Der Aufstieg
- Journal
- Der Aufstieg
- Volume
- Band 1 (1930-1932)
- Issue
- 5 (10.1930)
- Date
- 1930-10-01
- Page
- Seite 144 (sequence 22)
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sehen /tit. da bedarf es eben tlcr G b» u be nsa r t i k e I. wie Maimonidcs mc /ti Sanlicdrbi ll.l in seinem Mischnakoiumentar festlegte. Ca ist nun Interessant, zu sehen, wie sie Ii die Modernsten liiezu stellen. Y. hrenp reis, dessen Apercu uns auf diese Exkursion führte, beruft sich I. c. auf Achad haani. Dieser aber zeichnet das üdd Mahnoriidcs' In seinem ..AI Poroschus Urocbhn"i .>l ■<>. Kauz, Kauz anders. Danach hatte Maimonides nicht aus inarannischer Notwendigkeit", sondern aus nationalen Gc« fühlsgrundcn <il>. .IM ohne, jedes unpersönliche Verhältnis <icset/ und Glauben kodifiziert und als Nationalbräuche und NattonaivoTStellungen diejenigen Offenbarunxsinlialte zur Nonn erhoben, die der Vernunft nicht standzuhalten scheinen. Mit diesen Irrtümern Achad Haams hat schon Dr. Wohlgemut im,,Jeschurun"III, II, Seite606(f., gründlich abgerechnet. 7. Mine unbefangene und philosophisch nicht xur zu sehr ..desintellcKtualisierie", ganz kurze Betrachtung des Textes der Mainionidisc'.ien Glaubenslehre läUt jedoch auf den ersten Blich erkennen, dal! sie weder untimarannischen, noch nationalen Zwecken dienen, sondern eben Qlattncnsregeln sind. Die drei Grundeigenschaften Gottes (Dasein, Einzigkeit und l'nkorperliehkcit), die zwei Grundeigenschaften der Welt (Erschaffen— heil und fortwahrende Gottuntertänigkeit), die vier Aussagen über die Offenbarung, die zwei über (iottes Regierung der Menschheit (ledioh und ßecltlroli), den Messias- und den Aufcistcliungsgcdaiiken kamt man gany wohl als aus Schrift und tfeberireferung abgeleitete Grundideen betrachten. Abel sie würden nichts /.ur Erläuterung der erwähnten Mischna bei« trauen, wenn sie nicht zugleich an unsere seelische Haltung appellieren sollten. Wie deutlich kennzeichnet doch die lanue Einleitung, die Maimonides ihnen gibt, sie als Mitte!, uns zu reinem und selbstlosem (iottesgehorsam zu erziehen! Ks ist wohl wenig beachtet worden, dal! da* Gleichnis Mainionides' vom Knaben, der mit immer wertvolleren und edlereu Belohnungen zu selbstlosem Gehorsam erzogen w erden soll, nur dann sich glücklich auf die Glaubenslehren anwenden killt, wenn man sie gleichsam rückwärts liest. Der Beginn überirdischen Strebens ist an die Vorbedingung der l'w i«keit des Diesseitslebens geknüpft Die nächste Stufe ist die des Menschen, der das (iottesreich auf Erden wieder er- "O Keimt, Es i'oiitt der. welcher auf die göttlichen Lohnverheißungen allein bin seinen W andel heilig erhält, dann der. den des Gesetzes W ürdc als Solche dai n antreibt, und endlich der. dem der blolle (iedanke von der Erhabenheit des W'eltenschöpfcrs, ja von schier Einzigkeit und seinen Da« sein alle Wege zu (iottlichem erleuchtet Das ist der Mensch, der mit doi Ani.u,^sw,>rtcn des Schulchan Aflich nach IN. lh.9 (iottes Allgcgcnw; m stündlich spürt und Stetig ..vor ihm wandelt". Das ist der Glaube a i tn»it. der erst dem historisch erfaßten und erlebten Gesetze Kraft und Weit verlebt, und de"; Lehen Sinn gibt 144