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Handwerk und Gewerbe · 1916-02-01 · 1. u. 2. Februar-Heft · p. Seite 228

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Journal
Handwerk und Gewerbe
Volume
9 (1916)
Issue
1. u. 2. Februar-Heft
Date
1916-02-01
Page
Seite 228 (sequence 6)
Language
German
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228 HANDWERK WD ÜEWERßE;zur Verfügung stellen wird. Die künstlerische " tungen waren auf der Höhe und unsere Mitglieder und (jönher spendeten ,zu wiederholten Malen jBeifall. Fiäulrio Edith nabers vorzügliche Klavier ent/üc cte w ie immer die Zuhörer, ebenso Ufr in pVäuleii Urbach emeTsehrtalentvoll'j tnige d e in Herrn]Kapellmeister Rothstem einen Begleiter am Klavier find. Irin Rothstem fes ihie ausdrm ksVoileVoitra^skiinst die Zuhöie*, r>.t aU an diesem Abend 1 Iir erstes Debüt gab, ei von sich reden mächen. Die komischen V Herrn bchmalfeld würzten den SchlnIJ des Farn "der halnioii seh und würdevoll Verl et und uns erinnerte, wie wir sie in Friedenszcitcn des ölietcn hjaben. Darbte Freunde brausenden chnik am linderten Violinistin, istei haften N<-Ite durch Künstlerin, u>fte noch frage des' heinbends, Abende verlebt Te bfcw nie i i nii Kobin. I Am 13. Januar a. c. veranstaltete James Rothstein im gtoßeir Saale der Philharmonie ein Vokal-Ko nzert zum , Besten der Kriegshilfe unseres Vereins., Die fei nähme des / Publikums war sehr rege und der grolle Saal war fa>t voll besetzt. Der Konzertgebtr von frfihcrher schon gut bekannt, brachte nur eigene Kompositionen zu (jehör. Infolge eines Fehlers an der Orgel mußte, das Programm umgestellt we>den. Drei ä capella gesunkene Volkslieder machten den Anfang. Frische, fröhHsche Wesen, die das Publikum zu begeisterten Beifallsstürmen fortrissen. Eine „Improvisation füif Klavier und Kunsthaimonium-' zeigte dien hohen Gedankengang des Konzertgebers, besonders sei ön. war die Musik für das Harmonium gesetzt. In den einstimmigen Liedern, von den Herren Frankel. Gollanin und Fräulein Stapelfeldt vorgetragen, trat'die \X nksam'keit des Konzeitgebers vollends zutage. Von den vortrefflichen Solisten meisterhaft vorgetragen, erzielten einzelne dieser Lieder sogar Wiederholungen. Den stärksten Ein Iruck jedoch machte der Vortrag des Psalm 92.03 in Hebräischer Sprache für gemischten Chor, Kantorsolo und Orgel. Herr (jollainn hatte das Kantorsolo übernommen und entzückte die Zühf^rer durch seinen in höchster Vollendung ausgeführten Vortrag, von Herrn Kammervirtuos Stabernak an der Orgel meisterhaft unterstützt. Der aus den Interimssängeni der jüdischen Gemeinde gebildete Chor leistete |vorzüghches und folgte willig und präzis dem Dirigenten. Die zum Schluß vorgetiagenen Knegslieder ernteten rauschenden Beifall und verhalten dem Korizertgeber zu e nem vollen Erfolg, f. Kobin. - * Unsere .diesjährige ordentliche General-Versammlung findet statt Montag, den 28. Ftbruar, abends 9 Uhr bei Simon, Heihgegeiststral5e 51. Die Einladung! mit Tagesordnung und Kassenbericht folgt in den nächsten Tagen. Zum Besten' unserer Kriegsfürsorge veranstalten wir am Sonntag, den .5 März, abends i28 Uhr in Neumann's "estsälen, Rosenthaler Straße40-41 (Hackescher Hof) einen Unterhaltungs-Abend i dem wir unsere werten Mitglieder mit ihren Angehörigen, . 