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Der jüdische Handwerker · 1936-02-01 · 2 (2.1936) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Handwerker
Volume
28 (1936)
Issue
2 (2.1936)
Date
1936-02-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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LOUIS WO Am I. März d. J. begeht der Vorsitzende des Jüdischen LFF - 60 JAHRE Kollege I. <i ii i >■ \V ii I ff . irkcn zu beobachten, es w i rd die j unendliche Handwerker-Vereins zu Berlin, seinen (><>. Geburtstag. Wer Gelegenheit hat. sein Wi i-t wahrlich kein kleiner Kreis L tische, mit der er sein gewaltiges Arbeitspensum bewältigt, bewundern und es kaum glnuhcp können. daß Louis Wulff (ias 6. Jahrzehnt .seines Lebens {vollendet. Seine fachlichen Leistungen brauchen au dieser Stelle nicht besonders hervorgehoben in werden; beweis! er seine Berufstiichtigkeii doch täglich hei seiner Arbeit in der Werkstatt. Wie oft aber und! er diese Arbeit uriterbrechen und seineu Kittel ablegen, um lulle die zu empfangen« die voller Sorgen zu ihm kommen, um seineu Hut zu erbitten. Der Wunsch, Uli f jeden] Lall z.i helfen, ist hei Louis Wolll »so größ, dall es ihm einfach unmöglich ist. einen Katsuchcn- "den abzuweisen. Mit außerordentlicher HeYzen'sgüte, mit tiefem Verständnis für.Jdie Nöte-anderer, versucht er. dem erbetenen Hat nach Möglichkeit die helfende Tat folgen zu lasseru Li Weit Uber _1<> Jahre steht er heute im Dienste jüdischei Gemeinschaftsarbeit! Im 'Dezember l')i4 konnten wir sein segensreiches Wirken anläßlich seines 2>jührigcii Amtsjubiläuius als Vorsitzender des Berliner I Handwerker-Vereins( der gleichzeitig sein -tojähriges Bestellen beging, würdigen. Mit Stolz darf der Jubilar an seinem Lhrentagc auf sein Lebenswerk schauen. (Ins er frei von jedem Egoismus .< 11 - - schließlich zum Besten seines "(Berti fsstundes geschaffen hat. Von den schweren Kämpfen, die er zur Erlangung der Anerkennung und Förderung! des jüdischen Handwerkerstandes geführt hat. legen seine in den letzten Jahrzehnten Mihi htün Schjrifteiik die I" Jtidentum' zusauimengeTunt sinnieren I la nd w ei ir k in ijeiiis« list \ erslai zu Im? ruf /II erllll gehaltenen Reden und veröffi einer Broschüre ..Handwerk im sind, beredtes Zeugnis ab. . , Jeder Lebensabschnitt aber stellt seine In rprderjungoii. Als yor etwa zwei "Jahren der Ausschuß bei der ReiehsVertretuiiB der Juden html ins Leben gerufen wurde, war es eine Sei lichkeit. ihn in die Leitung dieser Institution die gerade heute eine lebenswichtige 'Funktion hat. Aber auch "in den wichtigsten Gremien'der fü< Gemeinde wirkt er mit und übt dank seiner croli fahrungen und seines, umfassenden Wissens einen entsi denden Kinnlaß besonders auf] dem Gebiet handwerklu und bei nl'sst in k t ii rel ler Fragen ans. Wer. wie der Schreiber dieser /eilen, seit nunmehr I') Jahren das Gluck hat. in engster Kühlung .in der K dieses vorbildlichen Mannes zu arbeiten, kann am bei seine außerordentlichen Leistungen und Erfolge füii jüdischen Handwerkerstand und damit zugleich für jüdische Allgemeinwohl beurteilen-und würdigen. Sem heutiger Geburtstuf! soll auch für die jüdisi Handwerker die Cielegcnbeil sein, unserem Freund« \ 01 si izendeii Louis Wollt Im seine unentwegte Arbeit liehst Zu danken. Sola II (JC er an der Spitze unsere^ \e stellt, und wir hoffen. daß es m. G. II. noch recht sein möge, dürfen wir die;' (iewißlieit haben, gute Sache in treuen, nie versagenden Händen Mögen der jüdischen Alben solch« Männer hin /in \ cnügung stehen. lirlidn. •n isclten •n Ii ihlß ruht. .um Ii List ite teil eil a s leli. und erzi eins Hg*' .ere J EHRUNG FÜR BERNHARD HEINEMANN, HAMBURG Am Donnerstag, dem 15."Januar, fand im Gemeindehaus Johnsallee die Hauptversammlung des Vereins jüdischer Handwerker und Gewerbetreibender in einem festlichen/ Rahmen statt, galt es doch, den verdienstvollen Vorsitzenden des Vereins. Herrn 'Bernhard II e i n e m a n n. zu ehren, der niintnehr ein Vierteljahrhundert an der Spitze des-Vereins steht und in diesejr Zeit sich auch im allgemeinen jüdischen Leben