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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Bremen · 1936-02-18 · 2 (18.2.1936) · p. Seite 4

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Bremen
Volume
8 (1936)
Issue
2 (18.2.1936)
Date
1936-02-18
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Gemeindeblatt Bremen Nummer 2 Siedlungen auf eingezäumten Areal erfolgen. ' Die landwirtschaftliche Einordnung der Auswanderer wird durch lnstruktoren der ICA gefördert werden. Mit der. Ermoglichung der Einordnung dieser Familien in Argentinien hat die ICA begonnen, einen wichtigen Beitrag zur Erschließung von Auswanderungsmöglichkeiten für Juden in Deutschland zu liefern. Es ist zu hoffen, daß bei Bewährung der Auswanderer in der landwirtschaftlichen Arbeit die Möglichkeit für die Einordnung weiterer Eamilien gegeben ist. Sportgruppe Schild Im ..Kit." Bremen, Ortsgruppe Brauten: Sonntag, den 19. Januar 1936: Fürstenau 1. — „Schild" I. Bremen, 1:7. — Die Bremer Mannschaft trat mit fünf Ersatzleuten an, gewann aber trotzdem leicht, nach hartem aber fairem Kampf. Anschließend an die sportlichen Veranstaltungen vereinte ein gemütliches Beisammensein die Kameraden. Sonntag, den 26. Januar 1936: „Schild" I. Bremen —VTH. 04, I. Hannover, 1:0 (1:0). — Bremen konnte seinen ersten Punktkampf nach ausgeglichenem Spiel siegreich gestalten. Beide Stürmerreihen boten schwache Leistungen. Bremens Läuferreihe übertraf die Hannoversche. Die Verteidigungen waren sich gleichwertig. In der ersten Halbzeit konnte Löwenstein unhaltbar einsenden und blieb es bei diesem einzigen Treffer. Der Kampf war äußerst fair. Schiedsrichter aus Hamburg war gut Die Punkte der 2. Mannschaft fielen Bremen kampflos zu. da Hannover nicht antreten konnte. Schild I.. Bremen — Blau-Weiß 1., Hamburg, 1:0 (0:0)' Schild IL, Bremen — Blau-Weiß IL. Hamburg, 0:5 Am Sonntag, den 2. Februar trafen sich obenerwähnte Vereine. Im Spiel der 1. Mannschaft siegten die Bremer nach schwerem. Kampf verdient. Ueberragend in diesem Spiel war Bremens linker Verteidiger, sowie äußerst eifrig, der Mittelstürmer. — Im Spiel der 2. Mannschaft war Hamburg weit überlegen und zwar auf Qrund der hervorragenden Arbeit seiner Läuferreihe, Bremens Leistung war zu uneinheitlich. Nach dem Sport vereinten sich die jungen Leute zur angeregten Unterhaltung. . - Schülerbriefwechsel mit Kindern in Erez Israel Die Pressestelle der Reichsvertretung teilt mit: Vom, Lehrerrat für den KKL in Erez Israel wurde eine Zentralstelle zur Pflege eines Briefwechsels von Kindern in der Diaspora mit Erez Israel geschaffen. Diese Stelle wird .einen regelmäßigen Dienst einrichten zur Beantwortung von Fragen über Erez Israel, mit denen sich die Kinder an ihn wenden werden. Die Anfragen können in der entsprechenden Landessprache gestellt werden, die Beantwortung erfolgt ausschließlich in hebräischer Sprache. Auf diese Weise wird die Zentralstelle nicht nur Informationen Uber das Leben in Erez Israel in einer dem kindlichen Denken angepaßten und in . ihm verständlichen Form erteilen, sondern auch zur Verbreitung der hebräischen Sprache durch rege Korrespondenz beitragen. Ferner wird die Zentralstelle die Korrespondenz zwischen den Schulkindern in Erez Israel und In der Diaspora vermitteln und für regelmäßige Beantwortung sorgen. Diese Briefe, von den Kindern selbst geschrieben und beantwortet, sollen natürlich nur in hebräischer Sprache abgefaßt sein. Die Briefe der Kinder sollen an.den Waad Arzi Ii»- . kerenHakajemethLeisrael.TelAwlw POB. 73fi gerichtet werden. Sie können aber auch an die Zentrale des Kernt Kajemeth Lejisrael, Berlin W 15, Melnekestraße 10 gerichtet werden, der sie dann jeweils nach Palästina weiterleitet Auch dich geht et an: Laut Bekanntgabe vom 2. Februar in den „Bremer Nachrichten" sind die In der Aufklärungsschrift genannten Architekten Fritz Brandt. Rembertistraße 71, Richard Schellenberger, Schwachhauser Ring 126 und Joseph W. Ostwald, Contrescarpe 