Der jüdische Handwerker
- Journal
- Der jüdische Handwerker
- Volume
- 30 (1938)
- Issue
- 9 (9.1938)
- Date
- 1938-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/6492337-5771062-5923387--722-4883487- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
/ Bekundung eines gerechten Wohlwollens in Wort und Tat sowohl der gesamten Angestelltenschaft als auch dem Einzelnen gegenüber. Kleinliche Gesichtspunkte, Anschauungen, die dem Funktionieren eines arbeitsfreudigen und arbeitsfähigen Angestelltenkörpers, ohne den eine große Gemeinde nicht bestehen kann, hinderlich sind, liegen ihm fern. So hat sich Wilhelm Marcus in seiner erfolgreichen Gemeindearbeit stets auch als ein verständnisvoller un dtatkräftigerFörderervonlnteressender Angestelltenschaft gezeigt. Hierfür sagt ihm die Angestelltenschaft der Gemeinde heute herzlichen Dank und verbindet damit aufrichtige Wunsche für eine glückliche Zukunft. Der Vorstand des Vereins der Angestellten der Jüdischen Gemeinde Orttverband Breslau dos Zentralverbandes jüdischer Handwerker Deutschland«" x Sehr geehrter und lieber Herr Kollege Marcus! \ Mit außerordentlichem Bedauern haben wir gehört, daß Sie infolge Ihrer Auswanderung Ihre Tätigkeit für unseren Verband und damit für das jüdische Handwerk leider einstellen müssen. Wir haben in unserer Generalversammlung Veranlassung genommen, Ihrer selbst und Ihrer Uber alles Lob erhabenen Tätigkeit für unsere Bestrebungen ausführlichst zu gedenken, können es aber nicht unterlassen, Ihnen nochmals auf diesem Wege für all das, was Sie, lieber verehrter Kollege Marcus, für das jüdische Handwerk in Deutschland, den Zentralverband und nicht zuletzt auch für unseren Breslauer Verband in Jahrzehnten geleistet haben, unseren herzlichsten und bleibenden Dank auszusprechen. Wir verknüpfen mit diesem Dank unsere herzlichsten Wünsche für die Zukunft für Sie und Ihre werte Gattin. Möge Ihnen beiden in der neuen Heimat alles Gute beschieden sein und es Ihnen leicht und schnell gelingen, sich auch dort eine geachtete und ersprießliche Existenz zu schaffen. Indem wir Sie bitten, unser auch in Zukunft in Ihrer bewährten Treue zu gedenken, verabschieden wir uns von Ihnen und Ihrer werten Gattin mit kollegialem Gruß Hugo Spanier Dr. Alfred Hirschfeld. Zentralverband jüd. Handwerker, Ortsverein Hannover Lieber Willy und liebe Frau Marcus! Abschied bedeutet immer etwas Trauriges, und heute empfinden wir es doppelt, wenn Menschen, mit denen wir eine lange Strecke Weges zurückgelegt haben, von uns gehen. Lieber Willy, ich danke Dir für Deine stets gleichbleibende Freundschaft, ich danke Dir doppelt für alles, was Du für unsere Sache getan hast. Möge aus diesem Tun für Dich und Deine 1. Frau reicher Segen quillen. Mir ist das Herz so voll guter Wünsche für Dich, daß ich sie nicht alle zu Papier bringen kann. Bleibe gesund, dann wird Gott Dir schon weiter helfen. Ich kann mir vorstellen, daß Dir der Abschied nicht leicht sein wird; wir sind doch zu sehr hier verwurzelt, und es bleibt immer ein Stück von uns zurück. Alles, was Du für uns getan, möge Dir Ansporn sein, auch drüben weiter zu wirken und zu schaffen. Also Glück auf, herzliche Grüße von mir und meiner t Frau in alter treuer Freundschaft Paul Goldmann. Zentraiverband jüd. Handwerker, Ortsverein Düsseldorf Liebe Frau Marcus, lieber Wilhelm Marcus! Wir haben das Herzensbedürfnis, Ihnen auch von Düsseldorf ein herzliches Lebewohl zuzurufen und eine gute, glückliche Reise zu wünschen. Euch beiden in Eurer neuen Heimat recht viel Glück und Segen! Möge all das Gute, das Ihr getan, und all die Mühe, die Ihr hier gehabt, in Eurer neuen Heimat reiche Früchte tragen. Ich rechne mich zu denjenigen, die unter Deiner Leitung und Führung in jahrelanger, mühevoller Arbelt fUrunserejüdlscheHandwerkersache haben arbeiten können, und so kann ich wohl ermessen und beurteilen, was Du unserem Verbände warst und was Du ihm vor allem in der Jetztzeit bedeutest. Jedenfalls, lieber Kollese Marcus, Dein größtes Werk, der