Der Aufstieg
- Journal
- Der Aufstieg
- Volume
- Band 1 (1930-1932)
- Issue
- 1 (4.1930)
- Date
- 1930-04-01
- Page
- Seite 17 (sequence 17)
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Grab reiht «ich an Grab und Über jedem ein Siein. Und gibt jeder dieaer 8teine Künde von einem Menschenkinde, das unier ihm ruht, M ixt es fast, als oh aiie suzammen vom Sterben einer Seelenuml Volksgemeinschaft erzählen wollten. Du kannst strassauf, straasab durch dieM Giuberstud- »andern, bia Du endlich einmal einem Grabstein begegnest, der eine heluaische Inschiift tiac'. Und dann kann es noch sein, das» Du sie zutullig auf der dem Vuruiierfeher,- den abgewandten Seit« des Steines entdeckt hast. Du wirst nachdenklich unl traurig. Du kannst ja, wenn Du willst, dieses Kehlen des Hcbiaischen auch a11 eine misslungene De'munstrution iür das hebräische auliussen, die etwa sagen will, dass es an den Ort des Lebens und nicht des Todes geliore. Aber D'.i willst nicht. Du weinst jal.tfsser, was es ist: hin Zeugnis lur das Ste.ben jüdischer Lehre und jüdischen Lelien.-, in der Gemeinde, die zu diesem Kriedli'.f gehört. JA, WANN? ,._\ IMK BALLIERE. — DAS -UNBEKANNTE HEILIGTUM. — Aus dem Französischen von Z. Holm. Mit einem Vorwort von Leo lia'tk. — Zweite Auflage 1929. Welt - Verlug Bertin. Man könnte schamrot werden vor diesem Manne, der seine religiöse Laufbahn als frommes katholisches Kind begann und dahin gekommen ist, da>s ihn wohl niemand auf der weiten Welt an Duichdtungensein von der Vtuhiheit dn* Judentums,-««^Liebe zum jüdischen Volke, an Krkenntnis von dessen fortdauernder Auserwkhltheit, an Willen, die Menschheit von der. Sendung Israels zu überzeugen, übertreffen könnte. Bescheiden spricht er vun seinem Buch als von einer Berichterstattung. Aber was sind dus für. bencliet! ScelicheMe« wird seelisch greifbar. Im Innersten aufgewühlt, liest man von den Wegen un I Erlebnissen einer Menschenseele, mit der die göttliche Vorsehung offenbar Besonderes vorhat. «Zufallig« gab es im Elternhause Pallieies eine Dörenthe illustrierte H!.<• . Darin hatten es ihm die Gestalten der PaM laichen und Helden dli sogenannten alten Testamentes besonders angetan. Spalei holte er sah mit alier Willenskraft aus einem Buche, dus er «zufällig» bei einem BtraMtnhUfhhändrtr erstanden hatte, Kenntnisse des Heliräitchin und der jüdischen Keligionsübun^. Bas Hehiäische liess ihn nicht mehr los und wind für ihn die stärkste Lockung zum Judentum. Bald stelUe er sich selber eine Ait von Tenllin her. Ein Siebzehnjähriger erfuhr er die Bcsiegelung seines Schicksals, abi er an e_iriem Oktobertage beim «zufälligen» Voiuliergehn un der Synagoge seiner Vaterstadt Lyon sich .entschloss, einzutreten, «zufällig» gerade zum NeUo*ü*baf ka-i und die s linksten Kindrücke empfieng. Und Jahre später: Se.ne von ihm tütet alles verehrte und geliebte Mutter, der seine Hinneigung tum Judentum soviel Schmerz bereitet hat, liegt im_Steji>en — est ix «zufällig» Kiew Jaum kippur. h> will sie nicht verlassen, sie aber drängt ihn, seiner vieljahrigen Gewohnhet gemäss, zu Kol Nidre zu gehen, Und am' Jaum kippür Moigen stirbt nie... Doch ist Falliere nicht etwa bloss ein begnadeter Kühlender, er ist auch ein Mensch, den es zum Wirken treibt. Was ihm in der Hauptsache vorschwebt, ist, um et kurz herauszusagen, nichts weniger als die Liquidierung der letzten swai Jahrtausend« durch die Christenheit, und er fühlt sich berufen, et»t« du 17