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Der Aufstieg · 1930-08-01 · 3 (8.1930) · p. Seite 96

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Journal
Der Aufstieg
Volume
Band 1 (1930-1932)
Issue
3 (8.1930)
Date
1930-08-01
Page
Seite 96 (sequence 30)
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Allem eines übersieht er doch, dal er, ebenso wie sein« Innerziontstischen Octner In zionistischem Sinne nach einen Nichts langt: Er, indem er durch die im Innersten empfunden« Wand der Unmöglichkeit mit dem Kopfe hindurch will, die Anderen angesichts dieser Wand mit einem nichtsionistiseben Surrogat sieb begnügen. Allerdings für uns ist der zionistische Sinn nicht maßgebend. Wir wissen wühl, daB das Ooius nichts weniger als ein Vergnügen ist und würden sicher das Streben nach einem Indischen Staat verstehen und teilen, wenn er so errichtet und eingerichtet wurde. daB unsere Jüdischkeit nicht verletzt, und wenn et jetzt überhaupt möglich wire, ihn zu gründen — und dann könnte er sogar ein vcritabler Staat sein, nicht so eine Art im voraus tum Tode verurteilter Kacker, wie sich ihn so viele Zionisten vorstellen zu müssen glauben oder wirklich vorstellen. Aber wir sehen bei den gegebenen Inneren und äußeren Verhältnissen Jedenfalls auch nicht die Spur der Möglichkeit einer solchen Qründung und wir sind sehr, sehr weit von der Anschauung entfernt, daB ohne ihn dem lUdischen Volke nicht mehr zu helfen wire und diesem daher Palistina auch nichts mehr bedeuten könnte. Und darum vermögen wir den glinzenden Beweisführungen Bernsteins nur soweit zu folgen, als sie eine Bestätigung unserer Ansicht der Unrealisierbarfceit des Jadenstaates bilden und müssen anderseits den Standpunkt seiner zionistischen Uegner, so widerspruchsvoll er gegenüber ihrem eigentlichen Wollen ist und so fremd uns ihre Methoden sind, doch positiver finden als den seinigen. »AB BUCH BEB HTEBBKNTUBfDK!« Krajas« kl Mtotz. — Sseler Hahlstalkus. - Verlag „Kessuwlm". Tel-Aviv 5690. Ein ganz merkwürdiges Büchlein — dazu, der Würde des Stoffes entsprechend — in musterhafter Ausstattung Der Verfasser hat sich die eigentümliche Aulgabe gestellt, voa den Sterbestunden der berühmten chassidischen Zaddikuu, vom Bal-Schem angefangen bis in die neueste Zeit und vor Ihnen des Ari hakodauscb zu berichten und uns insbesondere die letzten Worte dieser grofkn Persönlichkeiten mitzuteilen. Es gibt wohl kein besseres Mittel, um die Seclenbescbaffenhelt eines Menschen, und namentlich eines hervorragenden, blitzartig gu beleuchten, als sein Tun und Sprechen In der Sterbestunde vorzuführen. Man kann den Verfasser zu Miner Tat nicht genug beglückwünschen. Wir hoffen, die Oclegenheit zu haben, eine oder die andere dieser Sterbestunden- Berichte unseren Lesern in deutscher Uebersetzung zu übermitteln.

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