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Der jüdische Handwerker · 1937-01-01 · 1 (1.1937) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Handwerker
Volume
29 (1937)
Issue
1 (1.1937)
Date
1937-01-01
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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Exlstenzmögllchkelten Berlin. Vollkommen eingerichtete Knopflochstepperei für Konfektion, Wäsche, Gimpe sucht Verbindung mit Vertreter oder Kaufmann, der bei der Konfektton gut eingeführt ist. ' Kaufmann aus der Lebensmittel- und Spirituosenbranche sucht Beteiligung an ähnlichem oder sonstigem Industrieunternehmen, wie Herstellung von Seifen, Süßwaren u. a. Kapital vorhanden. Outeingeführte Pferdehandlung, seit Jahren bestehend, bietet Kaufmann mit Kapital durch Beteiligung gute und sichere Existenzmöglichkeit. Out eingeführtes, lange Jahre bestehendes Putz- und Konfektionsgeschäft, Berlin W., sucht eine Teilhaberin für Putz mit Meisterprüfung. Kapital nicht erforderlich. Bettengeschäft im westlichen Vorort lange Jahre bestehend, sehr gut eingeführt, ist zu verkaufen. Erforderlich RM 3 000.— bis RM 5000.—. Für Fachmann solide Existenzmöglichkeit. Dflfeldorf. Für Schneider bietet sich infolge Auswanderung des Inhabers besonders günstige Gelegenheit zur Uebernahme einer seit 30 Jahren bestehenden, gut eingeführten Herren- und Damenschneiderei. Zur Uebernahme des Geschäfts mit vollständiger Einrichtung (Laden u. Werkstatt), Stoffe und Zutaten sind etwa RM 1 500— bis 2080.— erforderlich. Köln. Glas- und Gebäudereinigungsinstitut sucht zur Erweiterung des Betriebes Teilhaber mit einer Einlage von etwa RM 5-6000.—. Merktafel der Wlrtfchaft Die Umsätze der von der Forschungsstelle für den Handel laufend untersuchten Zweige des Großhandels zeigten im drtten Verteljahr 1936 ausnahmslos eine aufsteigende Richtung. Die Umsatzsteigerungen lagen im Vergleich zu dem gleichen Zeitabschnitt des Jahres 1935 zwischen 6 und 16 o/o. Besonders starke Zunahmen zeigten die Umsätze des Baustoff -Großhandels und des Großhandels mit sanitärem Wasserleitungsbedarf. Auch im TuchgroBhandel war eine uberdurchschnittliche Absatzbelebung zu beobachten, ebenso im Schuhwaren-Großhandel. , ,.".V " * Der Oesamtumsatz der deutschen Maschinenindustrie im Jahre 1936 wird auf annähernd 3 Milliarden Mark veranschlagt. Er war damit um 20 o'o hoher als im Jahre 1935 und erreichte mengenmäßig den Stand des Jahres 1929, des bisher besten Geschäftsjahres. Die Erzeugung von elektrischem Strom war im Monat November 1936 um 20o/0 größer als im gleichen Monat des Vorjahres, die Oaserzeugung um 13 o/o. Der Londoner Kupferpreis, der Ende 1934 auf 171/,, Gold-t (Standard) gesunken war, erreichte Ende 1936 einen Stand von 297/u Oold-£. Die Weltkupfervorräte, die Ende 1935 noch mehr als 485 000 t betrugen, sind bis Ende 1936 auf 347 000 t gesunken. Die Produktion steigt zwar, kann aber .mit dem Anwachsen des Verbrauchs offenbar nicht Schritt halten. Die Ueberwachungsstelle Chemie hat eine Produktions¬ und Absatzkontrolle für Schwefelsäure angeordnet.;-wBBIWHB|y»**^ Durch die Anordnung .20 der Ueberwachungsstelle für Eisen und Stahl sind Höchstpreise für Qußbruch festgesetzt worden. «*v-.. •.>.»• - , Die Ueberwachungsstelle für Eisen und Stahl hat durch eipe im Deutschen Reichsanzeiger vom 31. Dezember 1936 veröffentlichte Anordnung die Verwendung von nichtrostenden Stählen zur Herstellung gewisser Erzeugnisse für den Inlandsbedarf beschränkt, da zur Herstellung nichtrostender Stähle Rohstoffe benötigt werden, die größtenteils unter Aufwand von Devisen aus dem Auslande bezogen werden müssen. ., * ' Da in letzter Zeit neue Werkstoffe für Schuhsohlen auf den Markt gebracht worden sind, die den an solches Material zu stellenden Anforderungen nicht genügen, hat die Ueberwachungsstelle für Lederwirtschaft in der Anordnung 30 bestimmt, daß für Schuhsohlen nur solche Werkstoffe verarbeitet werden dürfen, die voq ihr hierfür besonders zugelassen worden