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Der Aufstieg · 1931-01-01 · 6 (1.1931) · p. Seite 153

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Journal
Der Aufstieg
Volume
Band 1 (1930-1932)
Issue
6 (1.1931)
Date
1931-01-01
Page
Seite 153 (sequence 7)
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KetfMIII uud diese Trennung kann nie überwunden werden. Weit unendlich weit ist die Entfernung zwischen den ungleichen Wegen. Klein, verschwindend klein ist die Entfernung zwischen den gleichartigen Wegen. Ein Blick nur in die jüdische Umschichte wird das ohne weiteres bestätigen: Dieser ging den Weg der K a b b oJ o, jener den Wen der C Ii a kiro, der eine den Weg des Chassidismus, der andere den Weg des Mussor und der dritte einen alten überlieferten Weg und alle fanden sich schnell wieder am Ende ihres Weges, dort am grollen Ziele, am Tore Gottes. Nichts trennt den Kambam vom Ari hakodausch. den Baalschem vom Wilnaer Ooaun oder von R. Jisroel Salanter. Diejenigen aber, die den Weg verfehlt haben und statt eines Wegs des Heiles, einen des Unhelles ungeschlagen haben, sie sind nie am Tore Gottes angelangt und sind für alle Ewigkeit von den Heiligen getrennt geblieben und für immer \ er loren. Das Ziel, das wir als Kriterium des Weges erkannt haben, ist aber nicht allein das zeitliche, das erst nach einer gewissen Entwicklungszell feststellbar ist. sondern vielmehr das ideelle Ziel, das ein geübtes Auge bald am Anfange, gleichsam an der Pfo.rtc, feststellen kann. Die Tore des Heils haben ja ihre unverkennbaren Zeichen, die ihnen (iott durch seine uns offenbarte Thora aufgeprägt hat. Sie sind also die Wege der Thora und darum die Wege Gottes. Man kann deshalb in unserer Geschichte beobachten; Sobald jemand eine neue Pforte öffnete und einen neuen Weg einzuschlagen versuchte, zauderte und zweifelte man einen Augenblick: dieser wohlwollend, jener abwartend, der eine ablehnend, der andere gar protestierend. Aber die Ungewißheit dauerte nur kurze Zeit. Schnell entschied es sich, wie es um den neuen Weg bestellt ist. Und wirft man eincH weiteren Blick auf die jüdische Geschichte so stellt man sofort fest, daß sie die Geschichte der ewigen Verjüngung eines Volkes ist. Jedesmal,' wenn sich das Volk dem Greisenalter und der Sterbestunde zu nähern drohte, verjüngte es sich wieder und begann ein neues Leben voller Tat und Lebenskraft. Die Lebenskraft dieses Volkes war aber von Beginn an sein ihm von Gott gespendeter Geist, die Thora Sobald diese Kraft irgendwann oder irgendwo nachließ, trat unverzQg lieh Altersschwäche ein und die Existenz des ganzen Volkes oder des betreffenden Volksteiles war in höchstem Maße bedroht. Wurde diese Kraft wieder aufgefrischt und gestärkt, dann zeigte sich bald Verjüngung und Erneuerung. Das Buch Schauftim ist ein ewiges Zeugnis dafür. Es zeigt auch, in welcher Weise diese Erneuerung vor sich ging- Gott schickte dem Volke einen begnadeten Menschen, einen genialen Seelenarzt. der es verstand, das Volk"Zu""Göff"und zu seiner lliora zurückzuführen und ihm so das Leben zu retten. Von Mausclic bis zu den beiden R Jisrod (Maalschem und Salanter) leuchtet die große Reihe dieser gottbegnadeten Menschen aus der jüdischen Geschichte uns entgegen. Jeder von ihnen verstand es, das jüdische Volk aus dem Staube in eine himmlische Höhe zu erheben; es aus dem Siechenhause des Geistes in eine neue Schule zu führen, wo es täglich Neues lernte, mit offenen Augen Gott und die Diora in einem neuen Lichte schaute und sich wieder zu einem jungen lebenskräftigen Volke. KU Hncm Volke der lebendigsten Gelsrlgkeit und » 1»

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