Der Aufstieg
- Journal
- Der Aufstieg
- Volume
- Band 1 (1930-1932)
- Issue
- 3 (8.1930)
- Date
- 1930-08-01
- Page
- Seite 97 (sequence 31)
- Belongs to
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AUUM-UKMK1NSCI1AFT Wir erhalten von unserem Freunde, Herrn dieser Schindler (Manchen), eine Zuschrift, unter dem Titel „Es bt Zelt", die wir hier in deutscher Uebersctzung aus dem Jiddischem veröffentlichen: Herrn Szczekacz gebührt viel Dank dafür, daß er in der vorigen Nummer die Auliin in allen Landen ermahnte, an die Arbeit zu geben. Damit, daß man sich selber für einen Aule hält und sich zum Aufstieg vorbereitet, tut man noch nicht seine ganze Pflicht. Der Satz „Qanz Israel ist für einander verantwortlich" gilt auch für Aulim und für diese in besonders hohem MaBe. Kein Jude, der die große Verantwortung begreift und in sich einen Funken von Liebe zu Gott und zu Israel hat, darf schweigen, wenn er den ungeheuren Abstieg, wenn er sieht, wie unsere Jagend sich immer mehr vom Quell Israels entfernt. Ueberall, wo irgendeine Verwirrung entsteht, überall wo ■ irgend ein neuer Götzendienst in die Erscheinung tritt, sind unsere Brüder und Schwestern die ersten Baal-Anbeter, gehören sie überall zu den „ersten Zehn". In allen Lagern der Empörung, der Verlotterung und der Frechheit stürmt jüdische Jugend voran, gibt allerlei Götzen ihre jungen Kräfte, ihren Glauben, ihre Begeisterung hin. Und überfällt dann noch — nicht genug an dem — das Lager Israels, dringt ins Oehege des frommen Jüdischen Volkes ein. richtet dort Verwüstung an und stellt ihre Götzenbilder im Heiligtum auf. Sic macht den jüdischen Namen in der Welt verächtlich und erzieht uns Peinde selbst unter den guten Menschen der andern Völker, selbst dort, wo man uns früher einmal noch gunstig beurteilte. Es gibt Aulim, die glauben, daß der Aulim-Gedanke nur für einzelne Auserlesene passe. Ich «meine aber, daß jeder geeignet Ist, ein Aule zn werden und daß die Aulim überall arbeiten müssen. Ueberall sollen sie Gruppen gründen, männliche und weibliche, lernen, sich vertiefen, zusammen nach Läuterung der jüdischen Seelen und Herzen streben. Immer war in der Jüdischen Jugend und auch heute ist noch in ihr ein großes Verlangen, ein ehrliches Streben nach Erkenntnis. Gerechtigkeit und Schönheit. Die Aulim müssen dafür sorgen, daü sie nicht wieder * Verderbern in die Hände falle, nicht In die Sümpfe der Zivilisation gerate. Aulim sollen Jüdische Seelen vor den Wegen warnen, die zur Demagogie, zu Blutvergießen, zur Empörung und Verlotterung führen. *