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Der Aufstieg · 1931-01-01 · 6 (1.1931) · p. Seite 152

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Journal
Der Aufstieg
Volume
Band 1 (1930-1932)
Issue
6 (1.1931)
Date
1931-01-01
Page
Seite 152 (sequence 6)
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dein sie mit ihrer Ueberlieierungstreuc einbrechen können? V\unn werden sie und wann auch die anderen, die freigeistigen Weltenmodler von ihrer lächerlichen Naivität Reheilt sein, in jedem, der etliche von den modernen Sozial- und Kulturprojekten geschluckt hat. einen ridetmetischen, m jedem alicr. der sich dagegen wehrt, einen Bösewicht zu sehen? Wann werden sie alle zu begreifen anfangen. daß hei Völkern ohne Knochen und ohne Form und in Staaten ohne Ordnung und ohne Maß auch die gütigste Güte nichts ausrichten kann? Wann werden sie einsehen, daß man das Reich der Menschenliebe und des Briedens nicht mit winselnden und nicht mit gewalttätigen Schwächlingen, nicht mit öligen Phrasen und nicht über Nacht, sondern nur mit starken Menschen und in zäher, kluger Arbeit aufrichten kann? Wann werden sie verstehen lernen, daü wir zu den Völ kern nicht mit Zumutungen kommen dürfen, die sie in ihren, die nationale Kultur tragenden Schichten verletzen, daß wir nicht Richter .darüber zu sein haben, ob sie im Rechte sind oder nicht, daü wir vor der eigenen Dir kehren und sonst uns bemühen müssen, überzeugendes Heispiel zu werden? Wann werden sie es heraus haben, daß diese ganze Wcltmeicrei nicht nur aus Oberflächlichkeit geboren, sondern eben dadurch das Haupthindernis unseres eigenen Aufstieges, daß sie nichs weniger als der rechte 'ichrauch unserer sittlichen Volkskräfte, nichts weniger als sittlich ist? Wann werden sie begreifen, daß sie sich. nein, das ganze jüdische Volk, damit nur lächerlich, verächtlich und verhaßt machen, und dies nicht nur bei den Hetzern, sondern gerade auch bei den Leuten von vornehmer Art. von Rechtssinn und Charakter? Wann werden sie endlich aufhören, uns die Vßlker auf.den Hals zu hetzen0 Haben sie an unserer heutigen Situation noch nicht genug-' Muß es noch'schlimmer kommen? WIM; IM) ZIEL # Von Samuel Ostcrsctzer (Duisburg). T ..Oeftnct mir die Tore des Heils, ich will, durch sie eintreten. Gott preisen* Das ist das Tor (iottes. Zaddikim treten da ein." Ks gibt also nur ein Tor (iottes. aber mehrere Tore des Heils. Die Tore sind die der verschiedenen Wege, auf denen die Menschen seit Urbcginn zu (iotte-s Cor wandelten. Die Wege sind also mannigfaltig. Ihr Kriterium ist ihre Mündung, ihr Ziel: Ist es ein Weg des Heiles, so muß er unbedingt zum Tor (iottes führen. Führt er aber nicht geradeaus dahin, so ist er des Unheils. Auch die Wege für die jüdischen Menschen, die vom Ausgangspunkt der Thora ausgehen, sind mannigfaltig. Jeder kann und darf einen anderen Weg einschlagen. Wenn zwei Menschen also zwei verschiedene Wege einschlagen und beide sind \ on demselben Gedanken beseelt, dem Ziele, dem Tore Gottes zuzustreben und sich ihm nach Kräften zu nähern, so sind sie wohl für den Augenblick getrennt, sie finden sich aber am rinde ihres Weges, am Tor Gottes wieder- Die vorübergehende Trennung ist schnell überwunden und Hand in Hand. Schulter an Schulter treten sie als Zaddikim durch dieses Tor ein. Anders, wenn einer von ihnen den Weg verfehlt hat. Sie bleiben dann für Zeit und riwigkeit von einander IM

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