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Allgemeine illustrirte Judenzeitung · 1860-08-10 · 2 (10.8.1860) · p. Seite 12-13

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Journal
Allgemeine illustrirte Judenzeitung
Volume
1 (1860)
Issue
2 (10.8.1860)
Date
1860-08-10
Page
Seite 12-13 (sequence 13)
Language
German
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\ Herr C^rcßmann, der in Felge seines wissensckaftkicken Strebrns als ordentliches Mitgliek des ung. naturwissensckastlichen Vereins gewählt wurde, hat seine Maschine dem k. k. -Iosess-Polntecknieum in Cfcn, dessen Zögling er war, zum beschenk gemacht, und ist ihm een rer Tirection dieses Instituts ein Handschreiben;!!gekommen, welches wir der Mittbeilung in Ihrem Blatte wehl wenh erachten: ,. L ie een Ew. Wohlgeboren nach ricbtigen, bisher dabei nickt in Anspruch genemnienen phvsikaliscken Principien censtruirke Lustpuniee. welcke 2ie fern Institute zum Gesckenk!nackten, erregte als ein sprechender Beweis der seNdaucrnken literariscken Tbätigkeit, welcke Ihnen bereits als Instituts - Zögling eigen war. sewehl bei rem »Gefertigten, als anck bei rem Lehrkörper große Freude. Wir alle sagen Ihnen dafür unser!, - herzlicksten Tank. -— Aber audv rie docklkbl. k. k. Tranhaltcrci'Abtkeilung in ien, welcke von dem erwähnten »beschenke in Xeiiutnist gesetzt wurde, ertheitte rem Geseriigtcn unter dem x. Text. I *.־)'.>, Z. 22'.יי reu crsreulicken Auftrag, in ihren! Rainen Ew. Woklgeboren die gebükreute Anerkennung njtc Tank fckrifklick mit;!!- tkeilcn. Bon rer Tireetion des k. k. Josefs- Bolvtecknieunis Cft'11,זti•!! 14. Juni 1 1(«■י >. H. Bi aucr n!. Tireelor." Tr. Woblgeboren Hern! IgnalZ »^rost mann, Proseffor rer Mathematik an rer Bester Hanrcls-Akaremie:e.!1! Best. An rer k. k. israel. Musterhauptscknle in Pest werten rie riesjähligeu esfenklickei! Hauptprüsnngen den 14. August r. I. in ren Bormittagsunr Nackmittagsftunrcn, unt rie Einsckreibungen für tas näckste Tckuljabr am I., 4. ünr October statistnren. Tie Brüsuirgen an rer hiesigen iSracl. Normalhauptsckule werden am 14. August r. I. stalkstiiren. :!. In! Pcstkr Zsraclitcnsvital wurden im Iakrc l<»l« — laut rem eben verörsentlickten Ausweise —;V.'4 .»iraiike aus tem Eivile unt 4י°> Manu, welcke über ratriocisckes Anerbieten res EultusverstandeS vom hoben General-Eommando aus rer Zahl der laxieren Xrieger rieser^Annalt;!!gewiesen wurreu, zusammen demnack 1י Xranke verpstegl. ־ Tie Verpflegung ter größeren Halste, 4ייי> ~ vom Eivile unr 4«'» Militär gefckah gratis. Ter-Gesamintauswaut —Ärzneiest für HanSarme milgerechnet — betrug 11,;».'»7 »Kulten 44 kr. c. W.— An Tpenren, Legaten unr Interesten von Tlistung!losten rer Anstalt^ «; chir in l^olt und 24'--'! »^nlren!י-יי kr. ö. W. zu. O Eine Asncke am Teinxelgebäute. ׳eizl eaS Publikum in Xenntnist, käst der Borstanr rer israel. Eultuszemeinte einen kritten Amienarzt und zwar einen Homoopalben, Herrn l»r. Mar d'öwy, angestellr bat. O In rer levtverstonenen Tabbat-Prerigt sorterte Herr L^ber-Rab- \ . .... . .. . ■י ־■ *-■4srjg*&** &kyji .■GüT•;־.