Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Bremen
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Bremen
- Volume
- 8 (1936)
- Issue
- 2 (18.2.1936)
- Date
- 1936-02-18
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/6492301-5441719-5441775--097-4883053- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Nummer 2 Qemeindeblatt Bremen Seite-3 lAus dir israelitischen Gemeinde Bremen I Bremer Nachrichten * *" llirllzwiltn 1/lninrnntnnri In , I i . H r,nitlii>lian \1 i«f ,n Beiträte für den lokalen Teil sind an die Schriftleitung des Jüdischen Gemeindeblattes, Bremen, üartenstraße 7, zu senden. ' . . Amtliche Bekanntmachungen: Sprechzeiten In den Verwaltungsbüros Fernruf: Domsheide 2 85 88 Gemeindevorstand (Büros: QartenstraBe 7, I. Etage) Werktags 9—12 Uhr Wohlfahrtspflege (QartenstraBe.7, 1) Montag und Donnerstag 9—12 Uhr. . ■ Oemelndebeiträge sind bis zum 10. jeden Monats fällig. Für Zahlungen benutze man die Gemeinde-Konten bei der Sparkasse in Bremen (Konto Nr. 6217), bei der Bremer Bank (Konto Nr. 3710) oder beim Postscheckamt Hamburg (Konto Nr. 8083). Der Gemeindebeitrag ist eine Bringschuld. - \--— JUdlfche WlnjterlUlfe Annahmestellen für Geldspenden: Bremer Bank, Konto 3710 Die Sparkasse in Bremen. Konto 6217 Postscheckamt Hamburg, Konto 8083 Jüdisches Gemeindebüro, QartenstraBe 7 (Auf Konto: Israelitische Gemeinde.) Annahmestelle für Lebensmittel und Bekleidungsstücke: Hauswart des Gemeindehauses, GartenstraBe 6. Jüdische Kleinrentner: In den amtlichen Mitteilungen des Reichsbundes der deutschen Kapital- und Kleinrentner ist bekanntgegeben, daß die jüdischen Mitglieder mit dem 31. Dezember 1935 ausscheiden. Ihre Betreuung erfolgt Tiunmehr durch die Reichsvertretung der Juden, Abteilung: Zentralwohlfahrtsstelle (Berlin-Charlottenburg). Durch das Ausscheiden ins dem Bund wird der Bezug der öffentlichen Unterstützupg (Kleinrentnerhilfe' und Kleinrentnerunterstützung) in keiner Weise berührt. Es ist nicht beabsichtigt, einen jüdischen Kleinrentnerbund zu gründen. In Einzelfällen sind die Landesverbände für Wohlfahrtspflege (in Bremen das Jüdische Wohlfahrtsamt) zuständig. Als Informationsblatt ftlr Palästina«anderer ist die bekannte Broschüre „A1 i j a-h" 180 Seiten stark, neu erschienen und zum Preise von 1.35 RM durch das Palästina-Amt, "Berlin, W.15. Meinekestraße 10, zu beziehen. Die Ausgabe ist diesmal mit einer fünffarbigen Palästinakarte versehen. Herr Dr. Flesch, Hamburg, der neue Sekretär des Gruppenverbandes der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, führte sich am Donnerstag, den 23. Januar, mit einem Vortrage: „Palästina und die politische Lage am Mittelmeer" in einer ausgezeichnet besuchten Zusammenkunft bei den Mitgliedern der Zionistischen Ortsgruppe Bremen ein. In seinen Ausführungen wies Herr Dr. Flesch auf die Zusammenschlußbestrebungen der arabischen Staaten hin und unterstrich die Bedeutung, die dieser Vorgang für das junge Aufbauwerk der Juden in Palästina habe. Er betonte mit Nachdruck, daß die 16 Millionen Juden der ganzen Welt geschlossen für das jüdische Aufbauwerk in Palästina eintreten-müßten, damit es nicht