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Der jüdische Handwerker · 1936-08-01 · 8 (8.1936) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Handwerker
Volume
28 (1936)
Issue
8 (8.1936)
Date
1936-08-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
Belongs to
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J Hachscharah für Palästina-Siedler Die landwirtschaftliche Ansiedlung des Mittelständen Ii) Palästina, die zum großen 'Teil von der Deutschen Abteilung der Jewish Ageucy durchgeführt wird und deren positive Krjgcbnissc auch in Deutschland bekannt sind, hängt entscheidend noii zwei Faktoren üb: von der planmäßigen und zweckentsprechenden Ausbild u hg der Siedler und von ■ Ii im f. ii su in in e n,sc h l u d einer > Si ed 1 e r.g r u ppc. deren..Mitglieder einund« r kennen und eng zusammenarbeiten. Das Fehlen ^nt ausgebluteter Siedler und <lie großen Schwierigkeiten l>ei der Zusammenstellung von SiedlergruppeU im 1.11 nde hüben sich' bei dem Fortgang der A n siedln ngsur heil störend bemerkbar gemacht. Desliiill) erheben dic^. zuständigen lnstunz.cn Palästinas die berechtigte Forderung, daß die künftigen Siedler sich bereits \ <»,r der Ucliersiedlunt; uiif die ihnen (ingewohnte körperliche Arbeit umstellen. Die schwierigen klimatischen, spruchlichen und psychischen Bedingungen Pplästi; Ulis stellen in der Begel derart hohe Anforderungen an ihre körperliche Leistungsfähigkeit, daß es unbedingt ratsam ist» noch in gewohntem Klima und in gewohnter ( mgohung niit der Umstellung uul physische Aibeit zt't beginnen.' Diese 'Forderun daß es bisher mit keil e n Mir uiittelstäiK Andererseits kann durcli wird durch die Tatsache iiiitnrstiil/t. w e u i g A u s I) i I d ii n g s in ö glichische Siedler in Palästina gibt, eine lluchschuruh in Deutschland die WuFfezeit bis /ur Abwicklung lies Trunsfers produkth ausgenutzt werden. Die mihi Palästina- \un Berlin organisierte Mittels i a n d s h a ch äIC Ii a r a h macht is ».ich zum Ziel, allen denjenigen, die mit eigenen Mitteln (£P. 1000»— und mehr) in Palästina landwirtschaftlich siedeln wollen, eine systematische Ausbildung zu ermöglichen. Gleichzeitig strebt sie an. die Teilnehmer am Auslnidiingslehrgang zu einer Siedlergruppc zusammenzuschließen, deren Ansiedlung von Deutschland auvorbeireitet werden soll. Zunächst stehen hierfür 20 Ausbildungsplätze in \ u - I e Ii t i n e n Ii o I' bei Oranienburg zur Verfügung. In dem vorwiegend gärtnerisch genutzten Betrieb wird eine praktische Ausbildung in folgenden Wirtschaftszweigen stattlindeh: Gemüsebau, Obstzucht. OefJägelzncbt, Milchwirtschaft. Mi Ich Verwertung, einfache Konservierung, Hauswirtschaft und handwerkliche Schulung; Die praktische Sehn* lung wird durch eine theoretische Ausbildung, sowie durch regelmäßigen Unterricht in Hebräisch und den jtidischeu Wissensfüchern ,crgänzt. Die Ausbildungsdauer beträgt l — l'/t Jahre, jedoch wird eine vertragliche Bindung zunächst nur auf '.s Jahr verlangt- Die A u s l> i l.d u n g s - kosten umfassen: Unterbringung, Verpflegung, Wäsche, l nfallVersicherung und Unterricht und betragen pro Person UM 85. monatlich, Anfragen sind an das Palästina-Amt Berlin. Abteilung Organisation, zu richten. Erweiterte Ansiedlung durch die lea Nachdem Fnde 1935 zwanzig jüdische Familien aas Deutschland durch die lea in ihrer Kolonie in Argentinien Avigdor zur Ansiedlung gelangt sind, hat sich die lea entschlossen, ein erweitertes Ansicdlüngsprogramni durchzu- STEUERECKE Der Reichsfinanzhof erleichtert vorläufige Veranlagung Das Finanzamt kann eine Steuer vorläufig festsetzen, ..wenn das Bestehen oder die- Hohe der Steuerschuld ungewiß ist. Bisher hut der Reichsfinanzhof außer dem Vorliegen der sachlichen Voraussetzung noch verlangt, daß die Gründe, die zum Krlaß eines vorläufigen Steuerbescheides geführt hatten, entweder in dein Bescheid angegeben wurden oder dem Steuerpflichtigen aus \ ei handlangen mit dem Finanzamt oder sonstwie bekannt oder deutlich erkennbar waren. Der Steuerpflichtige sollte die Gründe, ilie zum Erlaß des vorläufigen Steuerbescheids geführt hatten, nachprüfen können. Dieses formelle Erfordernis hat der Reichsfinuu/Itol in der Entscheidung \om 27. >. 1956 BStBl. S.?