*SV••••< ״.; , m M ע«״ ]«'■Oft •<<? Der •Sefter im gemeiudekaale für die jÄifle de« Handwerk« Verein« in Pell. biner Dr. Meisel in beredten Worten zur Betheiligung an der von dem hiesigen Gemeintevorstand einzuleitenden Doppel-Eollecte zu »Gunsten der ungar. Akademie und für die Ebristen in Snrien auf. Wir zweifeln nickt, Sielt, im Juli, dast dieser Austcrderunz in reichem Maße entsprochen werden wird. tü's Bildungsanstalt.) Lorrespondenz. (lieber jüdifcke Mädchenschulen — Hrn. Joses Szän- Die Zeit, in der man über die Wichtigkeit der Erziehung daS Wort führen mußte, liegt hinter uns, und der Satz des Königsberger Philosophen: ״der Mensch kann nur Mensch werden durch Erziehung" — ist Io ziemlich ins allgemeine Bewußtsein gedrungen; auch kann mau namentlich unseren GlaubenSgenossen gerade nicht den Vorwurf machen, daß sic die Wichtigkeit und Nothwendigkeit der Erziehung nicht einsehen, im Gegenthcile finde! man fast in jeden! jüdischen Hause, wo eS die Mittel gestatten, und öfter auch in solchen Häusern, wo es die Mittel nicht gestatten, Erzieher und Erzieherinnen — letztere namentlich sehr häufig. Jedoch nicht im-!!!er wird bei der Wahl von Erziehern und Erzieherinnen mit der nkthigen Vorsicht vorgegangen, ja in Bezug auf die Erzieherinnen kann gar nicht mit der nöthigen Vorsicht vorgegangcn werden. Warum? — Wir haben keine oder nur sehr ,wenige Erzieherinnen für jüdische HÄlser. > Man halte daS nickt für eine pädagogische Eaprice.^— Wir sind überzeugt, daß auch nicht-jüdische Erzieherinnen in jüdischen Häusern sehr gute Dienste leisten können, wo e« sich nm. die Bildung des Denkvennögens, des Witzes, der Einbildungskraft lind des Scharfsinns, — wo es sich um die Bildung des Gefühls, der Empsindiing —׳ um die Bildung des Charakters handelt, kurz überall, wo ans die intellectuelle, ästhetische und mora-' liscke Erziehung ringewirkt werden soll; auch in Bezug ans die physisch« Erziehung sehen wir hier keinen Untersckied; allein damit ist daS Erziehungsgcsckäst nicht erschöpft. Es fehlt nock etwas, u. z. nicht etwa ein Theil neben andern Theilen, nein, ei» alle Theile zusammenhaltendeSBand: die religiöse Er- Ziehung, Tie religiöse Erziehung ist der Brenn- Punkt, von wclckem alle andern Erziehung«- Momente gleichsam als Strahlen nach allen Richtungen hin auSlaufen sollen. Ohne solche« Band erzieht inan im Menschenleben einzelne Theile, den einen mehr, den andern niinder, nimmeniiehr aber einen ganzen Mert'schen. Freilich eine Xleinigkcit ü» den Augen deSjenigcn. der sick mit den Theilen begnügt, denen das ״geistige Band" fehlt; wer aber auf dieses geistige Bandauf die religiöse Erziehüng nicht verzichten will, der wird einsehen, dast die Erzieherin für seine Töchter mit diesen einer Confession angehören, daß also die Erzieherin in einem jüdischen Hause eine Jüdin sein müsse. Daß wir nun an jüdischen Erzieherinnen nicht eben einen großen Ueberfluß haben, ist eine bekannte Thatsache. . Es gäbe dafür so nianche Gründe anzufüh- - ren, allein wir müssen streben zu dem positiven; Theile unserer Betrachtung überzugehen, nud begnügen unS hier nur anzuführen, daß wir Juden erstlich nicht ganz frei sind von einer gcwiffen Bevorzugung deS Fremdländischen (die vielen staue zösischen und norddeutschen Gouvernanten in Oesterreich bilden hiefür ein nicht hinwegzuläugnendeS Analogon); — zweitens muß eingestanden werde!;,

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