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Der jüdische Handwerker · 1933-04-01 · 2 (4.1933) · p. Seite 3

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Journal
Der jüdische Handwerker
Volume
25 (1933)
Issue
2 (4.1933)
Date
1933-04-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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DER JÜDISCHE HANDWERKER stündigung zwischen einem christlichen Handwerker und einem jüdischen Anwalt. Das deutsche Judentum \\ i rd notwendig wenn es seine Existenz liipr fristen soll - die Fühlung mit den Menschen der arbeitenden Schichten bekommen müssen, und es ist eine Aufgabe von hohem Grade, diese Umschichtung mit allen Mitteln durchzuführen. Ks isi notwendig, unseren jüdischen Eltern "klar zu machen, dilfi die Sucht nach dein-:sogenannten gebildeten Beruf nur eine Ycrkcniiung des Begriffes der Bildung ist und eine l'eberscltätzuiig flieset ganzen Dinge. Fortkommen, praktische Ueber? legunk und Neubildung und l mfor jüdischen Seide erfordern die Berufsvutnfri und dir Rückkehr /um jüdischen Hanl ><>lche ( iesichls|Minkte fordern;, abe I örclejrung des bereits bestehenden Handwerkers und die Besinnung, jüdischen Kreise ergreifen muH und <Ii< lügen zu einer .unabweisbaren Bnrdi dem Handwerk in »einem kample bei/u mitzuarbeiten an der allmäh liehen aber doch von uns allen erhofften Koni der jüdischen Situation im neuen Dem (Irr die len dir nun lieh tu w erk. auch j iidis< .Ii. in «Ii 'sen fung wird, lehen und Ii w ierigen 'idie Uni hlam UNSERE PFLICHT! I)ri /ciiiruluüssrlinß der deutschen Juri <I<■ 11 nachfolgenden ViilriiJ /in Verfüiruiii! II. •II \ % I - I »t« ■ 11 ( s,|,U(.n. \,,| (jclil um Im deutschen Judentum. Wir deutschen Juden Imlx-n unser Teil getragen im der allgemeinen deutschet! Vol. Wir haben hiiscr Kontingent gc- ■slelll /ii deni großen Heer der Mcn-chcn. dir ulinr Arbeit und ohne V crdieiisl muh' sinnvi'tlleil leben ausgeschlossen -< Ii Irin ii. Neue. Not ■ ist iiIii i uns gekommen. Jüdische Menschen wurden auihrer Arbeit herausgerissen: Sinn und Grundlage ihres L.chcirs i-i ihnen zerstört wurden. In /eilen dir Sni wird der "sinn der Gemeinschaft offenbar. Wo der l in/rlue. .ml sich illlein gestellt, einen Sinn seines Daseins nicht mehr sieht, zeigt dir Gemeinschaft ihm Sinn und /ich wo rr allein nichts mehr schaffen kann. muH die Kraft der (iruirinsiti.ili eintreten. Ans der /eil der No'l muß 111,11 die Gemeinschaft erwachsen, rili lebendiges Dasein gehinnen. \us ihr muß der Einzelne dir Knill /um Leiten Und /um Wirken schöpfen. Groß i-l dir \ijl^.il)r. die der Gemeinschaft der deutschen Juden heute gestellt ist. Die Not stellt vor den füren unserer Menschen, ihre Kruft droht /u zerbrechen. Von uns. %"<111 der Kraft der Gesamtheit muß die Rettung klUIIUICII. :. i L .• . ,. \rur Aufgaben in iiiigcknntitcm I nifuugf treten an, ilu*- herum Ks genügt nicht denen, die nicht wissen, wovon sie die nächsten Tage fristen sollen, das tägliche Beut /u reichen, Gewiß is| ds unsere erste Aufgäbe, dufür /u sorgen, dal' niemand der Unseren zu hungern braucht und des Düt hes über sciiidm Kopf entbehrt. Gewiß müssen wir dafür sorgen, wie wir! es gewohnt sind, dal! die Anstellten erhalten bleiben, die wir errichtet haben für unsere Kinder, rtir unsere Alten uiiil K ranken. Sie Html heute nötiger denn je. wenn die Nor lins auch zwingen wird, die Ansprüche un die Auitsttittuiif! dieser Anstalten erheblich herith/uschrnuhen. Alier mit alledem ist es nicht getan. Wir wollen, und wir dürfenuns nicht damit begnügen, unseren Mindern und, Scliwestern Almosen /u geben, für ihre einfachsten Bedürfnisse /u sorgeir. Unsere Pflicht ist es. ihnen zu helfen, dal! sie eine neue Grundlage ihrer Existenz finden, eine Arbeit, mit der sie sich selbst erhalten, die ihnen wieder eine Aufgabe, ihreüTN.eben einen Inhalt gib!!, Sinnlos allerdings