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Der Aufstieg · 1930-04-01 · 1 (4.1930) · p. Seite 19

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Journal
Der Aufstieg
Volume
Band 1 (1930-1932)
Issue
1 (4.1930)
Date
1930-04-01
Page
Seite 19 (sequence 19)
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Antra Mann, der im Mittelpunkte dieses Wunderbaren steht, zur Tageaordnung übergegangen. Und auch die Thoiatreuen, die erst recht luitt«-n aufjauchzen müssen, sind stumm geblieben... ZUM PROBLEM DER TyOKATItEUEN SCHULE. Dr. LEO DELTSCHLAENDER. — «DAS ERZlElfUNGKWERK DER --GtyfiT%ESTREUEN JUDENHElf. — Referat über den Heien Hatho- Kratattet der zweiten hcriessio gedaivlo, 6689-1 fi>29. — Vetlag der Hermon-Druekerei, Frankfurt a/Main. \]s ist sicher keijk Zufall, dasi das üebiet, auf dem die Agudas JisroW 'wesentliche Erfolge aufzuweisen hat, das des Unterrichtswesens. ist — aowie e* ja auch kein Zufall ist, daas sie gerade für dieses Uehict eine in Hinsicht auf alle thoratreuen Gruppen neutral gedachte Sonderinstitution, den «Keren Hu Ihora» geschaffen hat. Der vorliegende Bericht weiss uns nun von berghohen Schwierigkeiten zu erzählen, denen die orthodoxen Schulbegehungen ausge ■eist .sind. V<>n aussen feinden die uri- und antireligiösen Gruppen, insbesondere die blindwütigen extremen Narren, in giimmigster Weise an und es gibt zu denken, dass bei ihrer Erwähnung dem Verfasser des Berichtes auch folgende Worte in die Feder fiiessen : «Doch nicht nur dem Viiterglauben werden die anderen (die Schulkinder, die keine religiöse Krz.ehung gemessen) entfremdet, sundein es bieitet sich, wie die Tagesgeschichte lehit, insbesondere unter der ertlichen Jugend mit dem religiösen immer mehr auch ein politischer Radikalismus aus, der nicht nur die Judenhcit der betreffenden Länder schädigt, sondern ernste Gefahren Uber das Gesamtjudenlu.m heraufzubeschwören beginnt. Wie gewissenlos diese religiös und politischentwurzelte Jugend das ganze jüdische Volk, in Verruf zu bringen droht, zeigt die Tagesgcschichte mit furchtbarer Eindringlichkeit.» Noch bedeutsamer sin/1 die inneren Schwierigkeiten, auf die das thoratreu- Erziehungswerk s'tosst. Sie sind einerseits, wie der Bericht meint, der anormalen Lage.des jüdischen Volkes zuzuschreiben, das nicht nur keinen Staat hat, der die JoschiwaUs, wie die Staaten der andern Volker ihre höheren Schu len, unterstützen könnte, das sich vielmehr noch von den Staaten der Anderen in's Schutprogramrn hineinreden lassen muss. Andererseits sihd sie, wie wir die Meinung des Berichtes formulieren mochten, durch die lehrtechnische, pädagogische und auch grundsätzliche Unvorbereitetheit, der ostjüdischen gläu bigen Massen, um die es sich ja in der Hauptsache handelt, gegeben. Nun, niemand kann lengnen, dass diese Schwierigkeiten bestehen. Aber eine von ihnen, der Mangel der Erhaltung höhere!; Schulen durch den Staat, könnte ohne Staat behoben werden. Ks gibt auch andere Religionsgesellschaften, die für ihre nichtweltlichen höheren Schulen ohne Staatshilfe auskommen müssen iind auch, auskommen. Wir könnten es ebenso, wenn wir endlich einsehen würden, dass der jüdische Zibhur Gedanke nicht in Gemeinden, — die nur Zellen im religiösen Zellenstaate sein sollten — sondern eben in der gegliederten, von aller Anarchie erlösten Gesamtheit, in der Allgemeinde, der anzustrebenden wohren Kneaaca Jisroel, zu gipfeln hat. Was wieder die ÜnvorhereiteÜieit der ostjttdischen gläubigen Maasen anbelangt, so verbirgt sich hinter ihr ein Problem, daa weit heikler und komplizierter ist, als es dem Berichterstatter «r-

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