Zentralverband jüdischer Handwerker, ist etwas so Einzigartiges, daß Du darauf besonders stolz sein kannst. Du hinterläßt in unseren Reihen eine Lücke, die wohl kaum zu ersetzen ist. Vielleicht wird es Dir und Deiner lieben Gattin aber in der neuen Heimat, wenn Ihr dort einmal Fuß gefaßt habt, möglich sein, noch mehr für das jüdische Handwerk zu tun. Also, alles erdenklich Gute für die Zukunft, und wir hoffen, daß wir uns noch einmal sehen werden. Aber das können wir nur der allgütigen Vorsehung überlassen. Mit diesem Gedanken verabschiede ich mich von Euch und sende Euch allerherzlichste Grüße und Wünsche Euer Leo Winter und Familie Zentralverband Jüd. Handwerker, Ortsverein Köln Lieber Kollege Marcus! So sehr wir uns mit Dir freuen, daß Dir die Möglichkeit gegeben ist, in einem anderen Lande Dir eine neue Existenz zu begründen, so sehr bedauern wir es andererseits, den Mann zu verlieren, der durch Jahrzehnte hindurch uns das Symbol unserer Bestrebungen und unserer Organisation gewesen ist Nie werden wir die Stunden vergessen, die wir bei zahlreicher! Zusammenkünften mit Dir verbracht haben, nicht zuletzt auch die Tage, an denen Du bei uns in Köln zum Wohle unserer Organisation und unseres Standes gewirkt hast. Wir geben uns der Zuversicht hin, daß Du Dir auch in fremdem Lande bald eine neue Existenz gründen wirst, und daß Du auch dort weiter zum Wohle der jüdischen Gemeinschaft tätig sein kannst. Indem wir Dir sowie Deiner sehr verehrten Gattin für die fernere Zukunft von Herzen das Beste wünschen, gestatten wir uns, Dir das beiliegende kleine Zeichen unserer Verbundenheit und Dankbarkeit zu überreichen. Wir verbleiben mit kollegialem Gruß im Namen der Ortsgruppe Erich Steiner Hugo Hermann Isi Levi Verband selbständiger jüd. Gewerbetreibender und Handwerker In Oanzlg Sehr geehrter Herr Kollege Marcus! Wir hören zu unserem großen Bedauern, daß unser Zentralverband Ihre bewährte Kraft als I. Vorsitzenden verliert. Es ist uns Bedürfnis, Ihnen, sehr geehrter Herr Kollege Marcus, der Sie sich jahrzehntelang für die Belange des Verbandes selbstlos eingesetzt haben, Worte herzlichsten Abschiedes zu übermitteln. Möge es Ihnen gelingen, sich in Ihrem Ziellande, das Ihnen eine neue Heimat werden soll, recht bald einzuleben, und möge sich die Zukunft für Sie glücklich gestalten. Wir begrüßen Sie mit kollegialer Hochachtung J. Friedeberg David Jonas Heimatgemeinschaft Posen-Süd (Ostrowo) Der langjährige Vorsitzende des unserem Verbände angeschlossenen Ostrowoer Hilfsvereins Wilhelm Marcus verläßt uns in diesen Tagen, um nach Nordamerika zu gehen. Einer alteingesessenen Ostrowoer Handwerkerf a m i 1 i e entstammend, hat er stets Liebe und Treue zur alten Heimat bewiesen und sich auch für unsere Bestrebungen immer eingesetzt. Wir wünschen unserem scheidehden Mitgliede eine erfolgreiche Zukunft und hoffen, daß er den Heimatgedanken auch in der neuen Welt pflegen wird. Geschäftsstelle des Handwerker- und Mittelstandsverbandes Redaktion der Zeitschrift „Der Jüdische Handwerker" Sehr verehrter Herr Marcus! Wenn Ihr Ausscheiden an allen den zahlreichen Stellen, an denen Sie führend und anregend gewirkt haben, Lücken gerissen hat, so werden Wir Ihr Fehlen ganz besonders schmerzlich empfinden. Sahen wir doch in Ihnen nicht nur den Vorsitzenden der Gesamtorganisation Mnd deren stets vorwärtsdrängende Triebkraft, sondern auch einen wohlwollenden und für alle berechtigten Wünsche und Anregungen immer verständnisvollen Führer und Freund. Wfr, denen in täglicher Zusammenarbeit Ihre großen Fähigkeiten und Ihr reines Wollen kund wurde, werden Sie stets in bester Erinnerung behalten und hoffen zuversichtlich, daß der Konnex zwischen uns und Ihnen auch nach Ihrem Fortgang nicht abreißen wird. I G.6ffn.t tfigl 11-20 Sonn- und F«t*rtogi 11-16 Uhr Priuat mittagu. ibtnmscti Tal.S4 87 II g. 14 6 S 44 Die gepflegte Küdie im Westen Ernst Herschihai WSO, MarburgcTSiT 9a-d. Aafbmgtr Str. u. Absndtisch Tag«utitung«n Gedeck RM 0.80 bis RM 1.50 4 /