Der jüdische Handwerker
- Journal
- Der jüdische Handwerker
- Volume
- 28 (1936)
- Issue
- 8 (8.1936)
- Date
- 1936-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Auswanderungs- und Devisenrecht Zweifelsfragen bei der Mitnahme von Maschinen anläßlich der Auswanderung Dr jur HEINZ COHN Wie lieicil»;i0drin Vul-nl/ in ilrr i / n n lillia i , -' ii i Zeitschrift l>rk.nun. iliirfcii ii.ii Ii «lern Kiiinlr.i l.iM vi niJanuar ff% /n II \. /illjli Waren iiud I im i< hiiiiiu-- -i geh-läutle; r ■ — I >c-i>nde 1e Spc/i .11 Iii a-eh i neu. dir (Irin Ligcn- Im.I.i! ,|.- Vnww .Uni.-tri- (iiriirii. bei (Irr Alisw andern llg mim ( •( tie Ii in ig :i n S. i Ii t I >r\l-el!-|. Ile m il ueiiom Injn werden. . Nun Ii i! -Uli üIh'.i dir I i lue i ihoben. iiIi dir»»- liei der . iusfcuude.rting mitgenommenen Waren und Maschinen auch .< in (in . iltfd dcvise-iirerhititheii Beschrankfinden dei dcui- -( Ik n I ). v i-riizi -rl/^rlui n^ unterliegen oder oh dir-e dn Giswandcrrr in* Vu-i.nidr Frei verwerten kann. VIII Iiiiii! Min toi nlieirill lim aller Djetillielikril . i|Mil I ihm liirdrnlirit hinge» ie-eil Werdet): der Aliswuudcier " .ili.ili nif -olche Walen. I' in i ich in ugsgitge n-lanüc und M.i- -( liilnfi von der I )r\i-i n-lrllr /i.r Mitnahme Leliehin iu I. dir ki{ein i ü ii Im-iI.i i I dienen. I),i;:r;rn wird eine (.enli- " ii:_.i:*_ /..i Mllii.ihme dcrarllgei ( •cgcuslülldc /Ulli Zwetk' I' W i in\ei anl'ei liug nielii erlrill. Wenn nun lief \ii( ici dir Mitnahme .solcher (•cgrirsiälldc beantragt in ii i \l -niit. -ir weiter /n vcräuMVrn. aber inner der Valin-, -ie /iim t i^i nliedai I /n hcitüligeil. so i-l die auf (.rund -rinn- \ii-.ilirn riwiikte Devisengenehmigung erschlichen >i.d kann viiii der Devisenstelle zurückgenommen werden. \ i.t'rrdi Ii; h il sich aber der Betreffende •»<•liMi.fr stralbai •jn in.K In. I in / v\ ilet kann ilaltri mir darüber be»lcheit. ol> lue Ii liäsrnch dir \ ( i \> ri iinijr ilerarligei mitgenommener i.ejren- I /nla—iu i-l. liei welchen die Absicht der Vervvi i '1 . cr,-i nach der An'-n andei unu anfielreten i-t'. I - la--, i lolurmle I alle denken:!. \,k!i »rimi l'.inu ,i ik Iim i ii ü in (in fremde». Land me.kl 1 i V :'»xv a lulerei. dal' die von ihm in i I;r nomine neu l'.imii- ' iiL-.i _rii-i,in:|r ndi i Maschinen für den villi ihm gcplanü ii l!( i,i Ii Wegen i|er Besonderheiten de».' betreffend! n in!iid(ii I mdeniiLr.-iuin'l sind. . . ' ' J. I )l< Hingenommenen (.egcll-lnnde >iml /w ar all Meli liii dir hViriejisemrichtung' geeignet, ahrr e» stellen sich ii in \'i-vv ,i ndr ier für dir BeiricbscrHrichtüng andere' 11 in - ifi nüs-e in den Wi-jr. /. B.: Kapilaln'ianfiel. maitfrelndr Kon- ■ »Srtiil odri lilailL'idndr \ irdr I l.i--ll liu-d l la ilhlli-. %. Dein A n-w ,i ndii r i Lielin^i /war,die Be-Irii II rrieliiiJiil'. alil i er kann den Betrieli anl»e-l iinmlrli I Iii-Iii Helen i u In andreht erhallen: er -irln -i< Ii ur/w linken, den Betrieb rmwiilrr im piin/en /n veranl'eriroder weni^-ten»» dir initja?M«>iiiineirt"ii MoM-hinen ein/ein /» xerwert^n. Ks i-i aiicli rlenkhar d.iH dei \ n-w aiidrrer die iiiitpetuiiiniieneii .