77« arischer Abstammung. Die Angabe der Aufklärungsschrift wird hinsichtlich der Genannten und ihrer Ehefrauen zurückgenommen. Verwandten-Zertifikate: Die Jewish Agency for PalestJne nimmt ab 1. Februar keine Bewerbungen um Zertifikate für Angehörige in Palästina lebender Juden mehr entgegen, wie sie überhaupt die Annahme von Gesuchen um Einwanderung1 von Farn lienangehortgen eingeschränkt hat. Ausgenommen von der neuen Anordnung sind Angehörige aus Deutschland, dem Jemen und Rußland. Kundgebung der Isr. Gemeinde für das Palästina-Aufbauwerk: Anläßlich des fünfzehnjährigen' Bestenens des Keren Hajessod. jüdisches Palästinawerk e. V., veranstaltete der Vorstand der Israelitischen Gemeinde am Sonnabend, der 25. Januar, im kleinen Saale de* Union eine feierliche Kund- - gebung mit Herrn Dr. Michael T?a u b, dem Vizepräsidenten des Keren Hajessod. als Hauptredner. Die Veranstaltung, umrahmt von vorzüglicKen^Darbietungen des Neiger-Quartett. Hamburg, wurde vtom ersten Vorsteher der Israelitischen Gemeinde, Herrn Max Markreich, eröffnet Herr Markreich entbot dem KereiKHajessod zu seinem fünfzehnjährigen Bestehen Grüße und Glückwünsche der Israelitischen Gemeinde Bremen, und wies auf die Bedeutung dieses nationalen Finanzinstruments, hin. das ein Ruhmesblatt Ties neuen zeitlichen Judentums darstelle. Sei auch der Dienst an den wirtschaftlich zusammengebrochenen Juden in Deutschland eine wichtige Angelegenheit, so käme doch dem Palästinaaufbauwerk als Ziel und Mittelpunkt des Fortbestandes der Juden, an dem man mit vereinten Kräften arbeiten müsse, die größere Bedeutung zu. Herr Markreich rief zu intensiver Mitarbeit für den Keren Hajessod auf. Herr Rabbiner Dr. Aber begann seine Rede mit einer hebräischen Ansprache und forderte dazu auf, unsere Anstrengungen zu verdoppeln, um das Werk des Keren Hajessod, las , . vor nunmehr fünfzehn Jahren begonnen wurde, zum Erfolg zu führen. So würde dieses Werk aus Hoffenden Glaubende, und aus Glaubenden Dankbare machen, die mit neuer Kraft das Land unserer Väter wieder aufbauen. Namens der Bremer Jewish Agency-Kommtsslon begrüßte Herr Siegbert Zacharias die Anwesenden und dankte* Herrn Dr. Traub für sein Kommen. Dann gab Herr Dr. T r a u b in seiner groß angelegten Rede einen Rechenschaftsbericht Uber den fünfzehnjährigen Palästinaaufbau unter Mitarbeit des Keren Hajessod. Der Redner verstand es, den Hörern mit einem nüchternen Zahlenbericht die geleistete praktische Arbeit lebendig zu veranschaulichen. Er führte u. a. aus, daß da, wo private Initiative versagte oder ein Erfolg der in Aussicht genommenen Arbeit nicht vorauszusehen war, das nationale Kapital eingegriffen und aus krankheitsdurchseuchten Gebieten blühendes Land geschaffen, Siedlungen und Dörfer angelegt, Schulen errichtet und die Menschen mit dem Lande verbunden habe. Dies alles sei geschaffen worden, trotzdem man nur einen Bruchteil der Beträge, die man vor fünfzehn Jahren erwartete, erhalten habe. Von den Juden Deutschlands erwarte der Keren Hajessod. daß sie sich an diesem konstruktiven Aufbauwerk mit beson- ' derer Hingabe beteiligen, denn trotz der Notlage der Juden in vielen anderen Ländern würden die in Deutschland vom Keren Hajessod aufgebrachten Beträge für die Eingliederung und Existenzgründung der Juden aus Deutschland In Palästina verwandt, und ferner darüber hinaus für diese Zwecke noch W der Gesamtelnkünfte des Keren Hajessod. Man solle, so schloß der Redner seine spannenden Ausführungen, nicht warten bis es zu spät sei, sonderrt den Aufstieg der Juden In Palästina so» * schnell wie möglich durch Hingabe von Opfern ermöglichen. Leider fehlten bei dieser Veranstaltung diejenigen, die besonders in der Lage sind, noch Opfer (zu bringen und in» gro- Ben Maßstabe am PalästlnaaufbauwerV mitzuarbeiten. Dieser Enttäuschung gab Herr Dr. Traub In elneS unmittelbar dem Oemelndeabend folgenden ZitlreTv>™nstaltjmg Ausdruck. Hier .

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