Der jüdische Handwerker
- Journal
- Der jüdische Handwerker
- Volume
- 28 (1936)
- Issue
- 2 (2.1936)
- Date
- 1936-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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und dadurch seiner i\usljild«ngspf licht zu genügen; Erst, wenn der I.elirherr diesen Versuch mit allen ihm billigcrweise zuzumutenden Mitteln ohne Erfolg unternommen lud, i-t ihm die Befreiung von ih r Lohnznhlungspflicht zuzubilligen. Henri jetzt bestellt kein verständiger Grund mehr, ihn 11ii dieser Verpflichtung weiter festzuhalten. Die Frage, <>|» die nein- Ausbildungsstätfc dem Lehrling zuziimuten ist, wird nach Iren und Glauben unter billiger Berücksichtigung der besonderen I mstande des Einzelfalles zu entscheiden sein. Die dem l.ehrherrn obliegende Aiisbililungspflicht könne alier. wenn die w irfschuftlit gäbe seine-. Geschäfts zwing! w e r il e n. «I a I* e r unter den L o Ii r I i n g g e g e n i K t i g c Ii m n s s e. I )er l.chrhc den l instünden "seiner Annai Ii. dufi er dem Lehrling .1:.. I............ I. ... .1. . T he Entwicklung ihn zur Auf- .nicht d a hin a u s g cd e g t Neu U in s t ü n d c n selbst n t g e 11 weiter b B s c h ä frr klimme unter den obwaltenhildungspflicht auch dadurch ine anderweitige Möglichkeit. iL: die l ehre gegen Entgelt zii| beenden, nachweise. Mache der Lehrling von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch, so habe er den ihm durch diese Überlassung verursachten Schaden. nämlich den l.ohnuusfall. Selbst herbeigeführt, so dal! et deswegen den l.ehrherrn 11 eilt in Anspruch iiehmen könne. Ausbildung von Lehrlingen in Handelsbetrieben Die Vertretungen des /eil damit beschäftigt, R b i I d 1: 11 g von I. e Ii r I i 11 Einzelhandels sind seit einiger c h 11 i 11 i c n für d i e t A n s - en aufzustellen, l'eber ihren ..... . ,, Ulli.. (. ,....,. ,.......... Inhalt teilt der Rcichsfacligrupjpenwalter für deji Einzelhandel, Dr. I' i e n s. im ,.Dc iitschen Kaufmann" Einzelheiten mit. Die Erziehung des Bei j fsiiachwuchses hänge im Linzel handel mehr als in änderet Betrieben von der Persönlichkeit des l.ehrherrn ab. Es genüge deshalb nicht), „erfolgreichen" Kuiufleuten die Erziehung des Nachwuchses m übergeben, sondern der charakterlich einwandfreie ehrbare Kauiinan.ll nnjsse iu der Volkswirtschaft wieder häufiger werden. Es gehe auch nicht an] jüdischen Betriebsführem die Erziehung unseres kaufmännischen »Nachwuclrses zu überlassen. Da es andererseits noch einige Branchen gebe t riebe üb in solchen Fällen einen voll verantwortlichen eter mit der I.ehrlingsaus» gelte auch für Fälle, in denen (•runden fachlich und persön- ||" 11 1 , i . 1 i es ,111111 Iiisiiis ,11,^11 1 llii^i: uiiiii in deipen die Zahl der j üdjiischen Bet riebe überwiege niiisse man den Ausweg gehen, in solchen Füllen für den j iidi sdien Bet riebsführer I e Ii r h c r r n s t c I I v e r t r bildling zu beauftragen. Da der I.elirherr aus sonstigen lieh nicht zur I.ehrlingsausb Idung geeignet sei Beurlaubung vom Besuch > der Berufsschule Der Reichs- und Prctiiiische Minister für Lrzichung und Volksbildung] gibt unterm 21. bekannt, dal? das Kammergericht zur Frage Innig eines Berufsschülers jrem Besuch der bedeutsame zur durch den Arbeitgeber Folgende getroffen hat. die hiermit afszugswejsc Beachtung mitgeteilt wird: & Nach § ur IKiO. ist d Wissenschaft. Oktober 1935 der Beurlau- Bertifsschule Entscheidung Kenntnis und r I.elirherr verpflichtet, den I ehrling in den bei sei nein Betrieb vorkommenden Arbeiten «les Gewerbes dem /wecke der Ausbildung entsprechend zu der Fortbildung*- oder Fach- Schulbesuch zu überwachen. Bei dieser unter den Strachtitz des § 148 Zifff 9 RCO unterweisen, ihn zum Besuch seliule anzuhalten und den restellten Vorschrift handelt i s sich nicht lediglich unreine Juristische Sprechstunde Die juristische Beratung Handwerk und Mittelstand fiid für 'unsere let statt: Mitglieder aus Jeden M o n t a g. nachmittags von 4 "> Llir^ Oranien- «tralte 61 (direkt am Moritzplatz) durch unseren Syndikus. Herrn Dr. jur. Manfred Moy den Landgerichten Berlin (nie burger Str. 5). Jeden M i t t w och. nac unserer Geschäftsstelle, NN 50, Syndikus. Herrn Fritz G'ottL den Landgerichten Berlin. er, früher Rechtsanwalt bei ht mehr Mittvfoch, Ornnicnli mittags von Nachodstr. K b 4—5 Uhr, in durch unseren früher Rechtsanwalt bei / zur Durchführung der Berti I sschuLpl licht gegebene, sondern