Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Bremen
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Bremen
- Volume
- 7 (1935)
- Issue
- 12 (18.12.1935)
- Date
- 1935-12-18
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/6492301-5441717-5441771--078-4883037- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nummer 12 Qemeindeblatt Bremen Seite 3 Hn unsere Leserl Wir bitten unsere gesch. Leser hierdurch nochmals dringend, daran zu denken, daB zwischen dem 16. u. 24. Dezember der Postbote die Abonnemcntgebühren für das 1. Quartal 1936 (Januar-März) in Höhe von 36 Pfennig (inkl. Bestellgeld) kassieren wind. Sorgen Sie also dafür, daB der obige Betrag prompt bezahlt wird, damit die Zustellung des QemeindeMattes keine Unterbrechung erleidet. Wenn Sie abwesend sein werden, dann beauftragen Sie bitte eine geeignete Person mit der Zahlung an den Postboten. Nur so sichern Sie sich .eine ununterbrochene Zustellung des Qemeindeblattes. Der Verlag. Bremer Nachrichten Eine Warnung vor Fehlwanderungen erläßt die Pressestelle des fiilfsvereins der Juden, well zurzeit Propaganda für Niederlassung in verschiedenen überseeischen Ländern gemacht wird, ohne daß die notwendigen Qrundlagen für derartige Projekte vorhanden sind. Auswanderurdcswllllge müssen^ sich unbedingt bei den jüdischen Beratungsstellen informieren, bevor sie den Entschluß zur Auswanderung fassen. Zum 1. Januar 1936 wird die Platzanordnung in der Synagoge erneuert. Die Inhaber der Plätze werden darauf hingewiesen, dal) an diesem Stichtag die Auswechslung der Namensschilder erfolgt. Selbsthilfegruppe jüdischer Körperbehinderter in Deutschland: Im Verfolg ihrer Bestrebungen haj^liese Gruppe einen Bezirk Nordwest-Deutschland errichteK und Herrn Kurt Lypold in Emden, Claas-Tholen-StraBe 19, zu dessen Vertreter ' ernannt. Es ist die einzige jüdische Dachorganisation auf dem (iebiet der Krüppelfürsorge, die auf Grund ihrer jahrelangen Erfahrungen in allen mit den Behinderungen verbundenen Fra- . gen (Beschulung, Berufsausbildung. Arbeitsbeschaffung, Lehensgestaltung) kostenfrei berät. Im Kampf gegen Hunger und Kälte wirkt die Jüdische Winterhilfe! Die jüdischen Darlehnskassen Deutschlands vereinigten sich am 24. November zu einer Arbeitstagung in Berlin, an der CtW> 50 Vertreter der jüdischen Darlehnskassen im Reich teilnahmen. Nach einleitenden Worten von Ministerialrat i. R. Dr. Hirsch (für die Reichsvertretung) über die Bedeutung der Kredithilfe, von Justizrat Dr. Blau für den Joint und Dr. Alfred Klee für den Preußischen Landesverband und die Jüd. Gemeinde Berlin erstattete der Geschüftsführe/, Dr. Paul Eppstein, einen ausführlichen Arbeitsbericht, in dem der Stand des jüdischen Darlehnskassenwesens mit zur Zeit 35 Orts- und 24 Bezirks-Darlehnskassen dargestellt wurde. In vier Sachreferaten wurden die allgemeinen Arbeitsgebiete und die Praxen ihrer Praxis behandelt. Die Aufstellung neuer Richtlinien für die Darlehnsgewährung bildete den Gegenstand eingehender Erörterung. Für die Jüdische Darlehnskasse Bremen nahm Herr Syndikus Dr. Lehmann an den Verhandlungen teil. Hebräische Unterrichtskurse: Auf Veranlassung der ZOG haben siejt die Herren Rabbiner Dr. Aber und Kantor Rosemann für die Leitung hebräischer Kurse freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Die Anfänger-Kurse finden jeden Dienstag um 20 Uhr, der Kursus für Fortgeschrittene jeden Donners-, tag um 20 Uhr Im Rosenak-Haus (Gartenstrafie 7) statt Verband jüdischer Frauen für Paligbiaarbeit (Wizo): Am Montag, den 9. November, begann eine Arbeitsgemeinschaft „Die