Allgemeine illustrirte Judenzeitung
- Journal
- Allgemeine illustrirte Judenzeitung
- Volume
- 1 (1860)
- Issue
- 5 (31.8.1860)
- Date
- 1860-08-31
- Page
- Seite 36 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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»» 36 e»— \lab« 50.V) r. 35?. — 1290 n. (ihr. aufgencmmen wurde, liefen uns 'die Anzahl der jüdischen Gemeinten in ganz Castilien unk gibt uns Aus schlüsse über die tage der Juden in ihren Beziehungen zu den Christen, selbst nach rem Tore res weisen Königs, und beweist, bis zu welchem Grade sei» schützender Einfluß trotz der Bcrirrungen seines Sohnes ging.- Tie in rer Statt Huete aüsgenommene Tabelle zeigt am deutlichsten reu Austank rer jütischen Bevölkerung in Castilien, d. h. 1. die norm, in rer rie Abgaben entrichtet wurren: 2. bie Summe der Kopfsteuer, die sich a.,s 2,r>64.*.V> Maraveri's belief: unk 3. den Wertk des Maravedi, der ramals 1 י > T inare galt. Man kann also ganz genau berechnen, daß rie Seelenzakl rie am Ciide res 13. nnr zn^Anfang des 1-l. Jahrhunderts in Ca׳ stilien aus 1;״.'.04־ r■ gekommen war, an rie Capitel und Prälaten die Summe von -0,64*00 > Tenarc ablieserle. Man batte in ren ältesten Zeiten in Castilie» rie Sine, in den fe•־ ״ gliche» Häutern jütische Cinnebnier für rie Abgaben der Waaren zu ernennen. To wurren rie königlichen Renten unter rer Negierung Alpkons' X I. ־«*n Ton^m'ap!׳ r'Ccija, einem Manne von grostem Talent verwaltet, welcher beim König in großer tonnst stanr. Cr Kob ihn zu seinem Natk nur gab ilnn cme Stelle im Palaste. Cr verstand seinem Bolke einige Bergünstigungen zu erwirken, wnrte jetoch schon im Jakre 1327 turch rie Corres von Marrir gestürzt. Seilrein wollte der König riete Stellung keinem Juren medr übertragen. Sein Sob», König Ton Petro, war ter jütischen Nation nicht weniger als sein Baker geneigt, inrcm er aus tie ersten Sielten des Reiches die ausgezeichneten Persönlichkeiten derselben berief. Jerennann kennt rie <s'c’d>tcluc Samuel Vewl's, alle Wdk bat von seinem unermestlicheu Neichtkmne gekört. Ton Petro ernannte il׳n zmu Berwaltcr res Kromchatzes. Ter sicheiste Beweis rer Begünstigungen, welche i'ewi für seine Nation erhielt, eriüirt noch in ter Statt Toleto. Tiefes Tenkmal erregt zugleich rie Beivuiirerniig rer Künstler und rient als AneiteNing Skuricn zu uniernelnnen, deren Neiulla! geeignet ist. rie Geschickte SranienS zu seiner Zeit in ein klares zückt zu setzen: ich meine rie Snnagöge, welche kcukzutage unter kein Namen ״Tranüto" bekannt ist. unk welche sich in ren Häuten ter Johanniter be׳ nutet. Trotz dem Gesetz, welches ren Nabbinern re» Neubau eines Tel» v.ls verbot nnr mir rie Nestauration tos bestekenren Gotteshauses erlaubte, genakiere rer König, last Meier Älreli mir 1360 riese köstliche Snnagöge mit allem Äuswand aussükrte, in rem sich ter maurische Banstnl in seiner köcknen Pracht zeigt. Tie Juren wollten dem Könige Ton Petro einen Beweis ihrer Tankbarkeik geben, indem sie aus zwei große Steine, tie noch, wenn anck sckleckt. erkalten sink, zwei Inschriften eingraben ließen, reren Jnkalk solgenker ist. Cnkens: ״ T ie Barmherzigkeit Gottes Kat es wokl gewollt, ,,nnrer uns Richter mir ,Hinten zu erwecken, rie uns von unsern Ilnker- ״rrirckern nnr Feinten befreiten. Wir, rie wir uns in tictnu b'anre besin ״ren. sükreu tiefes (Gebaute. mit starkeni nur mächtigem Arm aus.