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Der Aufstieg · 1930-10-01 · 5 (10.1930) · p. Seite 140

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Journal
Der Aufstieg
Volume
Band 1 (1930-1932)
Issue
5 (10.1930)
Date
1930-10-01
Page
Seite 140 (sequence 18)
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in nächster Nummer bringen wir unter «Jen ..Bemerkungen" Wiedel auch solche literarkritischen Inhaltes, u. a. über Oskar (iokihergs ..hie Wirklichkeit der Hebräer", f, Bernsteins ..Der Antisemitismus aU (iruppencrschciming" und Josef Roths ..Hiob". * ' _. . * al liw-i;j;;vjki\hi n vn OJLM*BL.KTKB Nr. I des jiddischen Aulim-Organs ..Ojlim-Bleter" als Mouatsbeilaue der Wochenschrift „Dos lidysze Wort" ist erschienen. Die Nummer hat solchen Anklang gefunden. daU die Herausgeber beschlossen, es fortan in verdoppeltem Umfange, im Format des „Aufstieg" und als selbständige Monatsschrift erscheinen /.u lassen. VOBMTÖMXK IN l»ll£ WELT DKK J L D1M H*v\ VHKHi K1HTKHK1 Die Forderung nach ortlichen Instituten für religiöse Kulturpropaganda unter den freigeistigeu .luden und nach einem Zentralinstitut für Förderung der jüdischen Oläubigkeit überhaupt, die wir im Artikel ..Die grolle Sünde" in der vorixen Nummer erhoben, hat uns Anfragen gebracht, wie man sich die Tätigkeit dieser Institute vorzustellen habe. Darauf mochten wir eine vorläufige und kurze Antwort geben: Die örtlichen Institute in größeren Städten, die ja am meisten hierfür in Metracht kommen, denken wir uns als Klubs von bescheidener, alter durchaus ansprechender und stimmungsvoller Ausstattung, in denen Bibliothek. Unterricht. Vorträge, szenische und filmische Aufführungen, (iottesdienste und sonstige feierliche Veranstaltungen dem Zwecke des Institutes dienen sollen. Doch wäre auch ein Außendienst an anderen Orten als dem Sitze des Klubs einzurichten. Die Leitung hätte natürlich dafür zu sorgen. daß sich das Ucbotcnc von aller Phrase und hohlem Pathos fernhalte. Sie mülltc auch darauf bedacht sein, daß es unter den (iott und seiner Ihora Untreugewordenen geistig und seelisch sehr verschieden geartete Elemente giht und ihr Vorgehen danach einrichten. Sie mußte sich hei ihrer Arbeit von dem (iedanken leiten lassen, daß es der Hauptsache nach nicht auf intellektuelle Ueberzeugung. sondern darauf ankommt, den meist vorhandenen Funken der Religiosität aus der Asche szuholeu und zur Klamme anzufachen. I eher das Zentralinstitut wollen wir ein andermal sprechen. Natürlich ist zur Schaffung dieser Institute (ield nötig. Ks mußten gcldkräftigc und opferwillige Persönlichkeiten gewonnen werden. Sollte sich nicht die Agudas .lisroel der Sache annehmen, sollte vor allem nicht 140

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