Geographie Palistinas". Das Referat hielt Fräulein RoseJ LubeJski, das durch Reiseeindrücke von. Frau Mlnnle Rosenak ergänzt wurde. Die Arbeitsgemeinschaft wurde am Montag, den 9. Dezember, fortgesetzt Am Montag, den 23. Dezember, findet ein fröhlicher Chanukkabend statt. Neuanmeldungen nimmt Schriftführerin, Frau Röse Josephs, St. Patili- ^straße 14, entgegen. FuBballwettsplel „Schild" Bremen — Sport RjF., Minden, 6:4.' Die am 17. November stattgefündenen Fußhallwettspiele wurden zu Gunsten der Jüdischen Winterhilfe ausgetragen. Nach dem voraufgegangenen Wettspiel Altersheim gegen Flaschenspüler, welches aus zwei kombinierten Mannschaften zusammengestellt war und zwar aus der 1. und 3. Mannschaft der Sportgruppe Schild Bremen, endete mit 4:4. Alsdann begann das Wettspiel der zum erstenmal im Wettstreit antretenden Mindener gegen die 2. Mannschaft. Es war ein interessantes Spiel, das mit einem Siege der jungen Bremer Mannschaft endete. Minden zeigte vielversprechende Leistung, besonders ragten der Mittelstürmer und Linksaußen aus dem Rahmen der Männschaft hervor. Die Bremer waren im Felde meist überlegen und konnten im Verlauf des Spiels eine Führung von 6: 2 herausarbeiten, aber durch zwei Fehler der Hintermannschaft gelang es Minden im Endspurt zwei Tmc aufzuholen. Im Anschluß an das Spiel waren die Mindener Mittagsgäste der Bremer und im Laufe des Nachmittags fand wieder ein gemütliches Beisammensein mit den Bremer Sportfreunden statt. Am Sonntag, den 24. November 15.15 Blau-Weiß I, gegen Schild I, Bremen 3:2 Bremen spielte mit fünf Ersatzleuten. BI a u, - W e i ß II, gegen Schild II. Bremen 6:2 Bremen spielte mit Ersatz. *•' Schiedsrichterleistungen waren in beiden Spielen nüßig. Es wäre zu wünschen, daß in Zukunft Schiedsrichter neutraler Vereine die Spielleitung übernehmen. Vortragsabend Edith Herrnstadt-Oettingen: Am 24. November 1935 sprach im kleinen Saal der Union Edith Herrnstadt-Oettingen in der zweiten Veranstaltung der Kulturkommission. Diese zweite Veranstaltung wurde ein zweites Erlebnis. Schlicht, fast bewegungslos, nur im Auge ein tiefes, Ottilien, im Gesicht Gespanntheit, Erregung, Versunkenheit imd Energie, Klarheit und Wissen, so sprach die Künstlerin zu ihrer Gemeinde, die sie ganz in den Bann dieses künstlerischen Erlebens zog. Es sprang ein Funke von ihr zu uns, der hundertfältig zündete. Wir lauschten, wir wurden gebannt. Der kalte unfreundliche Raum versank und war ausgefüllt durch die Größe und Schönheit dieser Stimme. Worte. Gedanken, Bilder wurden lebendig, wuchsen, beglückten und schmerzten. Perez „Wenn nicht noch höher" und Scholem Alechems „Die Durchsuchung" z. B., Kostbarkeiten jüdischer Literatur, wie wurden sie uns nahe gebracht. Unter feinem Humor verbirgt sich die tiefe Wahrheit. Nichts wurde hinzugetan. Die Anelullen und Ihrem BrMuifer mitgeben oder unlranklerl In den Hnriki, en werten PoStbeStellSChein Hr Neaabonnenten Hnd., postamt (ZerturTpstelle) Hier* Ich — Wir — bwttllt— hiermit xur ragalmltigan Zustellung das monatlich lmal arachainanda Gemeindeblatt der Isr. Gemeinde Bremen nun Pr»u« von RM. —.30 pro Viartaljahr, luiOgUch 6 Rpl. PoitiuitallgabOhrao. Ganaua Adrawa dai. Atnandart: Vor-u.ZiL Erfenhlndlee, deutliche Uatmchrlft erforderlich - Ort:_________u......._.......................................................-...............-.......................... Straß.: , . .............................Nr..... Stock., •) Drewer BeeUlUehei« darf n« am Woooort dee Beetcllere la de« Poelbrlelkaalen f »4M «ta| IllaUHajl |>|i|illii werden Nicki aj> Im Verla« Madta I V. _ ' ■