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Der Aufstieg · 1931-01-01 · 6 (1.1931) · p. Seite 157

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Journal
Der Aufstieg
Volume
Band 1 (1930-1932)
Issue
6 (1.1931)
Date
1931-01-01
Page
Seite 157 (sequence 11)
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Die Großstädte haben uii ilircr Peripherie genügend geeignete* umenland, Schrebergärten, Kleingärten u. dgl.. neuerdings auch im (irüngürtel oder in den Volksparks Dauerpachtgärteii. die kauf- oder mietbar sind. In der Kleinstadt und auf dem Lande ist die l'latziragc im allgemeinen leicht zu lösen, weil Boden überall zur Vcrfüguiu steht. An dieser Stelle sei auf die S c h u I a r h c i t sga r t en l# c Weisung hingewiesen, die die Einführung der Gartenarbeit-als Lehrfach an del). Schulen erstrebt. Sie entspringt zw ar vorzugsweise anderen Mnliven. wie Förderung und Ergänzung des naturwissenschaftlichen Unterrichtest Ueb'ung der Geschicklichkeit, körperlicher Ertüchtigung, dient aber unbewußt schon unserem Ziele und kann diesem absichtlich gev.il', in hohem Maiie verbunden werden. Wahrscheinlich wird dieser Unternclit demnächst an den Schulen Deutschlands Pflichtfach, und dann wird es unseren jüdischen Schulen gewiB lllöglicfltsein; die angedeutete -etlische Einwirkung auf die Jugend damit zu verbinden, wenn sie nicht letzt schon Schularbeitsgärten einrichten wollen, um dieses Zieles w illen. I »ie Schulferien b^cn übrigens Gelegenheit ZU besonders intensiver VrbeÖ. Das Vorhandensein geeigneter L e Ii r k r ä 11 c sei vorausgesetzt Lüne solche Lehrkraft müllte eine ganze Reihe Forderungen erfüllen. Neben der Eignung zur .lugcndleitung, also einem besonderen ■»pädagogischen Können, sind wahrhafte, l(4jendigc Religiosität, naturwissenschaftliche Bildung und gärtnerische Lrfahrimg unerläßlich. Als einen anderen Weg, dem Ewig-Lebendigen nahe zu kommen, möchte ich das Wandern bezeichnen. Ein Teil der heutigen Jugciu' übt diese besondere Eorm des Verbringens ihrer Ereizeit. Sie zieht für läge und Wochen hinaus in ländliche Gegenden, die möglichst unberührt von Einrichtungen und gewaltsamen Veränderungen durch Zivilisation und Technik sind, durchstreift mit offenen Sinnen die Lande, lebt einfach, kleidet sich entsprechend solid und doch schön, hat den Mundvorrat im Rucksack, kocht die Mahlzeiten selbst, nächtigt im.mitgeführten Zelt und hat so die äußeren Vorbedingungen für ein Innewerden des göttlichen Odems. Zudem entsteht so nebenbei bemerkt ein Leben in einer Gerne in'sehaft, das Einordnung in sie iordert, weil eine solche (iruppe WaqderCr von jedem ihrer Glieder Verantwortung, -Denken und Arbeit für alle verlangen muß. soll die Wanderung nicht scheitern. Hierin liegt auch ein hoher erzieherischer Wert. Schwieliger zu verwirklichen ist eine Art Synthese /.wischen J-iaxtenarbeit und Wanderung: Das Landschulhelm: schwieriger besonders wegen des damit verbundenen Eingriffes in das Kamillenleben, ganz zu schweigen von-der Aufbringung der Geldmittel hierfiit Seit etwa einem Jahrzehnt gibt es eine ganze Reihe Landsehulheinn. wo Lehrer und Schüler in enger persönlicher Beziehung zueinander ein') gemeinschaftliches, ländliches Lehen führen, eine tiefe Einflußnahme ermöglichend. in einer äußerst günstigen Umgebung. Etir die Verlämllichung des jüdischen Lebens wäre die Schaffung von Landschul lieimen ein Weg. der besonderen Erfolg verspricht. Schließlich erreichen wir bei der Jugend schon im Hinblick am eine dauernde Vcrländlichung des einst Erwachsenen besonderwenn die Natur, sei es nun im Garten, auf der Wanderung oder im 1**

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