gefährdet werde. Im Anschluß hieran sprach Herr Dr. Flesch über die Bedeutung des 25. Delegiertentages der ZVfD. für die Juden in Deutschland. Die für diese Tagung vorgeschlagenen Delegierten und Ersatzdelegierten Karl Abt und Alfred Cohen wurden einstimmig gewählt. Gottesdienst in Bremen Denkt an die Pfundjpende de* Israel. Frauenvereins Synagoge: QartenstraBe 6 Sabbat ,-■ Vorabend Morgens Mlncha Ausgang 22. Pebruar: MUchpotlm Sbb. Schkalim (Neumondweiht) 17.45 8.00 1745 1832 29. Februar: Trumah.....18.00 8.00 1800 18.44 7. Mira: Ttaweh Sbb. Sachor....... 18.10 8.00 18.15 18.5« 14. Mira: U ixlseo Sbb. Para. . . . . . 18.20 8.00 18.25 1909 Neumondstage Adar: Sonntag, 23. und Montag, 24. Februar Fasten Esther: Donnerstag, 5. Mira. — Nacht: 18.52. Purlm: Vorabend am Sabbat, 7. Mira: 19.00 Uhr. MegUlath Esther < Sonntag 8. Min. Wochentags: 7.00 und 17.00 Uhr. . Nächste Pfundspenden-Ablösung: Sonntag, 23. Februar. Nächste Elntopf-Spende im Purlm (8. Mlrz). Familien-Nachrichten: ßarmlzwah: Siegbert; Scheiniak, Sohn des Herrn Felix Scheiniak, Ostertörstelnweg 72, am 1. Februar Verheiratet: Walter Magnus van Perlstein und Frau Gerda, geb. Welßbraun, am Brahmkamp 26, am 9. Februar. Manfred LuB und Frau Trude, geb. Weinstein, Rövekamp 3, am 12. Februar. Gestorben: Max Bäsch, Lützowerstraße 34, 93 Jahre alt, am 22. Januar. Harry Beiser, QroBenstraße 20. 3 Jahre alt. am 23. Januar. Eine Neuerung Im jüdischen Sport bedeutet der Städtekampf der K e g 1 e r, der am 12. Januar in Hannover stattfand. Der Kampf wurde zwischen den Sportkegler-Vereinigungen Hannover und BerÄ ausgetragen, die jeder eine Riege von 10 Mann stellten. Hannover gewann Uberragend mit 7097 Holz mit einem Plus von 106 Punkten gegen Berlin mit 6991 Holz. An dem nachfolgenden Freundschaftsgruppen-Kampf der Sechsermannschaften beteiligte sich neben Hannover und Berlin der Kegelklub „Hohe Kante" Bremen; auch hier ging die SportkejrJervereinigung Hannover als Siegerin hervor. Die Gesamtbeteil:gung war außerordentlich groB. Allein aus Berlin waren 60 Kegler gekommen, um Zeugen des Wettkampfes zu se!n. Um die geplante Großvereinigung zu schaffen, ist es wünschenswert, daß sich die noch abseits stehenden Kegelklubs anschließen und sich beim Sportbund des RjF. melden. Auswanderung In Gruppen: Wie das Hamburger Qemeindeblatt berichtet, reisten im Dezember 19 jüdische Familien aus Deutschland nach Argentinien, um daselbst auf Boden der ICA (Jewish Colonisation Association) angesiedelt zu werden. Miro Auswahl geschah durch die ICA in Zusammenarbeit mit der Reichsvertretung und dem Hilfsverein. Bei den Auswanderern handelt es sich durchweg um mindestens fünfköpftge FamiPen, von denen ein bis zwei Mitglieder sich einer kurzen landwirtschaftlichen Schulung im Landwerk Neuendorf unterzogen habtm. Die Mehrzahl von ihnen verfügte bereits über landwirtschaftliche Kenntnisse, Von den Siedlerfamilien stammen vier aus Berlin, fünf aus Hessen-Nassau, eine aus Baden, zwei aus der Pfalz, drei aus dem Bezirk Kassel, drei aus Provinz und eine aus Stadt Hannover. Ihre Ansledlung wird durch die ICA auf deren Boden in Argentinien in Form von Familien-