durchfiele'i. . KKLIUlftMKK LKIOHTMINW ODKH MCMLIMMKIUC* Unter dem Titel ..Religion und Wissenschaft" veröffentlichte l'rofcssm Über! Kill sie in einen Artikel in den „New York Times", der bald darauf Iii ..Heu möglichen Zeitungen und Zeitschriften nachgedruckt wurde. Ks fallt uns min nicht ein, mit Einstein eingehend über seine religiösen Anschauungen rechten./< wollen. Iis muß ihm unbenommen bleiben, zu verkennen, daQ das. was er kos mische Religiosität nennt, den genialen wie den einfachen Menschen gerade an? den religiösen Systemen zukommt, die, nach seiner recht naiven Ausdrucksweise einen „nach dem Willen des Menschen gedachten üott kenneu" oder, auf biblisch ausgedrückt, einen (iott, der den Menschen nach seinem Lhcnhildc sehnt: nicht aber aus jenen Sphären modischer Jungklugheit, wo-als' leuchtende Beispiele von!ir die seltsame Dreiheit. „Dcmokrit, Franziskus von Assi») und Spinoza" etnpfu den (?) weiden. F.s muß ihm unbenommen bleiben, einen geradezu Staunens werten Mangel an Instinkt für die Bedeutung der Religionssysteme als absolute' \ orhcdingiingcn aHen religiösen Lebens m der Menschheit zu verraten und die ernsthaften „Forscher" In unserer Zeil lür „die einzigen tietrcligiQwn Menschen" /u halten und damit, da er unbestreitbar zu diesen ernsthaften Forschern gehört, sieh selbst Jus Zeugnis tiefster Religiosität auszuteilen. IXas alles muß ihm. wie gesagt, unbenommen bleiben. \Vrr können höchstens, wenn er dabei unsere Zeit „eine im allgemeinen materialistisch ein bestellte Zeil" nennt, ein ..Fi. warum denn das plötzlich bei so vielen Franeisci von Assisi?" nicht unterdrücken, haben aber sonst nichts gegen ihn zu vermerke'* Auch nicht dagegen, daß Rein Artikel von Zeitungen nachgedruckt wurde, du religiös gleichgültig rxler gar freigeistig eingestellt sind. W r müssen bloß dam'* unser Entminen aussprechen, daß auch jüdische Zeitungen, die anl einem. Wenn .uich mehr liberalen, rel igiösen Standpunkt sieben, ahne alle Bcnicikungeineii Auisat/ nachdrucken, der in allen seinen 'Teilen die reinste Leugnung der (irundlagcn des Indtntunts und aller positiven Religion darstellt. Sicht man denn in den betrcffeiu'en Redaktionen nicht ein. daß einen solchen Artikel unter dem hui ligton und Wissenschaft" und von einer Autorität wie Finstein gezeichnet, den Lesern ohne jede Bemerkung darbieten soviel bedeutet, wie ihn Dtne empfehlen?