Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Bremen
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Bremen
- Volume
- 8 (1936)
- Issue
- 2 (18.2.1936)
- Date
- 1936-02-18
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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- Lübeck 4× ep/1048008
- Emden 2× ep/1044505
- Jever 1× ep/1047966
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ummer i Qemeindeblatt Bremen Seite 5 ginf Dr. Traub noch näher als es ihm in seinem Vortrage mög- Üch war auf die Entwicklung des Jischuws in Palästina ein. Br konnte eine tanze Reihe Anfragen, die sich auf die Eingllederungsmögllchkeiten der Juden aus Deutschland Iii Palästina Bezogen, auch was die religiöse Seite anbelangt, beantworten; alles in einer klar verständlichen und unermüdlichen Welse zur vollen Zufriedenheit der trotz vorgeschrittenen Zeit ausharrenden Zuhörer. Die Einwanderung vom Juden nach Palästina hat sich im Monat Januar gegenüber dem Vorjahr erheblich verringert. . Während sich die Zahl der jadischen Einwanderer im Januar 1935 auf 4336 belief, wanderten in diesem Januar nur 2100 Juden ein. Deutsch-Israelitische Gemeinde Hamburg: Bei der Etatberatung für 1936 beschloß die Qemeindevertretung, die Qemelndesteuer auf 23% der staatlichen Einkommensteuer und- 35% der Reichsvermögenssteuer festzusetzen. Von den Ausgaben, die sich im abgelaufenen Jahre auf I 045 000 RM bezifferten, wurden 800000 RM durch Steuern gedeckt. Die Zahl der Steuerpflichtigen ist ca. 7 000, doch waren am Steueraufkommen nur knapp 1500 beteiligt. Der Etat für 1936 ist um 1100TORM höher als Im Jahre 1935. Die Israelitische Gemeinde Lübeck schloß sich unter Wahrung ihrer Selbständigkeit dem Preußischen Landesverband jüdischer Gemeinden an, nachdem kurz vorher mit der Israelitischen Landesgemeinde Mecklenburg ein Anschlußvertrag abgeschlossen worden war. Neben Thüringen, Oldenburg, Braunschwelg,'Lippe, Mecklenburg und dem Saargebiet Ist Lübeck der siebente jüdische Landesverband der sich dem Preußischen Landesverband angeschlossen hat. Reichsbund jüdischer Frontsoldaten: Am 22. Februar, abends 830 Uhr, spricht der Vorsitzende der Ortsgruppe Unterweser des RJF. Kamerad Dagobert Kahn im Rahmen eines Kameradschaftsabends, der Mtägig vom RJF. und der Sportsgruppe „Schild" im Qemeihdehause, Gartenstraße 7, veranstaltet wird. Ober „die Auswanderungsfrage. insbesondere für unsere Frontkämpfergeneration". Zu diesem Vortrage werden alle Mitglieder des RJF. und der Sportgruppe „Schild" sowie sämtliche männlichen Mitglieder der Jüdischen Gemeinde zu ^Jremen herzlichst eingeladen. Oberrabbiner Dr. Jos. Carlebach (Altona) ist vom Deutsch- Israelitischen Synagogenverband in Hamburg als Nachfolger des vor 1V& Jahren verstorbenen Oberrabbiners Dr. Spit?er zum Oberrabbiner von Hamburg berufen worden. Herr Dr. Carlebach, der seit 1926 das Amt des Oberrabbiners von Schleswig-Holstein innehat, hat die Berufung angenommen und tritt das neue Amt voraussichtlich zu den Pessach-Felertagen an. Die 4. Veranstaltung der Kulturkommission brachte uns die Bekanntschaft mit einem sehr erfreulichen Sänger. Herr Max Untermayer (Raymer) sang mit einem runden, weichen, vom zartesten Piano bis größten Fo(te gleich leicht ansprechendem Bariton Lieder. Balladen und Arien. Seine vornehm kultivierte Stimme trägt ausgezeichnet, so daß es dem Künstler dank dieser Qaben möglich Ist, sämtliche Register gesanglicher Kunst in allen Schattierungen spielen zu lassen. Kommt noch hinzu, daß er als ehemaliger Opernsänger über gutes dramatisches Gestaltungsvermögen verfügt, so daß Lieder wie Archibald Douglas, die Arie des Fürsten Igor, der Monolog des Oerard, - die Arie von Rigoletto und der als Zugabe gesungene