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Der Aufstieg · 1930-08-01 · 3 (8.1930) · p. Seite 84

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Journal
Der Aufstieg
Volume
Band 1 (1930-1932)
Issue
3 (8.1930)
Date
1930-08-01
Page
Seite 84 (sequence 18)
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vtt-mäU;ru Weinfl'usseiii. -Hlfeh außer Betracht. Demi afl diese Bestrebungen gimfln* dbh» Kfüseh au*, d,ie »ich noch «das Jüdische Herz, aber nicht die Jüdische Seele bewahrt halten, — und so kam es, daß die Orthodoxie sich abseits hielt/ Die aufsteigende wirtschaftliche Entwicklung In den fünfzig Jahren vor dem Weltkriege bot wirtschaftlich keinen Anlaß, sich mit den Prägen der ßerufsschichtung zu befassen. Die Einführung der gesetzlichen Sonntagsruhe, mit der z. B. Deutschland 1891 begann, hätte bereits stutzig machen sollen. Die Orthodoxie dachte aber damals innerhalb des Gesichtskreises der religiösen lokalen Gemeinde: darüber hinausgreifende organisatorische Zusammenschlüsse hatten nicht die Wirkung, diese Denkungsweise zu beeinflussen* und die geistigen Kräfte der Führer der Orthodoxie waren noch auf die Auseinandersetzung mit der Reform gerichtet. Seitdem die Orthodoxie aber allmählich immer mehr Menschen erzog, die Thora wissen und allgemeines Wissen in sich vereinigten, erstanden ihr Männer, die die Zusammenhänge des Geschehens der umgebenden Welt und der Entwicklung in der jüdischen Welt begriffen, und so kam es 1°U zur Gründung einer Weltorganisation der Orthodoxie unter dem Namen „Agudas Israel", deren erste Aufgabe es sein sollte, die Massen der Orthodoxie zum wachen Verständnis für Zeitprobleme und große jüdische Gesamtheitsfragen zu erziehen, und zwar von der Warte der Thora aus. Ereilich, manche Schwierigkeiten in den eigenen Reihen und überdies der Weltkrieg mit seinen Folgen haben diesem Ziele Hemmungen bereitet Diese Hemmungen tragen aber auch die Schuld daran, daß die Orthodoxie der großen wirtschaftlichen Umwälzung des letzten Jahrzehnts nicht die notwendige Aufmerksamkeit widmete. Auch der Ruf des orthodoxen Führers Dr. Nathan Birnbaum nach Vcrländlichung wurde mit einem ungläubigen Lächeln aufgenommen. So ist'es denn bisher gar nicht dazu gekommen, den Problemkomplex aufzurollen, zu debattieren und zur Klärung zu bringen. Weil man die Dinge gehen ließ, wie sie nun eben gingen, sind inxwischen sicherlich eine Anzahl Mitglieder der Orthodoxie durch den Zwang der Verhältnisse vor die Entscheidung gestellt wurden, dem Sabbath weiter die Treue zu wahren oder nicht, — und manche mögen unterlegen sein. Was ist also zu tun? Nach welcher Richtung ist die Lösung aus dem Dilemma zu suchen? Birnbaum hat ein richtiges Wort gesprochen. Aber auch eine große idealistische Persönlichkeit in Erez- » ,

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