Hamburgs eine angesehene Stellung erobert hat. Herr Bernhard Hcineiitunn eröffnete als Vorsitzender die Versammlung und sprach die Hoff innig aus. daß' die zahlreichen GäSte nicht! seinetwegen, sondern wegen des Vereins und dessen Bestrebungen gekommen seien. Sein (Fortsetzung von Seite 2) Im wesentlichen kommt es nicht auf das zahlenmäßige Ergebnis, sondern auf die Auswertung dieser Handwerker-Umfrage an. Ganz gleich, ob es «jich um die Berufsumschichtung, Unterbringung handwerklicher Arbeitskräfte, Förderung se bständiger Existenzen, planmäßigen Austausch von .Xiedeilassungsmüglichkeiten. Beratung über rechtliche Handwerkerfragen u. a. ni. handelt, in jedem Kalle soll dieses Material dazu dienen, helfend einzugreifen. Das vorgetragene vorläufige Zahlenergebnis wollen wir an dieser Stelle nicht bringen, vielmehr eine Endübersjicht in einer der nächsten Ausgaben unserer Zeitung veröffentlichen. An der sich anschließenden allgemeinen Aussprache beteiligten sich die anivesenden Delegierten fast aller Ortsgruppen. Sie berichteten gleichzeitig über ihre Tätigkeit im Verlaufe des letzten Jahres. |(Ein Teil dieser Berichte ist unter der Hubrik „Aus unseren Ortsgruppen" ersichtlich). Nach erfolgter Wiederwahl des gesamten Verbandsvorstandes ging Kollege Marcus nochmals auf die sich aus der Ausspräche ergebenden Anregungen ein und versprach, die Verbandstätigkeit in der gleichen reibungslosen Korm unter Einsatz aller Kräfte auch in Zukunft fortzusetzen. Willkommen galt vdr allem dein EhrenvOrsitzendi D.I.G.l Herrn Alfred Lfl.VJ . dein •Vorsitzenden de Standes. Herrn' H.-A. Bernhard D a \ i d . den leitend amteu Dr. Nathan und Dr. L I a u i . dein Vorsitz di r Reprä^entuntenversammlurig, Dr. Trias, und reichen Heprasentuntj'n. Dr. \ eis vom Tempelw Frau' Dr. /udik von der-.Berufsberntungsstellf (i r n n s f e I <| vom C. - V.. Alphons J a k o Ii s () h n Landesaussjehuß der jüdischen Jutdendverbä/ide. so« Vertretern der Presse. in der \.,i Beuden zahb band, Dr. \ Olli le den Den alsdann erstatteten Jahresbericht, der mit Beifall aufgenommen wurde, bringen wir auszugswi der nächsten Ausgabe unserer Zeitung. Unter Leitung von Oberkantor Lieber sang d sangverein ..Ha so mir'* das Halleluiah, darauf bi Herr Lieber den Jubilar, der immer Handwerk mit zu verbinden gewußt habe. Der ..Hasoinir' San Sochurti loch in mustergültiger Vortragsweise und damit reichsten Beifall. Hubert Laars c n überbrachte jetzt im Vorstandes und der Mitglieder des Handwerken Glückwünsche und Dank für die ungeheure Arbeit, i Jubilar geleistet habe, der den Verein zu einein tiv sten des jüdischen Hamburg airsgebaut Italic. Lt gruppe, Frauengruppe, Berufsberatung habe er ins gerufen, in'der (iemeinde wirkte er als Repräsenta in zahllosen Kommissionen. Abef'scin Grundsatz \\.1 den jüdischen Handw erker und Geschäftsmann iiuiu Qualitätsarbeit und exakte Lieferung hinzuweisen Verein lasse durch ihn Bernhard Heineiiiann eine A in künstlerischer Ausführung überreichen, mit d< größere * **;', ":| Spende für die Beriihard-Ileinemann-Stiftiing verbunden sei. Kr wünschte ihm. noch weiter in Ti dem Verein vorzustehen und für die jüdische Allgeme in Hamburg zu wirken. lie iler h Ii 1 1 R.-A. Bernhard David sprach im Namen des Vorstam der D.I.C Keinen schöneren Glückwunsch gebe es. a daß sein Wirken für die Gemeinde und den Verein weiterhin von solchem Krfolg gekrönt sein möge. M kraft und Zielstrebigkeit habe er immer an richtiger das Richtige getan. Von jeher habe im "Judentum Handwerk großes Ansehen genossen, und die größte setzeslehrer waren Handwerker. Auch das Wort sei das gleiche Wort für Handwerker und Künstler, Wertschätzung des Handwerkers unterstreiche, eben Bai melachah (Arbeiter) den gleichen Stamm wie! (— Engel) besitze. So wie der Engel der Vollstrec göttlichen Willens seh so durchdringe der Arbeiter roßein ISC in Ger rüßte Kunst das fand des erejns de. akllgs- Leben und auch. r auf Der I iv«tille t krall inheit les s den. auch Tat- Stelle das Ge- Jman" s die So wie falach des das 11 :ker

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