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Der jüdische Handwerker · 1936-02-01 · 2 (2.1936) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Handwerker
Volume
28 (1936)
Issue
2 (2.1936)
Date
1936-02-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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I eben um gölltichisii Segen. I i wun»«llie dun n«>< Ii weiter«1 I mg»" Jahre ilic-t i scgeiisr<'fclicn \rj>ril. Dr. I ria» leierte äl» \ orsii/'endcr der 'Rcpräseitiantcnv ■ t--.iron1111:<u iIit der der Jubilar la»i ebensolange iiigehoriic u ic'ilcHi Vorstund «h-s Verein». Bernhard llcineiii.mli alskampier im jüdischen (i*-nn'tti11«■ l«-In• rt. liier nllen »ii Ii Vletisehen aus den verschiedensten Gebieten, iiin gleiche /rrlr zu verfolgen. Min (•cnugtitung verfolg«* «*r hi (l*;li langen Jahren der /ii-.iitiini'ii.irl>iMi da» zähe und um iiiülii ltr 1 inin-tcii I Icinem.mii» für »i*ii»r Zieh*, und nie gäbe it -im-ii kämpf vorzeitig auf. Der Redner liherhra« Ii11• I um jiin Ii den Dunk de* ( .-V.. c——«-ei Vorstand der Jnl»iiii nngj'hor'«*, und des ..\atcrlamli»« hen Bunde» jinli»« her I rontsolilatcij*. mittlem er harmonisch zusammen gcarbeiit-i lebe. Si nn- (.1 (lulil. »eine Zähigkeit seien .im Ii rin Bei- -. in I f ii r ilic Jugend, w i< iltiiii alle kriMM*. in denen jüdi»<lic \len»t hen wirk».hu — i ti*l. in Khrfunhi mit ihm sieben. \l< >u i* - ■ -i tu A i! »• i r snii ImImIl' »ein liir unsere jüdisch«* G«*ni«'in- »chaf.i m gbuttli« -hereir ragen! V3plu>iij.i ki >h«ohn überbrachte di«- (du« kw üii»che «les I itnTt-~ i- — i,ii--»-- «I»-r imli-< In n Juirendxerbändc. Die jii-!i»ehe Jugend sei »iiil/ darauf. solche'Männer mit voraus- i li.'i11<■:11Ii in Blii U fiir dir Kor«lernngen «Ii i Zeit im! die- Bc- •;niiii--i 'Ii ■ |udi»ih*en Jugend Mir »ii h m-Im-ii /ii dürfen. I. r li.i! Im. lernet di r Jilgeml /ur >«iic /u »leben, denn ntir n i nfi .l'i.M'inl und. Alter zusammenhalten, kann ila< Juden-!11inw t iter geib-jhen. i - I r I*' Rebekka /.idik rühmte »eine Ial\tler (Iriinili-r Jitdi»« In n Berufsberatung in einer Zeit, als da/u noch «"in weitiT'Blifk gel* .i te. I i habe damit etwas; Großes geleistet, denn auf der \i>n ihm seituTzeil erlangten kuti ze»»ion ruht heule die Tätigkeit der (.einfinde in der Ber rub-hf ratung. Im Samen der F.rw'crlistütigeti und Bcrufsitätigen, die diireli diese Stelle gegangen sind, stalte sie ihm herzlichen l)ank ab. J Herr Bernhard lli ineiuanu dankte gerührt in st lilii Ilten Worten der Krwi«lerung für alle diesp kiilulgcbu Ilgen und betonte, dal! er immer nur »eine l'lliehl getan halle. I rolz aller Aemier Ideilie er »tei» ein einfacher biederwr jüdischer I landw erksmei»ter. da- »ei ihm der sellöntfte I lirenlilel. Kr riTSproeh»'. auch fernerhin mit allen »einen krähen fiir Gemeinde- und Verein talig sein /u uolh-ti. De|i Dank aber bitte er. ihm dadurch abzustatten, dal? nwin ihm jetzt eine Spende fiir «lie1'jüdische Winterhilfe ühern-i( he. die er per»mili( Ii einsammeln »erde. I ml nun machte der Jubilar mit der Büchse selbst den (lang durch den gedrängt Millen Saal, was reiche Ausbeute für den guten /weck erbrachte. /um Abschbifl sang (Mierkantiir I iehcr unter Begleitung Min '( hordirigent Kinkel da» I lallelii jah von Mandel, da» dein ernsten Teil in würdiger Horm heschhdl. Kille I' ii 111 - eingelaiileuer (.luikw uu»ili»i h reilnii und Iclegiainnie kam ilunh Waldepiar (< r a e i / zur Verlesung I gratulierten u. a. »cliriltlich: Vorstand und Heprii»entaii/ der I). I. (... Temp»elverbaiid. /entralverljand" jihlisc|ier I lamlwerker. Jüdischer kulturbund. C.