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Der Aufstieg · 1930-05-01 · 2 (5.1930) · p. Seite 56

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Journal
Der Aufstieg
Volume
Band 1 (1930-1932)
Issue
2 (5.1930)
Date
1930-05-01
Page
Seite 56 (sequence 24)
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DAS EINSAME VOLK. Dr. M ASCHER. — DER JU ED ISCHE ROBINSON. — Imprimerie Fred. Bach, Bex-Ies-Bains (Suisse). Wenn m»n ein neues Buch von Ascher In die Hand nimmt, so weiss man, dass man einen Hauch aus den reinsten Gefilden der Seele und des Geistes n ■pflren bekommen wird. Und diese sichere Erwartung wird auch beim «Jüdischen Robinson> nicht getäuscht. Daneben wird die Neugierde, auf welcher einsamen Insel dieser Robinson sieh einrichten nrusste, auf eine gar nicht alltagliehe Weise befriedigt. Die Insel ist nämlich New-York. Einsam in der rauschenden Weltstadt, einsam im Hexenkessel der Begierden nach Geld und Lust — und dies nicht etwa aus dem Zwang der Verhältnisse herau*,sondern kraft stolzer innerer Entscheidung des sein jüdisches Menschtum emstnehmenden Uberlieferungstreuen Juden. Und im Grunde reicht die Einsamkeit noch weit über die Grenien von New-York hinaus, im Grunde ist sie Einsamkeit inmitten der ganzen modernen Welt mit ihren dem jüdischen widersprechenden Lebensstil und Lebensrythmus. Es gibt wohl keines der heute viel diskutierten Proble- <lai den jüdischen Robinson in seiner Einsamkeit nicht beschäftigen würde, nicht zum mindesten das Ertiehungs- und innerhalb dieses das Problem der Geschlechter. Und für alle hat er die Lösungen, die dem Judentum entsprechen, Es ist sehr, sehr viel Erfahrung eines mühe» und kämpfereichen Lebens, sehr vi«! abgeklärte Weisheft in diese Robinsonade hineingearbeitet, und vor allem ist — was für unsere ausser Rand und Band geratene Zeit ja wenig bedeutet — ein unbändiger Wille cur Erhöhung des seelischen Standard of Life darinnen. Gegenüber diesem Reichtum hat es nicht viel zu sagen, dass der Derech Eres in der bekannten Forderung Taaro im Dereck Em allzu pauachaliter betrachtet ist ' '\ ZW KI TRO ESTER. JIZCHOK MENKES. — DI GESCHICHTE FIN DER JIDI- SCHER PROBLEM. — Riga, 5688 (1927). ELI ES ER SCHINDLER. — LIDER — Wilne, 1929. Farlag «Grininke Bejmelech». ( Von twei Menschen will ich hier sprechen, die mir in den letzten Jahren auf , meinem I/eben*wege begegnet sind und die mich für Erfahrungen, die ich mit anderen machen musste, reichlichst entschädigen. Junge Menschen sind es, der eine lange noch nicht halb so alt wie ich selbst, der andere etwas mehr als halb so alt. Und im Grunde genommen in ihrer Artung sehr verschieden von einander. Der eine ein Denker, der andere ein Dichter; der eine gehalten, der andere feurig; der eine litauischer Herkunft, der andere aus galiaischer Chasaidin - Familie. Und doch will ts mir scheinen, dass sie zusammen gehören, denn ich sehe, wie sie beide vor dem kosmischen Pathos Israels in gleicher Weise erschauern, wie sie, von Seinem gegenwärtigen Jammer im Tiefsten beunruhigt, nach neuer Grosse ausschauen; ich sehe.wie sie beide gegen alle Verderbung des Konzepts des Gottesvolke« durch moderne Klischee - Zusätze und trotzdem oder ' eben deshalb duldsam und aller Entfaltung des Menschtum* hold sind und wie— sie trotz aller Versuchung von dem heute gangbaren Jugenddünkel freiblieben. Als ersten lernte ichJischok Menke« kennen Es war in Kowno, Li- 5t)

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