wärees. wenn unsere Menschen sich wahllos auf ein/eine Hernie stürzen wollten, die ihnen irgendwie nahc/iilijrgcu scheinen. Aufgabe der dazu berufenen Stellen wird es sein, sorgfältig zu prüfen, wo Platz und Raun) für Arbeit jüdischer Menschen ist. dann über ihnen auch die Möglichkeil zu geben, sich auf'diese Arbeil umzustellen. Grolles wirt^verlangt werden von der Eähigkcit unserer Menschen, sieh umzustellen, sich in neue Arbeiten und neue Verhältnisse zu finden. Großes muH über auch verlangt werden von der ()pfcrfühigkcit der anderen, denen eine solche Umstellung erspart bleibt. Wer das (.link hat, Arbeit und Einkommen zu haben. muH dem hellen, der alles verlöreil hat. Wer noch die Möglichkeit hat zu geben. muH Iiizum äußersten seines Könnens opfern! Von jedem einzelnen' muH das Höclisle seförd l'l'lit hl ijlii/iclii isl ein I eind der Opfer muH gebrachte werden,, feile- Opfer < die in Not Geratenem jedes < )pfer der l.eisiii an un-ere Gemeinden, mit denen unzählige Exji knüpft sind. Schande über den. der durch (Ipfci w dien, durch sl|rüf).jehc Stcuersiheti un den /willst. Beamte ijder Angestellte /u entl. unserer Menschen d-a r. I los werden! durch uns brotlos Nur ja Einigkeit find Geschlossenheit gaben duunserer hiirreih erfüllt werden \ eisitiiedenheiieii zwischen un-. alles. wuzu rück gestellt werden. Die (trollen Orj k< Vi r .»Ii cmcinfchuf C r Hill ü ä'hei teuzeii in.in ere ('* -en. \\ I ejl II II ,nil Hilfswerke dedeutschen Judentuinsind iiiii^ vornilgegaugen. Sie hüben sich zusü.iiitiüi zu gelneinsamer Arbeit im „/.eiiiralansschuH Juden für Hille und Vufbau". Iii ihm -chwi derinlcn'ssen und eiKi'nsiiebtigeu• Wünsche, Ov irbeiten imr u ii Hern Augen; Dem lilfswer die in großen ihm zus.iininenw irken. tremeinsauten Ziel \or deutschen Juden Die-e Zentrale Melle w II schient, was geschehen muH mein nebeneinu mlei il,um 'sorgen, daß a Sie w ird dafü '■ sorgei und nicht gegeneiiiai ilei m i t einander gearbeitet wird. Ihr werden rtie einai Orguqisutioiien und Stellen ihre finanziell« n Min« VerfUgling stellen, so duß nicht der'Zul.iM di- \eiui besftzi's und der- Anjfbr.ingii.nl! entscheideti *elc.h( ttr den einzelnen Zweck zur Verfügung -i Ii ie Gesamtheit der zur Verfügung stehenden Min |eder einzelnen Mark du »erwuiidt wird, wo sie am euüstifti gefvrauchl wlul. I« Deutsche Juden, zeig] ein Ii der (iröße dl wuchsen' Glaubt nicht, dllß die Proldeine Judentumohne äußerste Opfer durch eine Wanderung gelöst werden können. Es ist k Deutschland /u verlassen, um frei,von dem I in Deutschland in Sorglosigkeit seine Zinsen Niemandem wird dadurch geholfen, duH er /ii -ieht auf eine Existenz ins Ausland wundert die Schar der Erwerbs- und Mittellosen zu \ wird jede Aussicht geprüfl Aerden, jede VI nutzt, um Menschen, die im ~ deui-i In n \ ,i i mehr die Möglichkeit einer wirtschaftlichen f eine Existenz im Aiislaiide gründen /u helfeir nicht sinnlos Deutschland! ,'Erfüllt hier Schiebt nicht blindlings Vlen-chen all riiu Scbicksjil entgegen. in ii iiu Ie Meil trennt aliouen. dieeschl Ij-r d «>n; M en- .Ur |edes ' fu*- .null '..Vit i nih'ii mein - einer lell/- Vllf> iin^»- niiiß und Kuh osicn ill-ctien So 11 •dien, einen k :d. r da« iiidern neu ' zur Tis- Mittel lindern I Hill Irinifiii Vufgu den ndlosi in Ver los der I zu v'e'rjt Iohne um un rgröHe gl ich ki r la ii de isten/ Aber > ine r n ithge keiner entziehe -wh -einer IMlichl in Prüfung! Jeder trage un seinem Orte und Können zu dein Werke der Hille bei! Di deutschen Judentumist gekommen, die Sti nde der antwdrtung und die Stunde der Bewahrung. Judentum möge sic h ihr gewachsen, zeigen! r Stund nach s Stund der •mein des Ver- Dak ilcJitschc sehen Aiislietist. rnih'i ■h reu'. Vits dort n. K- I lie nicht allen. ■rlaflt lic hl' issc-n Kollegen unterstützt Euch gegenseitig!

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