-V.. Kjl .. Zionistische Vereinigung, sttwic die Bruderxereine Berlin. Hannover. Breslau. Krankfuil a. M. u. \. a. in. Die (.ii»le xereinigten »ich dann /u einein anschlicHenden ue»elligen Beisaininen- »ein. Neue Handwerker-Bestimmungen Handwerkliche Nebenbetriebe Durch die Dritte ' Vi'nmlnnng über den vorläufigen Vüfbaii ili■» deui»chen llandwerkf» nun 18. Januar V>">. , i.r iiir da» Ihinttwerk den »ngeiiannien grollen Beliilngung»- :i ii Inn i» verwirklicht hatte, war auch die I'rage der hatld- >xer4>lichen \el» nbetrielie (rereg<-lif wonlen. S 2 der'VerordüOlig b'»liftimte damals, dal! handwerkliche Nebenbei riebe di» Handel», der Industrie, der l andw irtschafi oder ander tt 111-i hafi»gnippen in die 11 a n d w e r. k«'r ol 1 e' einzutr^geB »lud. wenn :in der Regel Waren /um Absatz an Drittcj uif Bc»te|lung hergestellt oder handwerkliche l.ei- •-■niiigeti .uil' Be»iellung Dritter bewirkt werden. Da aber in di«j 11 Uni .m i k»mlle nur eingetragen werden darf, wer die M i i » t e r p i ü f il n g abgelegt hat. -i> war damit für rleij l'tiliaber einer Kirma. die über eimn handwerklichen WbciilK-trH'b verfögte. die Notwendigkeit gegeben, die \lri-terpi ul nag ab/niesen. Nur"zuguir»ten jiiristiselier l'er- -.iii. n war d.lieh die Bestihlllfung. dali bei jurisüschen l'er- »>>nen eniwedi r der Betriebsleiter »<db-l oder der Keiler de» "h.fmhvrrkltehcH Nebenbei i iebe» | landw erk»uiei»ter im >inne de-r V«-r<>nliHH»g sein imiKte. eine \ii-nahme gemacht werden. . |)u »e Repebin» hat bei der prakti-cbeii Durchfühnuig . i crltcbliclien 5«'h*iierigkeiten geführt.'weshalb jetzt durch ■! Verorilnillt^ zur \bänden!ng der Dritten \ erordniiiig 'i 11 i den vorläufigen Aulbau lies deiitM-heii Handwerks vom 11?'. Januar die ein»« hlagiuen Restiminungen geändert v> ul-n Die Vor»ehrift über die handwerklichen Xelien- |n■triebe < i ii.ili jet/t folgemle l a>»ung-: ..Die Vorschriften der Verordnang linden nach iiäh«'rer 'Bi»tiinitiitng des Reichswirtschaftsministers auch Anwendung auf die mit Knti-rnehinunnen de» Handels, der Industrie, der Landw itt»< halt oder sonstiger Gruppen der Wirtschaft verbundenen handwerklichen Neben» K betriebe.** ||»W F>oi"*Tleh Ii« bkeil in ii n Nebenbei rieb »irächen'" w>iri - u / eingefiig Bei uf»vei Ire! pflichf in betrieb y»rli über für d« f|iel | Neb« |et/l besteh liehen 'PeT*onva; betriebe» »il d. ii a t ii r I i c h IktikIw erklkhr rl»eh iftsminisLeriiim ha) sich, also «lie Mög- -i »i haften, durch A u s f ü h r u n gs be st i m - p ifm zu «lefinb-ren. was als handwerklicher i;' b« n «dl. Die bisherige Definition ist geen. I ii'i»pr<« hend wird im *> ein neuer Abdi r liesagt, dal! l>ei dem Verfahren vor der uil festzuslellen J»t. ob ein «lie Kinirugungslländwcrksrolle begründender Gewerbeji. Geändert i»t schliefilich die Bestimmung i s t i sc he n I' e r » o n e n.!)