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Der Aufstieg · 1930-05-01 · 2 (5.1930) · p. Seite 50

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Journal
Der Aufstieg
Volume
Band 1 (1930-1932)
Issue
2 (5.1930)
Date
1930-05-01
Page
Seite 50 (sequence 18)
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i.enien? Wohltuend heben sich gegenüber dienen Verblendeten jene von ihnen maaslos An«' K' iffemn und Besenimpften ab - - .und es sind dies gerade die besten und reiisten, unter den lülirendeii der zionistisch Belegung — die, zu Vorsicht, Ümaicht und Einsieht imni,1 K« i»t freilich'nicht «ehr wahrscheinlich, dann sie a.ch uiiichscUen werden,- und noch eine Frage, ob nie, wenn sie sich durchsetzen wlltea, die Situation leiten können. Denn,wenn nicht alle Anzeichen trügen, mU en ju doch Ihre Vorsicht, Umsicht und Ensicht an einem gewissen letzten Tunkte, den sie mit ihren radikalen Widersachern gemeinsam haben, Halt machen... ' i** '. . Das* die Palästina - Katastrophe auch für uns überlieferungstreue Juden ein furchtbares Erlebnis bedeutet, ist selbsUerständlich. Ebenso, dass es uns drängt, dmi.it in irgendeiner Weise fertig zu werden. Nur sollten wir uns_ picht zu Invektiven gegen England, zu wilden Ausfällen"gegen die Araber und auch nicht zu heftigen Vorslössen gcgin die Zionisten verleiten lassen. Alles das führt im besten Falle zu nichts. Unsere Sache ist es, in sticnger Beherrschtheit zur allgemeinen Beruhigung beizutragen und, sobald diese eingetreten ist, Wege und Mittel zu finden, um Erez Jisroel zu einer Stätte würdigen Judentums und hervorragender innerjüdische! Funktionen zu machen, andrerseits das Volk Gottes du in: stille und echte Verlänulichung.überall wo solche angängig is,und durch ein strammeres, über alle Länder hin einigendes geistliches Regiment aufwärts zu lühren. Wenne je, so iest es jetzt an der Zeit, dass wir mit dem eigenen Schlendrian und den fremden Irrtümern, die sich bei uns eingeistet haben, aufräumen. VERLAENDIJCHUNG UND MATERIALISMUS. In einem der Artikel, die Dr. C. C. in der letzten Zeit im «Israelit» veröffentlichte, wendet er sich u. a. auch gegen die Verländlichungsforderung — zunächst mit folgenden Worten : <Der Weg der Menschheit führt nun einmal — man mag dies noch so sehr, bedauern — zur Technisierung, zur Grossstadt, zu wachsenden Bedürfnissen. Dieser Weg kann nicht gewaltsam umgebogen werden. Ks mög*n vielleicht einige oder gar viele die Knergie aufbringen, auf dio Annehmlichkeiten der Grosstadt oder auf. das Erwerbsinteresse im Wirtschaftsleben zu versichten, die Masse wird ihre von der Kultur vorbezeienneten Pfade weiter wandern; das Gesicht der Masse, der jüdischen sowohl wie der iiichtjüdischen.'wird durch die Heimkehr der anderen zur Natur nicht verändert. Ks ••« de .tet auch unnütze Kraftvergeudung, sich der wirtschaftlichen Entwicklung entiregenstemmen zu wollen. MafSentimentalitat kann map keine Zukunft gestalten.» Nun, in grellerer Uebersteigerung lässt sich das übliche Argument der Kntwirklungsfanatiker nicht aussprechen.Und liesst man bloss diese Zeilen, *o könnte man glauben, dass ihr Verfasser den angeblichen Weg der Menschheit für einen endgültigen und für einen Weg bis in die äunsersten Konsequenzen hält. Aber schreibt er nicht selbst an einer andern Stelle seines Artikels: <I>a» Religiös« ist die Beziehung des Menschen zu Gott; es geht von der Seele aus, von dem Gefühl des Menschen für das Unendliche. Da es sich also auf das innere Leben des Menschen bezieht, so musste die moderne Technik mit den übrigen seelischen Funktionen auch die Religiosität verschütten. Wir Juden wissen davon ja am ersten «in trauriges Lied zu singen. Welche Verhee- 50

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