vornehmlich um eine die Berilfsausbilduiig des I.c1i|rliiig» bet reifende Vorschrift, die die Pflichten des l.ehrhc dieser Richtung über den Rühmen der nach > 120 dem ( iew erbenu lernehnier seinen jugendlichen Ar! gegenüber auferlegten Verpflichtung, diesen diezui suche der Fortbildungsschule erforderlii he-/eil zu ge reu, im Interesse der Ausbildung erweitert. Dies« PH bestehen unabhängig Von irgendwelchen Vorschrift*" Satzung. Die rcichsrechtlichc Sondervorschrift des RGO. hat den Vorrang vor 11 den Hern fsscli 11 Lorsch ril len. Die Bestrafung wegen BeriifsschuUersüuinnis set/l aus, dal! objektiv kein genügender Grund für die Säumnis vorgelegen hat. und doli subjektiv der An im (I.elirherr) -s< hiildhafl (Vorsätzlich oder fnhrlüsMgJ dclt hat. liier nach kommt es nicht darauf au. ob c|er eittsi huIdi 11Ich übrigen in I' rage koi imeil v or- Verlagtc Ii,111ir hat. r 11 in RGO. nein Be Wäll Ilten der s \r dclt hat. Hiernach kommt es nicht darauf au. ob der Lchj herr das Ausbleiben des Schulpflichtigen entschuldigt hat. sondern nur darauf, ob objektiv ein gelingender Scmiiversäuinnisgrund vorlug. Ilülrzu gehört nach der "Hccht-i spreentung des Kamraergerrehts nicht ein rein gcschüfllieber (■rund. \ ielmehr vermögen solche "«-seliältlii heu Gründe (■rund. vielmehr .vermögen solche geschäftlichen den I eh 1 hei ru nur ausnahmsweise nämlich Idol! dan zu berechtigen, den Lehrling vom Besuche der I illingsschulc fernzuhalten, wenn eine In- - u 1 / w a 11 g s - o d e r V«) t I a g e in fr a g e k o m 111 Tatsache, dal! ein Arbeitgeber den Berufsschüler in Betriebe notwendig braucht, bildet für-sich allein Rechtfertigung einer Berufsschnl^rsäumiiis; die öfjdntlich Berufsschnlpf)icht geht vielmehr vor. Eine selb s.i ä 11 d ige B e 11 r I a 11 b 11 11 g des I 1 11 g s d 11 r c Ii 'den I e Ii r Ii e r r 11 unter gleil I Anzeige hiervon au den Schulleiter ist n ie h t ,s t a I rn nd 1 dazu ortbild e r e . Die »einem keim cllTikeitigcr t ha ft. «L Dc-in Arbeitgeber ist lediglich das Recht eingerannt, eine Beurlaubung des Schulpflichtigeti nachzusuchen, y enn' er ihn vom Schulbesuch zurückhalten will.. Ein sokHie« (■•• such muH rechtzeitig gestellt werden, damit der Sei iilleiti iu die Lage versetzt .wird, zu prüfen, ob dem \ stattzugeben ist. Die Befreiung vom Unterricht tr ti nicht schon mit der Einreichung des Gesuches, sondern im oct erst mit der durch die zuständige Stelle auszusprechen leu B< urlaubune ein. ' Schafft freie Lehrstellen! Ein erheblicher Teil der bereits aus der Sei Insscnjen jüdischen Jugendlichen hat bisher keine fiiiden können. N le enthrstelle Zu diesen kommt zu Ostern'1936 eine große Anzahl neuer Bewerber. Ks ist klar, dal! Berufung in sich werden dürfen, j* f Ii c h t eines alle i r g e u d w Viele von ihnen wollen zum' lllandwerk. nur diejenigen, die Eignung'«ad"innere i'lioin inen 1 <I I i c Ii e tragen. 111 ilie I landvv erksjeh re Und <'s i~-t s e I b s t V e r s t ii jeden ausbildiiingsberechtigten i e zu r V e r I ü g 11 11 g 8 t i Lchrplützc umgehend an unsere Geschäfl inelden. In gemeinsamer Bearbeitung mit dem Arbeitsnachweis wird Vorsorge getroffen, dal! Iii meldeten freien Lehrstellen nur solche Bewerber weiden, deren Lligniing für diesen Beruf festgesti Diese hohe moralische PI 1 icht isi zugleich ein wendiger Kollegialität, zumal PS sieb bei einer g zahl der Anwärter um Söhne oder Dichter aus und Mittelstand handelt. Wir erfüllen auch 1 weitere praktische Aufgabe im Sinne der geg Unterstützung von Handwerk und Mittelstam ander. lictriehes. t e n d e 11 teile zu Jüdischen m gi- * ermittelt llt ist. \kt Hot- Ben An-. I landwerk Unit eine hseitigen iinlerein- Unsere Geschäftsstelle Dii< aufierordentlich starke Inanspr&chnahmi der Gcschältsstelle macht es erforderlich, darauf hinzuv eisen,daR' die Sprechstunden an jedem Montag. Mittwoch und Freitag! in der Zeit von 10- 1J L'hr vormittags und von 2—4 Uhr nachmittags abgehalten werden. Im Interesse >iner ge regelten GeschältsfUhrujng bitten wir deshalb, die oben angegebenen Zeiten innezuhalten. In besonders dringlichen Fällen steht die Gest läfts den Mitgliedern auch außerhalb dieser Zeit (jedoch Sonnabend und Sonntag) telefonisch (B 4 Bavi zur Verfügung. ssteile nicht am 1030) na Kreditverein für Handel und Gewerbe 8. Ga m. b. H. Ol* Bank da* jOdlaohan MIHalalanda* - BERLIN N 24, ORANIENBURGER STRASSE 3 Ausführung sämtlicher bankmXBIgan C aachlfla 5