- Ter ״Tag, an rem es fertig geworren ist, war ein großer Freutciitag für rie ״Juren, welcke von allen Cnren ter Welk herbeigeströinl nnr, um zu seken, ״ob es ei» Mittel gebe, über inis einen Herrn zu setzen, rer für »ns rine ״Fenung ■־i. sei, mit leerst mir Talent ausgerüstet, um niisern Staat zu regle ,,ren. Cin sclcker Herr sank fick nickt unter den Anwesenren, aber Samnel ״Kat sich über nns erhoben, um uns zu Kelsen, unk Gott ist mit ihm und ״n»s gewesen. Cr Kar (*nate unt Barmherzigkeit für uns geslinden. Cr ״war ein Mann res Kriegs nnd res Frietens, mächtig in allen Stärken ״unr ein großer Arckirekt. Ties ereignete sich in den Aeiren tes Königs ״Ton Petro, t^otl sei ik»1 gnärig unt külfreick! Cr vergrößere. sein ״Reick, macke es glücklich unr erbebe und stelle seinen Thron über alle ״Fürsten! (*ctt sei mit ihm unr seinem Hause. Jerer remütbige «ich vor ״idm, mir rie ׳Großen mir Starken rer Crke werden ihn kenne» lernen. ״Alle rie seinen Namen hören, freuen tick ikn in allen Reichen zu verneb- ״iilen: unr es sei aller Welk kundgetkan, raß er geschaffen ist, um für Js- ״rael eine Stutze u»r ein Benkeiriger zu sein!" Tie letzten Worte dieser d'egcnre beweise» klar, raß rer König Ton Petro seinen Sckutz den Juden angereihen ließ, rie ihm dafür alles Glück unr Gereihen wünsckren. Ter *ttibalt rer zweiten ist solgenrer: ״Mit seiner Oes Königs, Hülse nur Un- So tie tranzöniche lieber״< .׳ Revue de, Ra<׳es latine, 30. Juni סייא, j>ag 47 4, ras ׳oani'che Original bal ׳'.»־»,.'.',l ״terstützung haben wir beschlossen, diesen Tempel zu bauen. Frieden sei ״mit ihm und seinem Geschleckte unk Erleichterung in all' seiner Arbeit! ״Heute hat uns Gott befreit von der Gewalt unseres Feindes, und seit dem ״Tage unserer Gefangenschaft haben wir keinen ähnlichen Zufluchtsort ge- ״habt. Nach dem Rathe unserer Weisen haben wir diesen Tempel gebaut; ״denn die Bannberzigkeit Gottes ist gegen »ns groß gewesen. Ton Rabbi ״Meier hat uns erleuchtet; sein Andenken sei in Segen! Cr war geboren, ״um der Schatz unseres Volkes zu sein! Bor ibm hatten die Uns'rigen alle ״Tage den Krieg an ter Thür! Tiefer heilige Mann bat die Armen so ״unterstützt, wie sie nie »nlerstützt worden sind, er ist kein Prophet gewor- ״den, wenn nickt von ter Hand Gottes: er war ein gereckter und vollkom- ״iiicner Mann. Cr gekörte zu deiieii, welche Gott fürchteten und seinen ״heiligen Namen über Alles verehrten: er setzte hinzu, daß er dieses Haus ״nnd seine Wohnung baue» wollte und vollendete eS in einem sehr guten ״Jahre für Israel. Gott fügte 1100 von den Seinen hinzu, nackdein ״inan dieses Hans für ikn gebaut batte, die Männer und mäcktig geworden ״sind, damit dieses Haus sich durch eine starke Hand »nt einer hohen Ge- ״walk erhalte. Man fand in der ganzen Welt keine Nation, welche vor ״dieseni geringer war. Aber Heil unserni Herrn und Gott! Tein Name ״war stark und mächtig, tu hast gewollt, daß wir diesen Ban glücklich voll- ״enden, in guten Tagen, schönen Jakrn, taniit dein Name in ihm lebe nnd ״der Ruf seiner Erbauer in alle Welt ci-schallc nnd man sage: Tas ist ״das Gebet-Haus, welches dir deine Tiencr und Knechte erbaut ״haben, um darin ('Ott ihren Erlöser a» zu beten!! " A i d u s ch. Wenn rie Sabbatlampe sticktglanz strahlend, Milk verscheuchet düstern Schmer;, Heil'ge Ruk' ans jcglich Antlitz inaklent, Wonne senkt in's wunde Herz; * Traußen schon die Sonne westwärts sinket, Tauchciit sich in Abenrrotk, T'rin ans schnee'gcm Kinnen gastlich winket Selbsterrnng'nes Sabbatbrod; Wenn der Saft der selbstgepslanzte» Reben Schäumend in rem Becker kreist, Und wir segnend dann ren Kelch-erheben. Pressend Gott, den Weltengeift: Und wir rann rer Wundertkaren denkeii, . Tic er gnärig uns gelkan. Galt's das Mißgeschick von uns zu lenke», Gatr's zu Kellen sinstern Wal»!: Siek', da fühl' ick stets ein mäcktig Trängen In der tiefbewegten Brust: Jubeln will mein Her; dann in Gesängen, Jauchzen will's in hoher?iift. Ten» nickt ferne sind mir jene Tage, Wo mich nährte fremde Kost; Wo mir meines Herzens bitk're Klage Herbe machte süßen Most: Wo nickt eine Sckolle mir ward eigen, Trans zu kalten kurze Rast; Wo vom Morgen bis zum Tagesneigcn Ick verfolgt war unt gehaßt. Bis rann endlich er mein i'os gewendet, z'ichtgla»; strahlen ließ umher; Bis dann er rie lange Sckmack geendet, Tie getragen ich so schwer. T'rum will segnend ick den Kelck erhebe». Preisend Gottes Herrlichkeit; Ihm, d-m Weltenberrn die Ehre geben, Tankersnllt in Ewigkeit.