Der Aufstieg
- Journal
- Der Aufstieg
- Volume
- Band 1 (1930-1932)
- Issue
- 3 (8.1930)
- Date
- 1930-08-01
- Page
- Seite 85 (sequence 19)
- Belongs to
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Jisrod, der Arbeiterfahrer A. D. üordon, harte bereits im Jahre 1921 in emetn Artikel „Die Arbelt an der Wiedergeburt In der Diaspora"1) durch die Parole: RflckkehrzurNatur, z u r A r b c i t und zur hebräischen Sprache einen Fingerzeig gegeben, tfs ist selbstverständlich, daß diese Parole für uns Orthodoxe eine Aenderung insofern erfährt, als wir die Rückkehr /.um intensiv e n Studium unseres religiösen Schrifttums ak Wichtigstes hinzufügen. Es möge das Theoretische hier beiseite gelassen und gleich an das Praktische der Sache herangetreten werden. Die Erwerbung eines Bauernhofes als Lehrgut für dreißig Jünglinge der Orthodoxie sei die erste Tat. Die Sache hat nur Sinn, wenn mit der landwirtschaftlichen Ausbildung eine tiefere Schulung unseres Thora-Schrifttums und auch des Hebräischen als Sprache Hand in Hand geht und die jungen Leute sich als Chaluzlm begreifen lernen. Haben sie doch die grobe Aufgabe, in der vielen Verfall aulweisenden Diasporajudenheit jüdischen Aufbau zu leisten! Gleichzeitig muß zum beschwingten, alle Schwierigkeiten besiegenden Cbaluzimtum das Ziel ein soziales sein! Die jungen Leuic müssen wissen, daß ihnen später gemeinsam ein Stück Boden winkt, wo sie auf sozial gerechter Basis sich Existenz und Familie errichten. Das Ganze, richtig ins Werk gesetzt, ist es nicht schwer. Begeisterung anzufeuern, persönlichen Egoismus zurückzudämmen und Bedürfnislosigkeit zur Selbstverständlichkeit zu machen. — gleich jenen Chaluzim in Erez-Jisroel. Gelingt der erste Versuch, so wird er die Aufmerksamkeit nicht nur der orthodoxen, sondern der gesamten Judenheit des. Landes auf sich ziehen, — und gar bald wird sich ein großer Teil der Jugend einer Laufbahn zuwenden, die ihr als Juden Rückkehr zur Natur und zur produktiven Arbeit verheißt, Wurde bisher, z. B. durch die Simonsche Stiftung in Hannover, ein jüdischer Jüngling zum Landwirt herangebildet, so hatte er wohl jüdische Kameraden neben sich, das war auch alles in bezug auf das Judentum. Wie seine Laufbahn sich gestalten werde, war ganz nebelhaft. Vielleicht mußte er von einem christlichen Gutsbesitzer zum andern wandern und hierbei noch sein bißchen Judentum verkümmern lassen. Nun kann das anders werden, wenn die Orthodoxie die Sache ergreift! — Bewußtes Judentum in Theorie und Praxis mit der beruflichen Ausbildung und nachher ständig ein jüdisches Milieu. Denn