Der Aufstieg
- Journal
- Der Aufstieg
- Volume
- Band 1 (1930-1932)
- Issue
- 1 (4.1930)
- Date
- 1930-04-01
- Page
- Seite 16 (sequence 16)
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«üeaas fnrchlen slenachenpl&ne können scheitern, wenn sie voreilig gefaaat oder mein mit Umsieht ausgeführt wurden. Gottes fian j< doch trügt die Bürgschaft om endlichen Gelingens in »ich. Üie Nituiinn?cliiiungstellung de« arabischen Faktor» und manch anderen L'ebersehen huue.i sich bitter gerächt und wer w«i*i, ob nicht die Wege zur Erfüllung u«i; e-cheidensten Erez Jisroel- WUntche vorlaufig verlegt »ind — nesoinieis, wenn wir dag alte Wort vom ^PIC KS« vom Ubereilten Volk, weilet »u gmnzend wie bisher rechtfertigen aollten. Gottes Plan und Gottes Veiheissung tb*t werden von alledem nicht berührt. Leber alle Niederlagen, die wir un» noien, hinweg siegt er, wird er siegen. Selbst wenn es irgendwann dazu ,kuiiinn:ii*"solite, dass tausende Enttäuschter von ihren Bestrebungen unu sogar yom Judentum abrücken — es werden noch immer Hunderdtausende bleiben, die nie zu enttäuschen sind und sie werden einmal lernen, dem Judentum in «einem tiefsten Sinne nachzuleben. Und dann wird — alles gut werden. , ■ e GELD UND SYNAGOGE. . ■ . *«niM . ---- Im «kleinen Feuilleton» des «Israelit» schrieb «Hakatan» über «Kapitalismus und Synagoge». Er wandte sieh in seinem Aufsatz gegen zwei Uebel- »tände: Einmal dagegen, dass bei der heutigen Alt der Uebung des «Schnodemi» dieser Akt «sowohl zeitlich als auch inhaltlich so stark in Erscheinung trete, all ob nicht die Verlesung der Thoia das Wesentliche sei, sondern eben der -praktische. Gesichtspunkt». Und dann. gegen das heutige «System der Verteilung der Ehrenfunktionen», nach dam — «eine im Gotteshause unangebrachte "Verneigung vor dem Geldbeutel» — «es vorwiegend immer wieder die Betaitzenden sind, die von' den Synagogenvorstehern zu den Ehrenfunktionen herangeholt werden». * Es im klar, casa diese beiden sehr mit Reiht gerügten Uebelstände — das Wort ist viel zu zahm — von zwei Dingen leben: Von der Ehrfurcht vor dem Gelde und vor der Furcht vor dem «finanziellen Ausfall», wobei wieder diese" Furcht, zum. grossen Teile wenigstens, von jener Erfurcht lebt. Steckte nämlich die Anbetung des Geldes den Leuten nicht derzeit noch so sehr in den Knochen, so wurden sie doch einmal den Mut aufbringen, sich zu fragen, ob das «Schnödem» und der Veikauf der Kibudim wirklich eine unbedingte und ewige finanzielle Notwendigkeit ist? Bleibenden Uuhm würde sich die Gemeinde erwerben, die als erste den Bann brache um! sich entschlösse, es mit einem andern System zu versuchen, damit (lern Goiteshause die Reinheit gesichert werde: die ihm gebührt, und den Betern die AndachUmögliehkeit, auf die sie Anspruch haben. Der Erfolg würde, nach eineschwereren Uebergangsieit, »chlieüslicrr "doch nicht ausbleiben. Denn am Ende ist ja nicht anzunehmen, dass ein thoratreuer Mittelstand und thoratreuc lteiche so untreu sein sollten, ihre Synagogen verfallen zu lassen, weil sie keine Gelegenheit mehr finden, ihre Eitelkeit zu befriedigen............ DAS ZEUGNIS DES FRIEDHOFS. Der Friedhof einer grossen deutschen Judengrmeinde — es ist ja gleichgültig, welcher. Eine Stadt der Toten. Der Längs- und Querstrassen eine Menge. 16