Bajazjw- Prolog Höhepunkte seiner von vielseitigem Können zeugenden Vortragsfolge wurden. Herr Mandelbrod war dem Sänger nicht nur ein feinsinniger Begleiter, der In mustergültiger Einfühlung an die Eigenart des Sängers Notwendiges zu unterstreichen verstand, er stellte überdies In der selten gehörten C-Mill- Fantasle von Mozart seine hohen pianistischen Fähigkelten bestens unter Beweis. So wurde der Abend, nicht zuletzt durch das Aufelnariderabgesthnmtsein beider Künstler, zu einem Erlebnis höchster harmonischer Einheit. C. In Chlkago stellte der jüdische Wohlfahrtsverband einen Wohlfahrtsetat von rund 1 356 000 Dollars auf. Elp jüdischer Aerzte-KongreU findet am 27. April in Tel Awtw statt. Auf dem gleichnamigen Dampfer erhalten Aerzte besonders ermäßigte Fahrpreise. SebettW bie &ttibtttommttl tBtt urttHMäH* beinoenb: fbtmnn-Hlntüat wttfc ttfttw^fnm^in^f1t -3üd. i&$oblf<tbctö<tttti, {&<tctettffc. £• -*-^Zy jeselP Jüdische Familienforschung: Trotz des starken Interes: für jüdische Familienkunde ist die Mitgliederzahl der Gesei schaff für jüdisqhe Familienforschung nicht in dem Maße gewachsen, wie m\j es annehmen sollte. Das kürzlich erschienene 39. Heft"*3?r^Jimj(jlungen" bringt wieder viel wissenswertes Material. Interessenten Menden sich direkt an den Vorsitzenden der Oesellschaft, Herrn Dr. Czellitzer, lkrhu W 35. ' Lützowstraße 60. Die Hauptversammlung der Gesellschaft findet am 19. Februar im Logenhaus (Berlin), Kleiststraße 10 um 20 Uhr statt. Herr Ministerialrat i. R. Wittelshöfer spricht Uber „Die Bedeutung der eugenischen Gesetzgebung für die jüdische . Familie". > Der Bericht der zionistischen Vereinigung iür Deutschland an den 25. -Delegiertentag in Berlin ist im Sonderdruck erschienen. Die Tätigkeit der Oruppenverbände erfahren eine besondere Würdigung; basiert doch auf ihnen die wesentliche Arbeit der zionistischen Vereinigung, die ohne richtige Arbeitsteilung die Juden in Stadt und Land nicht in dem Maße hätte erfassen können wie es in der Berichtszeit geschah. Ueber die Tätigkeit in Nordwestdeutschland sei folgendes auszugsweise wiedergegeben: „Der Nordwestdeutsche Gruppenverband umfaßt kein geographisch einheitliches Gebiet. Zu ihm gehören die Ortsgruppen längs der Ost- und Nordseeküste von Lübeck bis Emden. Das Zentrum ist Hamburg. Das ostjqdische Element ist stark nur in Kiel vertreten, wo der ältere eingesessene Teil der Gemeinde seine Distanz zu Ihm mit besonderer Schärfe betont; sodann in Altona, das derartige Spannungen indessen, vor allem dank der seit altersher bestehenden starken Mitwirkung der Zionisten an der Gemeindearbelt, kaum kennt . . . Bremen, Kiel und Lübeck haben relativ junge Gemeinden. Demgegenüber haben nicht nur Hamburg, Altona, Wandsbek sondern auch Emden und noch kleinere Gemeinden fm westlichen Teile des Verbandsgebiets wie Aurich und Jever ein ehrwür- - dlges Alter. IMese Tatsachen wirken heute noch vielfach auf die Färbung des religiösen Lebens in den Oemeinden ein. Je jünger diese sind, desto mehr dominiert der Liberalismus; .n Auitüllen und Ihrtm Rrieltrigcr mltftb«a od*r anfraaktart In daa Brlefkaatea werfan POStbeStellSCheill Mr Neuabonnenten Hn d« postanjt .(Zeitungsstelle) Hier* Ich — Wir — bestalle— hiermit iür regelmäßigen Zustellung das monatlich 1 mal erscheinend« Gemeindsblatt der Isr. Gemeinde Bremen ran PraU« von RM. —.30 pro Vierteljahr, suxuglich 6 Rpl. Postiustell- *" gebühren. 1 —1 ">w iaaaaniianiliiiliil Ii (ienaue Adresse des Absenders: Voru. Zuname: Elfaehlndlfa, daaUlcha UetenchrHt aifoidarilch Ort: Strafte: ............Nr................Stock •) Dttear BesMIaehela darf nur am Wobaoit des «attallan t« daa PoelbfMkaetea «ewoifaa oder deai BrielOeaec abfaiaban werdan. Nickt aa dea Verlaf lendea I rfn