««• Möglichkeit, nbetrk'b einen Handwerksmeister anzustellen, nicht nur liir »ie. sondern auch für die natürdie Inhaber eines handwerklichen Neben- Die Bestimmung lautet nämlich, dal! Personen als Inhaber eines mit einem n Vebenbett iebe verbundenen l nternehmens und juri»ti»«ie Personen in die Handwerksrolle nur eingetragei wer«bii dürfen, wenn dur Betriebsleiter, bei handwerklichen Nebenbei rieben der Ketter d«-s Nebenbetriebe». den I i Im l« rtii»»en di r Ve'rorilliung über tlk Handwerk»- rolle entspri« hl. Die neue \ e 11 uil n ii ii -z triii uili dem auf ihre Verkijnibuur folgenden fage in kraft.. Meisterprüfung für Facharbeiter Im Interesse der lörderung des dringend notwendigen I acha rbeiiernachw uclises war bereits vor längerer Z«'it eine Vereinbarung /w ischen der Reichsgruppe Industrie und der A rbeiisgemein»ehaft der Industrie- und Handelskammern in der Beichsw ii'i'scbaftskainmer zustande g«'kommen. Danach war die Betreuung der liidu»tri«dehrlinge Reregelt worden. Als eine Krgän/ung hierzu ist die getneinsaine Aus- »prai-(ie /u betra« Ilten, in der »ich Industrie und Handwerk über ili<- Grundlinien der Ausbildungsarbeit ausgesprochen habeir. -Da das Handwerk im Berufsleben den Keistlingsgruiidsat/ enischeideii Iäl!t und es ihm nicht darauf aukomurl. wo und auf welche Weise die von einem selbständigen Handwerker verlaugti'ii Kenntnisse und Kähigkeiteni erworben werden. wird «las Handwerk bei Zulassung zur handwerklichen Meisp'rprüfung den aus der Industrie kommenden Facharbeitern formelle Hemmnisse nicht in den Weg b'gen. Was die Mindestanforderungen anlangt, »o laufen beim Handwerk Arbeiten zur Feststellung der Brüfungsanforderungeii liir etwa IJO Meisterbernfe. Nach ihrer Bekanntgabe wird die Industrie darangehen, ihren Fuchai beitetui durch die I-in'rit htiing miii Krgänzuagskursmi und ähnlichen Maßnahmen die fiir die Meisterprüfung erforderlithen kenniui»»e zu vermitteln. Weiterbeschäftigung von Lehrlingen bei Geschäftsaufgabe Die WirtschaftQche Lage und Entwicklung kann zuweilen /ii der Notwendigkeit rühren, das Geschäft dauernd stillzulegen. Ks erhebt sich in dieVem Kalle unter anderem die frage, kelche Wirkungen die Unmöglichkeit, das Geschäft fortzusatzeh, auf ein etwa bestehendes Kehr\erhältnis hat. Ist der lehrherr zur Aushaltung des Lehrvertrages verpflichtet, auch wenn ihm keine Möglichkeit geboten ist, seiner Ausbildungspflicht weiter nachzukommen? Ks kann dem Kehrherrn zweifellos nicht zugemutet werden] den nicht mehr rentablen Betrieb um des Lehrlings willen auch nur für «'inen geringen Zeitraum weiterlaufen zu lassen. Die Frage g«dit also dahin, ob sich der KehrheiT durch Lösung des Lehrvertragcs auch von seiner Lohnzanlungspfticht befreien kann! Das ist grundsätzlich zu bejahen. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dal! der Lehrherr zunächst den Versuch macht, den Lehrling in einer anderen Aushildungsstätte unterzubringen

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