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Der Aufstieg · 1930-04-01 · 1 (4.1930) · p. Seite 7

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Journal
Der Aufstieg
Volume
Band 1 (1930-1932)
Issue
1 (4.1930)
Date
1930-04-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
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'Auf-der-Stelle-Treten, ein müdes Trotten am lässigen .Zügel des Rilus, sondern, indem wir blanken Auges das fern und doch im Heist so . nahe Ziel ergreifen, uns ihm mit gesammelter Kraft' entgegenwerfen. Lange genug haben wir untätig an den I-*»gerfeueimv#erastet: .'etz't gfltes aufzubrechen zu einem neuen .verwegenen Zug.un dessen kr Ende uns die'Täler und Firnen des verheissenen Reiches winken. Zwischen'VeYbeissung und Erlösung streckt sich der Weg. Ist der ". Ausgangspunkt erkannt und das Ziel gesetzt, so ist auch der Weg vbn beiden Baden-her bestimmt. Dass die Erlösung nur über das eigcuViVolk und nur im Bunde mit Gott möglich ist, ist uns nun eine »VahnnMky^in idchl mehr zu erschütternder Gültigkeit. Und die ernste Krk»'iint:iis,vH4««aus ihr'folgt, ist, dass wir den Bund mit Gott währ,.-— zu mächen, dicsse^u^igart-ige Beziehung aus ihrer fast ■ nur mehr nibtapnyslstjien Geltung wieder in das reale Sein zurückzuführen haben. Wir müssen als Gesamheit, als Volk wieder das fechte Verhält- . oisizy '!(>t,t, die unmittelbare Verbindung mit dem Unendlichen finden, die ihismii einer trüben und verworrenen Zeit entglitten war. .' t / Und dieses <c rechte » Verhältnis, das wir suchen, wird allein durch die blosse Iiechtsbeziehung der_Eo_tmässigkeit unter das Gesetz nicht vidi ausgedrückt: es verlangt darüber hinaus eine ursprüngliche Rev t;;t. ein den gdnzen Mensehen ergreifendes religiöses Lebens- 'füjil, ei« spontanes Schenken aus dem Kern unseres Wesens; es Will ein Verhältnis von LiAbenden sein, reich an heimlichen Spannungen und gefährlichen ^Verwicklungen, ein Wechselspiel von Gebühren und Versagen, von Nähe und Ferne, von stolzer SelbstverähtwortiJng und Demut ohne "Mass. Es fordert ein Aüfschliessen von verlassenen Gründen, Rückkehr in eine halb vergessene Landschaft von seltsam bewegter Gestaltung, ein Wandeln auf schmalem Gipfeigrai und auf breiten sonnigen Hängen; es. will, dass die innere Problematik der religiösen Seinsweise und das Bewusstsein von v der .« Gefährlichkeit » des « Lebens vor Gott » für uns wieder wichtig wird^ wichtig jn einem sehr dringenden und prfmärem Sinn: es will also Differenzierung und dadurch Intensivierung des religiösen Le-. bens, wache, lobendige Religiosität. *' . Religiosität: nehmen wir dieses misshandelte Wort wieder in«ehrfürchtende.Hände und befreien wir es von jenem schleimigen Wust, _ unter dem es seinen wahren Silin beinähe verloren hafte. Wir wollen -nichtswieder dem Irrwahn verfallen, als sei ein rechtes Verhältnis—-izu Gott — wo es um die Gesamtheit geht und nicht um begnadete Einzelne — durch blosse Innerlichkeit ohne Verbindung mit Form möglich. Wir wissen, dass Religion undenkbar ist ohne Form, Gehör-

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