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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Bremen · 1935-12-18 · 12 (18.12.1935) · p. Seite 4

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Bremen
Volume
7 (1935)
Issue
12 (18.12.1935)
Date
1935-12-18
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Perne indebUtt Bremen Nummer 12 E Sehweis 1 Pari arf*(Eafe*j£onÖrtoret Äreuglmgen bat gelegene Hamiden «$afr im Dichter seihst schienen zu uns zu sprechen, die Künstlerin diente ihnen nur. war nur ihr Instrument. Stefan Zweites biblische Lesende ..Rahe! rechnet mit Gott" wurde zu einem Höhepunkt von seltener Größe: Stumm nahmen wir wahr, wie die Worte ganz in die Künstlerin eingegangen waren, wie sie ohne Buch und Hilfsmittel, unmittelbar von ihr auf uns überströmten. Nicht nur nahmen wir teil an solchem Geschehen, wir wurden selber Teil des Ganzen und versanken im grollen Augenblick dieser Erkenntnis. Eine wahrhaft berufene und begnadete Künstlerin schenkte uns eine Stunde der Peier und Erhebung, die noch lange in uns nachklingen wird. Sollten sich nicht bei solch großem harmonischen Zusammenklingen von Kflnstlertum und mit erlebendem Zuhörer Beifallskundgebungen ganz vermeiden lassen? Die Geschlossenheit eines solchen Abends würde noch größer und umfassender werden. M. M. K. 1 rklanmg: Im Auftrage und in Vollmacht des Kmderarzts Dr. med. Hans Peldmann, Bremen, Pedelhörcn 49, gibt Herr Rechtsanwalt Dr. Gebert unterm 8. Dezember 1935 in den „Bremer Nachrichten" bekannt: Dr. Peldmann ist in letzter Zeit wiederholt in öffentlichen Verlautbarungen als jüdisch verheirateter Arzt bezeichnet worden. Demgegenüber stelle ich an Hand der mir vorliegenden lückenlosen Unterlagen folgendes fest: Die Ehefrau Caria Peldmann, geb. Engel, ist keine Jüdin. Von ihren vier Großelternteilen ist ein Teil nichtarisch, die andern drei GroSelternteile sind reir. arisch. Der betr. Großvater der Prau Peldmann wurde im Jahre 1821 im AlteT von vier Jahren zusammen mit seinen Eltern, also den Urgroßeltern von Prau Carla Peldmann. getauft. Dr. Peldmann ist rein arisch und ist bei allen Krankenkassen zugelassen. Eine I rkläning veröffentlicht auch Herr Walter Hachenburg. Schilder-Pabrik und Lichtwerbung, unterm 9. Dezember 1935: Aus gegebener Veranlassung erklSre ich. daß ich nach den an zustandiger Stelle vorgelegten, amtlich beglaubigten Urkunden Deutscher Reichsbürger im vollen Sinne des Reichsbürgergesetzes vom 14, Novmber 1935 und somit kein Jude noch Ausländer bin. •- Diese Erklärung wird durch Herrn Rechtsanwalt Dr. Rosenkranz-Bremen, bestätigt. Bestellschein ittnPmt An das Postamt (Zeitungsstelle) Hier Alte und junge Kauenden: InnRahmen der während der Winterzeit zweimal monatlich stattfindenden Kameradschaftsabende hatten die Ortsgruppe des RJF. und die Sportgruppe „Schild" auch, einige Hamburger Kameraden als Gäste eingeladen, die in mehreren Referaten zu den Kameraden sprachen. Kam. Landessportlelter Julian Lehmann hatte sich als Thema gewählt: „Alte und junge Kameraden". Er führte aus, was die junge Generation der Prontgcnerullon zu danken habe und was die Prontgeheration von ihren jungen Sportkameraden erwarte, nämlich, daß sie den Geist der Disziplin und den unerschrockenen Gemeinschaftswillen, der einst uns beseelte, weiter pflege. Aber auch den eigenständigen Geist der Bildung, der zum Absterben verurteilt sei, wenn nicht der Impuls der Jugend die alte Kultur, die bei der vorhergegangenen Generation ihre Stätte gefunden habe, zu neuein Leben erwecke, gelte es weiter hochzuhalten. Kam. Alphons Jak <> b so h ti ,-Vorsitzendr des Landesausschusses der jüdischen Jugendorganisationen in Hamburg, regte dann zu gemeinsamen Arbeits- und Kameradscliaftsabenden an, einem Wunsche, dem auch entsprochen wurde. Kam. Alfred Cossen. Landesobmann für Leichtathletik, sprach über das Leistungsabzeiohen des Sportbundes, dessen Erwerb er von jedem RjP.-Sportlcr erwarte. In launiger Weise beschäftigte er sich dann mii den Bremer Kameraden und schuf durch unvergleichlich humorvolle Ausführungen eineri Höhepunkt des Abends. Im Namen der Bremer hatten die Kameraden Pincus und Grünberg Einheimische und Gäste, willkommen geheißen. Diese regelmäßigen Zusammenkünfte mit auswärtigen Gästen tragen viel zum Zusammenhalt innerhalb der Orts- und Sportgruppe bei. Die am Schlüsse des geselligen Beisammenseins veranstaltete Sammlung zu Gunsten der Jüdischen Winteihilfe In Bremen hatte ein gutes" Ergebnis. lieber Jodentauten berichtet der Evangelische Beobachter. > daß seit dem Jahre 1900 insgesamt I3 30Ü Juden evangelisch getauft worden sind. Die geringste Taufzahl warmit' IM für das Jahr 1928. die höchste mit 933 für das Jahr 19.;; festzustellen. Ueber Möglichkeiten der Juden in allen Ländern spricht ein soeben erschienenes Werk, das den Leiter des Hilfsvereins der Juden, Dr. Mark Wischnitzer zum Verfasser hat. Das lesenswerte Buch Ist ein Leitfaden für alle Auswanderungslustlgen und informiert Uber die Möglichkeiten in nahen sowohl wie in entlegensten Gebieten. Dabei beschränkt sich der Inhalt keinesfalls auf die Gegenwart sondern bringt interessante historische Daten, deren Kenntnis von besonderer Wichtigkeit sind Die Einnahmen dar 1'alastlna-Reglerung. die in dei Zeit vom I. April Ms 30. September 19.15. ungefähr 3 Millionen Pfund Sterling ergaben, vermehrten sich gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahrs um ca. U. Million Pfd. Im Oktober wanderten ca. 5600. im November ca. 4 500 Juden nach Palästina ein. Dar Refchiverbaud der jüdischen Kulturbünde In Deutschland, dem auch die Kultur-Kommission der Israelitischen Gemeinde Bremen angeschlossen ist. umfaßte Anfang Dezember 124 Organisationen, die sich auf 82 Städte verteilen Der .Reichsverband weist nochmals darauf hin, daß Jüdische künstlerische Veranstaltungen nur von solchen Personen besucht werden dürfen, die entweder ihre gültige Kulturbund-Auswelskarte oder eine Relchsverbands-Auswelskarte vorlegen können. Ohne einen dieser beiden Ausweise darf nach den behördlichen Vorschriften In keinem Pall Zutritt gewährt werden. Meine Kafee nach Palästina: In der Zionistischen Ortsgruppe Bremen sprach am Mittwoch, den JO. November. Herr Rechtsanwalt Dr. Roianak über dies aktuelle fnema. In einem kurzen historischen Abriß seifte der Raaner die Verknüpfung von Voflt und Land seit jenen Taten, da die Israeliten das Land der Verhetleng von den Berge« Moese

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