sind. Die Ueberwachungsstelle für Baumwollgarne und -Gewebe hat durch die Anordnung BG vom 29. Dezember 1936 eine allgemeine Meldepflicht der am 31. Dezember vorhandenen Bestände an Baumwoll- und Baumwollmischgespinsten sowie der nach diesem Zeitpunkt zu liefernden Baumwoll- und BaumwoUraischgespinste vorgeschrieben. Meldepflichtig sind alle Personen oder Unternehmen, die am 31. Dezember 1936 insgesamt mehr als 100 kg dieser Gespinste in ihrem Eigentum oder Besitz hatten bezw. an diesem Stichtage einen Anspruch auf Lieferung solcher Gespinste in Höhe von mehr als 100 kg hatten. Meldepflichtige, denen bis zum 5. Januar d. Js. keine Fragebogen von der Ueberwachungstelle (Berlin SW 68, Schützenstraße 60/62) zugegangen sind, haben sie bei dieser Stelle unter Angabe der Art des Geschäftsbetriebes anzufordern. Nach einer Anordnung der Wirtschaftlichen Vereinigung der deutschen Süßwarenwirtschaft dürfen Pflanzenöle, gehärtete Pflanzenöle, Pflanzenfette, gehärtetes Walöl, Butter und Butterschmalz sowie' tierische Fette aller Art vom 1. Januar 1937 ab nur noch in dem Ausmaß zu Süßwaren verarbeitet werden, in dem sie durch besondere Verarbeitungsgenehmigungen vom Vorsitzenden der Vereinigung zugeteilt werden. Für Margarine und Kunstspeisetette werden Verarbeitungsgenehmigungen nicht erteilt. Die Anordnungen Nr. 10, 30 und 31 der Wirtschaftlichen Vereinigung der deutschen Süßwarenwirtsdhaft regeln den Kauf von Stärkesyrup und Stärkezucker, die Herstellung von Hart- und Weichkaramellen sowie den Bezug von Kakaohalbfertigwaren zur Wetterverarbeitung. Der Reichsbeauftragte für Chemie hat am 21. Dezember 1936 eine Anordnung 4 erlassen, in der Bestimmungen über die Zusammensetzung und MarkenbeZeichnung von Harzlelmen oder harznaltigen Leimstoffen getroffen werden. Der Vorsitzende der Marktvereinigung der deutschen Forst- und Holar >chaft hat am 21. Dezember 1936 eine Anordnung 1 ^L»sen, die den Absatz von Papierholz regelt. Papierholz-Einkäufe jeder Art sind genehmigungspflichtig. , Die Hauptvereinigung der deutschen Weinbauwirtschaft hat auf Anregung des Reichskommissars für die Preisbildung Maßnahmen ergriffen, um den in letzter «Zeit beobachteten ungerechtfertigten Preissteigerungen im Weinhandel entgegenzuwirken. Der Reichskomissar hat ferner angeordnet, daß Weinversteigerungen bis zum 1. Mal 1937 nicht stattfinden dürfen, und daß die seit dem 18. Oktober 1936 auf Weinversteigerungen erzielten Preise nachgeprüft werden sollen. Die Zahl der neueröffneten Konkurse betrug im Monat Dezember v. J. 235 gegenüber 212 im November v. J- und 261 im Dezember 1935. Die Zahl der eröffneten Vergleichsverfahren stieg von 33 im Monat November .auf 46 im Monat Dezember. Im Dezember 1935 waren aber 61 Vergleichsverfahren eingeleitet worden. Sammalt die jüdische Handwerker-Zeitung! In unserer Zeitung werden laufend zahlreiche Artikel, Mitteilungen und Notizen von dauerndem praktischen Wert veröffentlicht. Wer die Zeitung nicht wegwirft, sondern aufhebt und sammelt, kann sich im Bedarfsfälle über alle Gesetze, Bestimmungen und Verordnungen unterrichten, die der jüdische Handwerker und der jüdische Geschäftsmann kennen müssen. Aus unserem Leserkreise ist deshalb angeregt worden, «ine Sammelmappe herzustellen, in der die einzelnen Hefte des „Jüdischen Handwerkers" übersichtlich Xeordnet und aufbewahrt werden können. Wir hoffen, diese nregung in nächster Zeit verwirklichen zu können. Unsere Leser tun deshalb in ihrem eigenen Interesse gut, die im Jahre 1937 erscheinenden Hefte des ■ „Jüdischen Händlers" sorgsam aufzubewahren, damit sie später in die Sammelmappe eingeordnet werden können. Ein ebenfalls -geplantes sachliches Inhaltsverzeichnis wird das Sammeln und Auffinden der Artikel erleichtern. Unsere' Leser werden auf diese Weise in dem gesammelten Jahrgang 1937 ein wertvolles Nachschlagewerk besitzen. Lindert die Not, spendet für die Jüdische Winterhilfe! Postscheckkonto: Berlin 93 446.

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