(".ejren-tänile .d> >ic In - r Im it Im einen .nir/iinehnieiideil Kreil*! in irgendeiner i-orm -irllrn muH. 4-. Der \n-w a ndr 11': Mlrlif. und dir mii ihm /n»..iininrn * 11 - ü i' w a ndr r (e n l.rlxii wollen den l'xlriili oder wrni^-tendii mil^riiiinniirneii \la-eiiiiieii in ir-rendi'iner Wri-r \rrv rrtl'll. i In allen dle-en F'iillen erluhl -all die I" ra-ie. o|> die \i rüilHerlin^ <h r milj;riioiinnenen (.euen-i.iiidr de\i-< n- ' «Ä-KlJicii .ziiläsM'r isi. Die Viifwerfiinjr ilif»»*er Kräfte wird irlleieht /inuieh-t etwaeijrenartit: anmuten, weil •reniemiiin aiiSenfMiinH'll wird, dal! nach der erfolfften Am-w andeiim* (irr .Viis*»anderer von der deutschen De\isenjtesetz- -linii)^ nicht nullr Im-rührt wild. Diei-t ulier völli-.' llilrichtijr. GciitäA? <> Jtrr 3. I^irt-hfiihriinjrsvi'rordpiiiiift zum I )rv i-en:.r-ct/ Vinn I. I-- l^'J Mrilit ein Inländer, der -einen M'ttlinMI/ nach dem \ii-landr vrrle^t hr/iizlirli snlcJier WCitr. dir vor drr .\il-w amlerun.L' dex i-enieelnliehen Be- -( Ii i ii n k 11 ii u > - ii iintri Ir^rn ha Inn. a Hill nach der Au-wanlctmi^ ilie-en HnlerJepen. Wenn also ein Inländer vor der Vlis"vianderünp liereitim Auslände einen der Dev i-en^rletzpehillip niitri lir-ienden \ ei niö^en-w ert liesitzt. so /. B. ein Bankguthaben bei einer auslundisi heu Bank, w elcheei ihr Deni-ehen Heiih-bank iin/uinelden und anzubieten haltt» lind iiJter vvehheer nur mit Cienebuiifcuiip der De- \i-rn-illr veffüjreti"konnte. -•> bleibt th'f Auswanderer uudi n.idi iler \ n-w audr-riinu: dir-en de\ [seilrechtlichen Be- -i Ii umk ii nur ii hinsiehtlicl* debetrtfffenden \ermiijieiisv\ ( im - unterlefren. I.r darf also, mit anderen Worten, auch BiicH dei» An-w.....leri|D{! nur mit (■euehmi^iin^ der Dex isen- -h Ile iilin ein hnciivor dri Auswanderung ihm gehörende-, aii-län li-< he- Bankguthaben verfügen. Weiterhin besiimint aber i> der V Durchführungsverordnung. daH diese dqviseiiret-btlicbe» Beschränkungen und \ erböte sich auc h auf den ImIö-' xoii Waren und gewerblichen Schützrechteu, i!i( ein All-xv.Mlileiei /um /eil|)iiltkl der Au»w amlei llllg im \iisl.inde be-il/i oder bei der Auswanderung mit sich führt, ('r-l reekell. Nun wird der \u-diiick ..Waren'" aber -ehr umfassend gebraucht. I uler den Ausdruck ..Waren" fallen nach der Bcstimmiiug de- Biindei la--evom J. I. I')^!) II A. Ziff. h .auch die W,neu. (die für den eigenen Bedarf oder Beirieb des Ausländers iM'stimml -ind und auch solche l'abrikationsiiml >|ie/ialma-( liiiien. dir dem eigenen Betrieb des Auswanderers dienen -ollen. Weilerhio be-liiniul der i'rwiihiite Bunderlall /u I I. wörtlich folgendes: ..Kin \ u-w anderer, liltjn /um /xveike der \ u-xx a ndei iiiiu die Inmsferieruilg xon \ eriuögenswei len genehmi^i i-i*i/. B. durch den Krwerl» beschränkt xerfiigbajer Dt'V iM'ii. durch I eberw ei-ung im \ errechnungsw ege cMfer diirili Mitnahme xon Wertpapieren), bedürfte daher wohl aiiller dieser (icnclimigiiDg um Ii einer .allgemeinen l' rei- -telluug zur Verfügung üIkt die Iransferierleii Werte, wenn ( r darüber im \uslaude frei xerfüllen will. Ith bestimuie jedfleh, dall es einer besonderen (• reistellung n.nli * Ii nicht bed.nf. -oxxeil eine solche (»cuchfniguiig /um /vvc(ke der Vuswandernng erteil! i-i." Demnach i-i es also -o. dal! über die eben genannten Vermögenswerte, die der Auswanderer mit Cleiielintipung ih r Devisenstelle transferieren darf, er auch ohne besondere < eiiehmigungjrler Devisenstelle im Auslände frei verfügen dail. I nier den oben genannten, vom Herrn Reichswirl- -ehaft-mini-ter bei-piel-xx ei-e aufgeliilirteu ViTinögeiiswi'rlen brlimlen -ii Ii aber l'ünriehtunesgegenstüiide und Witten nicht. Dagegcjj» enthält der erwähnte B linder In I! /u II A. Ziff. Ii folgenden l'assns: ..Audertj liegi es bei der Miliiahiue solcher Wann, die /in Weiterveräullerliiig bestimm) -ind. Sie i-t geeignet, die noriunlc deutsche Ausfuhr empfindlich zu -chädigeii. Die Vi-rtxertung dieser W'areu im Auslände kann daher nicht gestattet werden. Auch eine t reistellung des im Vllslaude erzielten Krlöses deul-ehrr Waren, dir der A n-v\ ,imirrrr liri -rinrr Auswanderung ini An-- lande be-all oder mii sich führte, i-i iiicln zu erteilen." Nun bleibt zweifelhaft, ob -ich die-e Bestimmung nur ruf solche Wan n bezieht, die zur Weiterveräurterimg bestimmt -ind. odi r auch ai»l solche Waren; ilie dem Kigeiil.edarf de- A h-x> andererdienen. Der oben zitierte letzte Satz deutet cigcnilich darauf hin. dal! alle Waren, einschl. den n, dii drin Kigenbedarf dienen, hierunter /u verstehen -ind. Trot/diMi kann diexvohl nicht der >inn der gesetz- Liclien Bestimtpungeii -ein. Die /.ulässigki il der Miliiahiue xon Wann und Kinriclitiiiigsgegenstäiiden geht xon dein (ä-ichl-pinikl an-, dall dioe für dir normale il«»ut'sche A'usfulir iiu-i liadlich -ind. Wenn aber einmal dje Milnalimr derartiger, dein higrnhedarf dienender (iegenstünde gestalte) ist. -o wird in dieser < •eiiehmigung zur Mitnahme auch de- (•eneiimiguiig einer späteren Verwertung lind drr freien Aerfügiillg über den Vervvei lungserlös liegeil. xxenii die Vbsichi der Verwertung tatsächlich ers) nach der Auswanderung aufgetreten i-i. Iiiimi i'ltiu lüs»ru die gesetzlichen ßcsti'nii.....igen Baum /u erheblichen Zweifeln. Bei der Schärfe der Üipvjscugesctzgehiing würde es de-halb zu begrünen -ein. wenn eine diese Zvxeifel be-eiiigende liehörilliche Aiisli-gitig der fraglichen Besiimmiingcn erfolgen würde. Jeileuralls xxird der Auswanderer, der Gegenstände (•er behandelten Art zum Zwecke delagenbedarfes mitnimmt, auch die Möglichkeit mit in Krwägung ziehen müssen, dal! er über diese mitgenommenen Gegenstände nicht verfügen darf. Kr wird auf jeden lall gut daran tun. vor i.iiier im Auslände geplanten Verfügung über diese mitgenommenen (.rgcn-tämlc die Auskunft einer zuständigen dciii-chcn behördlii heil Stelle einzuholen. Palästina-ABC Im Verlag .. V i i d ' erschien dir Broschüre l'alä-iina- VBC von Dr. Rudolf l. e v y. I nier der umfangreicheii l'alÖKtinuliicnittiii der letzten Zeit stiehl mait. vergeblich naidi i inem liatulliehen kleinen Nachschlagewerk, das dem Touristen und Zefttingslcscr eine erste rasche Information erndiglicht. Das l'alcistitia-AB(' ••niliäli Stichvxorte .aus allen Gebieten <les palästinensischen Lebens der Gegenwart. Daxxeite Gebiei der Geschichte i-i grundsätzlich auller Betracht i eblirbcii. a