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Der Aufstieg · 1930-04-01 · 1 (4.1930) · p. Seite 15

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Journal
Der Aufstieg
Volume
Band 1 (1930-1932)
Issue
1 (4.1930)
Date
1930-04-01
Page
Seite 15 (sequence 15)
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anderen deutlichen Strome hinabfliuaen und noch viel« Kahler werden gemacht WKMMOi bis u*-" Deutschen und den deutschen Juden dien« Erkenntnis geworden sem wird — jedenfalls is est sicherlich richtig, dui m manch« Juden in ihrem r.iier, «ich Geltung zu verschaffen oder auch dem deutschen Volke bu dienen, . :tn zu wenig Zurückhaltung auferlegen. Und Walter Bloem verdient noch langt nicht iur Mine Meinungsuusseiung ""l scheelen Augen angesehen und zu uen Antisemiten abgeschoben zu werden JSoll solches Verkennen ewig so wet- MtgebWl ist u&rob noch zu wemgen wohlwollenden Nrchtjuden die Geduld gerissen'.' Mus« unbedingt dafür gesorgt werden, dass sich die Zahl unserer feinde stetig um begaule, ehrliche und von Haus aus uns wohlwollende Menauien HlgrikmwT Es sieht fast danach aus, als ob wirklich eine solche Notwendigkeit bestünde. EINE EÜltöuilUNUiSAlJEUAtiE. bor oberste Gerichtshof in Wien hat die He Vision des Rigaer jüdischen Studenten Haiamunn gegen das Urteil des Insbrucker Geschworenengerichtes ver- . ,,;,ti.. Es tfic>ut ul. o dabei, dass Halsmann für seinen angeblichen Vatermord nur die Strafe iur Totschlag, vier Jahre schweren Kerkers, erhält. Man muas sieh über soviel Milde wundern. Worüber man sich aber gar nicht mehr wundern sollte — das ist die Schuldigsprechung selbst. Wir wissen doch schon lange, dass von nass-uifd Misstrauen gegen die Juden Befallene das Vermögen ruhigen brteils einbüssen, wenn sie einen Juden richten sollen. Lieber sollten wir bei einer solchen Gelegenheit wie die Verurteilung Halsmann's Aniuss nehmen, über den negativen Erfolg alles dessen, waswir bisher («gen .den Antisenuti.-mus unternahmen, nachzudenken. Oder dürfen wir uns länger darüber tauschen, dass alle unsere Beteurungen, Beschwerden, Anklagen, alle unseren politischen Anschlüsse uns nicht geholfen haben'.' Hat nicht trotz alier unserer Bemühungen in den letzten Jahrzehnten Judenhass und Missach tung der Juden von Jahr zu Jahr an Ausbreitung und Heftigkeit zugen'ommen i Ist die Vlut.der verrückten oder kriminellen Elemente und der von Ihnen Verhetzten, das (Kischusi der Lumpen und Narren, nicht immer lauter, ist die schwelende Wut der Stillen, das «KMchua» der anständigen Leute — das den Lumpen und, Narren den Kücken deckt — nicht immer verbissener geworden? »ic, «c,iin al.o unsere bisherige StcHungnuhhie zu den nichtjüdischen Mitbürgern gi-undiaisch wäre, wenn in ihr ein Moment läge, das, statt sie abzuwiegcln, s.e aul wiegelt? Lnd sollte es sich nicht lohnen, nach diesem aufwiegelnden Momente zu forschen?... Namentlich für uns Thoratreue, die wir ja schliesslich nicht geschworen haben, alle Narreteien der Anderen nach- und mitzumachen... ENTTAEUSCHTE UND N1CHTENTAEUSCHTE. Auch diejenigen, die, um sich und andere zu trösten, auf die Situation In unserem heiligen L»nH» HntvV, v«rHfin»nitigtgH«»r blicken, wissen ganz gut, das» sie gründlich verfahren ist, und auch in ihren Herzen wohnt Unruhe. Das ist verständlich. Aber nicht verständlich ist, wenn manche unter ihnen, die noch Sinn für das Judentum selbst haben, in ihrer gedrückten Stimmung für IS

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