Der Aufstieg
- Journal
- Der Aufstieg
- Volume
- Band 1 (1930-1932)
- Issue
- 3 (8.1930)
- Date
- 1930-08-01
- Page
- Seite 70 (sequence 4)
- Belongs to
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.v;> . . .■ . ■ ' Um die Routine zu bekämpfen, muß man sich zunächst von dem Schaden Rechenschaft geben, den sie bei uns angerichtet hat; wir haben ihn ohne Schonung klargelegt. Sodann muß man das Uebel bekämpfen wollen. Man hat sehr mit Recht gesagt, Mangel an Willen bedeutefür die menschliche Natur, was für den Stoff die Schwere sei. Das gilt von Gemeinschaften ebenso wie für einzelne. Es gibt aber nur einen Erweis des Willens und das ist die Tat. Darum mu8 das Jahr des Erwachens ein Jahr geistiger Arbeit, fruchtbarer Neuanffinge sein. Um (Iber unsere gewohnheitsmäßige Untätigkeit, Ober das allmähliche Erstarren aller unserer Spannungen zu triumphieren, bedarf es einer außergewöhnlichen Hilfe, neuer Mittel, um unsere Gewohnheiten und unseren Hang zur Trägheit zu brechen. Will eine Gemeinschaft die in ihr eingeschlafenen Seelen wecken, so muH sie das alles planvoll organisieren, in dem heiligen Ehrgeiz, ihren Gläubigen den rettenden Balsam zu reichen, den der Prophet für sein Volk suchte. Sieg Uber die Routine soll uns das Sabbatjahr bringen. Aus dem Französischen übersetzt. („Le Rayon".) -—r—— # .„ Ueber den im vorstehenden Artikel erwähnten, auf das Jahr .V»yi bezüglichen Gedanken äußert sich Ahne Palliere in einem hebräischen Brief an unseren Redakteur folgendermaßen: „Ich mochte Ihre Aufmerksamkeit auf einen erhabenen Gedanken lenken, der jetzt seinen Weg In die verschiedenen Länder gefunden hat. Es Ist dies der Vorschlag, das kommende Sabbatjahr - 5691 — als ein Jahr geistiger 'Auferstehung zu verkünden, in dem alle jüdischen Gemeinden und alle Jugendverbände in allen Ländern durch alle zwölf Monate hindurch neue und große Anstrengungen machen sollen, das Herz Israels wieder seinem Gotte zuzuführen und Im Volke den Glauben der Väter, die Liebe zur heiligen Thora und die Begeisterung für seine geistigen Schätze, aus denen die Mehrheit der Juden unserer Generation keinen Nutzen mehr ziehen kann, zu wecken. SicherlichJst die Erlösung Israels nicht in unserer Hand, aber die Umkehr (Teschuwo), die allem vorangeht, ist Immer, geschweige in einem heiligen Jahre wie diesem, in unserer Macht gelegen. Sehen wir ci nicht in unserem täglichen Gebete, daß wir'nach der Erkenntnis zu allererst um vollständige Umkehr bitten? Sie wird ans-auf den Weg bringen, auf dem wir alle die vorzugsweisen Gnaden erlangen werden, um die wir stehend (baamido) beten,"