'unden und Bekannten freundlichst einladen! Für künstlerische Darbietungen ist reichlichst gesorgt. U«n allen unseren Mitgliedern die Möglichkeit zu geben, an dieser Veranstaltung teilzunehmen, erheben wir ein Eintrittsgeld von hur 50 Pfennig. Garderobe kostet 20 Pfennig. h Anbetracht des ^uteii Zweckes erbitten wir die Einfü rung recht vieler Freunde. * Der Vorstand r i.V.: Max Silberberg, II. Vors Unser Vereinsarzt Herr Dr. Arenstein ist zum Heeresdienst eingezogen worden. Sein Vertreter t. u. 2. Februar Heft Herr Dr. med. G. Freudenstein, Artilleriestraße 36a, ticke Elsasserstrafie hat es übernommen, unsere Mitglieder während des Kfieges zu behandeln, worauf wir nochmals hinweisen möchten. Bei Konsultationen des1 Arztes muß, als Ausweis, die letzte ßejitragsquUtting vorgezeigt werden. Die Auswciska'rte zur ärztlichen Behandlung für die Familien der im Felde stehenden Mitglieder können jeim Rendanten Herrn Blumenthal, Bliunensiraße 3 (Amt Mexander 1847)»in Empfang genommen werden. Oiinej Aus- .veiskarte findet keine ärztliche Behandlung statt. Für den Familienunterstützungsfond sind eingegangen: Transport............ 3983,85 Mk. J. Abraham .......... 10, „ S. Oppler . . . ......_1, Summa 3904,85 Mk. I. A.: J. Löwenstei Zwanglose Zusammenkünfte. Vom Sonnabend, den 25. September 1915' ab, treffeki sich ljmsere Mitglieder wieder in Dobrin's Konditorei Spandauer Brücke 7. Verein selbständiger Handwerker jüdischen Glaubens (E. V.) zu Breslau. Berichtigung des Protokolls vom 13 Dezember 1915. In der Besprechung des Chanukafestes ist ein Irrtum ihsöfern entstanden, als Frau Eisner, die als Rezitatorin all gemein gut bekannt ist, auch „Üie Mutter" in meisterhafter Weise rezitierte und nicht sang, wie irrtümlich berichtet. Protokoll der außerordentlichen Generalversammlung vom 3. Januar 1916. In einer am 31. Januar 1916 stattgehabten außerordentlichen Generalversammlung mit Tagesordnung: 1. Verlesung des Protokolls. 2. Beschlußfassung über einen Vertrag unseres Vereins mit dem Bekleidungsamt zwecks Heereslieferung resp. Anfertigung von Uniformen. 3. Verschiedenes. - Das Protokoll wurde mit kleinen Abänderungen angenommen. Der Vertrag des Vereins mit dem Bekleidungsant wurde einstimmig angenommen. Schneidermeister Schein w ird die Arbeit abholen, verteilen und wieder abliefern. Zufolge Anweisung der Verteilungsstelle wird Herrn Schein für seine mühevolle und verantwortungsieiche Tätigkeit von der F andwerkskammer ein entsprechender Abzug von den tarifnäßigen Löhnen zugebilligt. Ebenso wird der Handwerkskammer sowie unserem Handwerkerverein je 1 /„vom Ums;tz mit dem Bekleidungsamt, zufallen. Herr Schein macht Mitteilung, daß er schon einen Teil Arbeit erhalten habe, worauf ihm der Vorsitzende Herr Behr nimens des Vereins für seine mühevolle und erfolgreiche Tätigkeit in dieser Sache dankt. Zu Punkt 3 Verschiedenes teilt der Vorsitzende Herr Behr mit, dali unser verehrtes Mitglied Herr Fleischermeister Nebel am 25. Dezemker 1915 seine Silberhochzeit und am 1. Januar 1916 sein 25jähriges Mei terjubiläum gefeiert hat. Herr Behr begab sich mit der Deputation, bestehend aus di:n Herren Siedner, Steinitz, Dreier und Schein zum Jubilar, überbrachte die herzlichsten Glückwünsche namens] des Vireins und überreichte, wie üblich, zum Meisterjubi äum einen silbernen Becher.. Herr Fleischermeister Nebel dänkte hocherfreut und überwies der Unterstützungskasse unseres Vireins 50 Mark. Unser verehrtes Mitglied, Herr Steif, überwies, unserer Unterstützungskasse 3 Mark. Schluß der Sitzung 11 % Uhr. Der Vorsitzende: Behr

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