<)> aufgegeben. Zur Kenntlichmachung und Wirksamkeit eines vorläufigen Steuerbescheides soll der Vermerk »vorläufig*' genügen. Will der Steuerpflichtige die Gründe der Vorläufigkeit wissen, so kann er sie beim Finanzamt erfragen, Audi bei einem Steuerbescheid müsse er sich z. B. wegen der Linzelbcrcchnung der Einkünfte bei dem Finanzamt Ausführen. Im Kaule eines Jahres werden'etwa weitere 150 Fuin lien,-die durch den Beauftragten der Jfea bereits ausgewählt sind! in den lea - Kolonien zu landwirtschaftlicher. Arbeit angesiedelt werden. Von diesen Familien, die in der Hegel mindestens drei männliche und eine weibliche \i biitskiaft umfassen müssen, wird ein Familienmitglied nach einer \ iei w öcheutlichcn landwirtschaftlichen Vorsrhulung iiii Land werk Neuendorf zur Vusbildong auf ein Jahr der F. mibe nach Argentinien voiruiisf.ihrcn. .. Die Ausbildung tr'olgt teilweise in landwirtschaftlichen Schulen, teilweise bei alten Siedlerfuinilien. Wenn sielt das vorausfuhrendc milienniitglied während dieser Ausbildungszeit licwührt, ird Hie Fami-Ke innerhalb eines Jahres angefordert und in dein Icu-Kofonien in Argentinien angesiedelt werde«.• Die Ich hat außer dic-cr Erweiterung ihres Kolonlsutioosprjugruinins in Argentinien nunmehr auch damit begonnen, jüdische Familien .ins DentSchlund in Brasilien auf einem real in der Nähe der Stadl He/ende. 190 km ieoi Rio de Janeiro entfernt, anzusiedeln. Auf dem von de'r leu erworbenen (.ul werdenden ein/einen laiuilieii .siedln n i \ gl lh \ < Fi di lindstückc in eitler Grolle beu. die landwirtschaftlich r getnischteit Wirtschaft bebaut werden solle von etwa 20 ha in intensiv und nach dt acht gei S\ Stent . F.s ist eschen, daß die Siedler in eincr/cit von ctwty 20 Jahren gen t Unter des Kiedhingsgrundstiickcs werden können. Für e Icn-Siedlung sind in erster Linie di< I rühereii faiuilien aus Grofl-Guglow vorgesehen, deren Zahl i Alis wähl weiterer, von dem Beuuftri geprüfter Familien erhöht werden so Sieillei - iitch die bereits^ II. Die adsgbwähltcn ite.n de.r i Ic. , Familien werden zusammen mit ihren Angehörigen und ihnen beigegebenen Gehilfen zur Ansiedlung gelungen. Südafrikanische Impressionen Die Beziehungen zu Südafrika sind durch touse l< knüpft. Das Wissen um das Fand aber stiit/t SM 'iilf private Berichte, die gefärbt sind vom und vom Schicksal des Schreibers. Dr. Mai-garen h i: i in. die Srhriftlciiei in der C.\ .-Zeitung, schilder b tzt gesammelt vorliegenden Aufsätzen ( Ii iprcMsioneii", Phi-'lo-A eil n k, Berlin il Llfs der C. \.-Zeit u n g erschienen, Eindruck und istund und Möglichkeiten des Landes. dns'sH l)CSlicht hat. W eil sie nur kam. um zu sehen, u < h. um zu berichten, unterscheiden'-sich diese A sonderer Weise von den zahlreichen Briefen, heute aus fremden Ländern erreichen. Die V hildert Tatsachen, und wenn diese Tatsachen nicht nüch rn wirken, sondern »'in sehr farbiges, sehr greifbares Bild i Hinteln, so liegt da» daran, daß -die-e Aufsatz«, Sinn „journalistisch" geschrieben sind. Genua, Gibraltar, Dakar. Kapstadt und Johannesburg sind n Stationen der Reise. Sie geben Anlaß. I'iol ii Z Si I, It Viswattderung, speziell natürlich solche der Südafrikawan in ) \ I ZUIIiei-t I Cinlpcrn hteul E.delin ihren kunisehe zuerst schildert h (..Südafrfiki 1936), i ic Erlebnis,- Ur kurzem ie nur itze in die lins i'lfasserin Arbeitszu den ■nskosten, Berufsaussichten, Fragen der Landwirtschaft fit den ausführliche Darstellung. Dabei'gewinnen wir einen plastilien Findruck vom Lande scThst. seiner Landschaft, seinen •nschen, seinen Städten und seinen Eigenheiten. rung zu behandeln. Die Eingeborenenfrage, di lichkeiten, das Verhältnis der Eingesessene^ uunkömmlingen, die Lebenshaltung und'die Leb Landwirtschaft fit im besten Marseille, 'die äitßeleine der K ii ii ft holen, wenn er feststellen will, ob er legenden steuei-best heid ein Rechtsmittel einlegen könne. Kosten der Lebensführung oder Werbungskosten? In einer Entscheidung des Reichsfinanzhofs v >in 4. "(> (\ l A 255/56) wird festgestellt, daß Aufwendtilgen eines Steuerpflichtigen, ..die ihren Grund ausschließlich in oer dienstliche^ oder beruflichen Tätigkeit haben", ils Wer* bi ngsk Os t en zu gelten haben. Der Beschwerde <les Steuerpflichtigen lug die Tatsache zugrunde, da? ihm als Verfagsleiter eines führenden Blattes der NSDAP tnd Leiter eines Landesverbandes im Reichsverbund Deutscher /eituitgsverleger statt der geltend gemachten uooO RM für Dienstaiil'vvand nur die 200 RM Werbnngskösteu cugebilligt worden waren. Der Reichfinanzhof erkennt zwar-fin. dal? sogenannte lt e p r ä s e n t a t i o n s u u f w e n d u u g e n f in die Lebensführung steuerliche Berücksichtigung ni :ht finden können.' auch wenn sie mit zur Förderung des Berufs des Steuerpflichtigen erfolgen. Dagegen gebe es. im Einzelfall auch Ausgaben, bei denen Zweifel nicht bestehet können. dal sie a u s seh ließ Ii c h A u w t r und e n de;

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