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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Bremen · 1935-07-29 · 7 (29.7.1935) · p. Seite 7

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Bremen
Volume
7 (1935)
Issue
7 (29.7.1935)
Date
1935-07-29
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nummer 7 (Je m e i n de bl a 11 Bremen Seite 7 Benützt die Brieftelegramme des lüd. Wohlfahrtsamts! Dr. Michael Traub: Durch Planung zur Verwirklichung Aufgaben und Probleme des XIX. Zionistenkongresses. Verlag ..Jüdische Rundschau". Berlin W 15. Preis 25 Pfennig pro Exemplar. 22 Seiten. 1935. Die Juden in Deutschland haben naturgemäß Interesse, sich über die fragen, die den bevorstehenden Zlonisten-Kongreß beschäftigen werden, zu informieren. Dr. Traub hat es in dieser Broschüre meisterhaft verstanden, die Fülle des schwierigen Materials zu gliedern und für jeden verständlich zu gestalten. Den Ausgangspunkt der Ausführungen bildet ein Bericht über die wirtschaftspqlitische Situation der Jewish Agency in den letzten Jahren. Umfassendes Zahlenmaterial gibt ein anschauliches Bild Uber die Wege, die die Jewish Agency In ihrer Finanzpolitik beschritten hat. Die große englische Anleihe wird in ihren Auswirkungen aufgezeigt, der Stand der Kolonisation unter besonderer Berücksichtigung der Einordnung deutscher Juden in seiner Entwicklung beleuchtet. Unter der UeberschTlft „Erfolge jüdischer Realpolitik" werden die „Realitäten" Palästinas gegenübergestellt. Juden in Pulästina, Prosperity, unser Verhältnis zu England, die Araberfrage, dies alles sind Probleme, die n:cht nur in Ihrer Geschlossenheit, sondern auch in ihrer Wechselwirkung erörtert werden. Von diesen Voraussetzungen ausgehend, baut sich organisch die Problematik der zionistischen Außenpolitik auf. Der Kampf der Jewish Agency um eine erhöhte Zertifikats-Zuteilung, die Schäden, die der palästinensischen Wirtschaft durch unzulängliche Zuführung von Arbeitskräften zugefügt werden, die Einberufung des Legislative Councel sind die Marksteine, die deri Weg der zionistischen Außenpolitik kennzeichnen. Die , außenpolitischen Forderungen können jedoch nur dann mit der notwendigen Intensität vertreten werden, wenn die Aufgaben und Forderungen der zionistischen Innenpolitik klargelegt sind. Das Schlußkapitel dieser interessanten Broschüre befaßt sich mit diesen Fragen. Die in den Oedankengängen des Palästlna-Aufbausjceläufigen Begriffe: j'ldische Arbeit nationales Kapital, Regulierung der palästinensischen Privatwirtschaft, zionistische Wirtschaftsplanung, werden erst durch die Fülle des Sach- und Zahlenmaterials, durch die Objektivität der Darstellung und nicht zuletzt durch die Knappheit der Form auch den weniger Eingeweihten Übersichtreh und verständlich erscheinen. Es darf angenommen werden, daß diese Broschüre in den Kreisen des deutschen Judentums weiteste Verbreitung finden wird. " 'Ari'.:.'.;:vV''V" ■ ' , r* Schickt Eure Kinder zur Religioruschule! Anmeldungen werden im Gemeindaburo entgegengenommen Sämtliche Zeitschriften liefern wir Ihnen Irel Haut. Zeitungen wie: Fno«f«ii.z»iiuni JBdlfth. Huncltchiu. JMlKt» liberale Zdtunj. InMlIllKbM r.mlltonbUrt bt- ■tdlen Sie durch une. Annoncen dir alle JDdhchen Zeitungen nehmen wir entgegen. Bei UmzOgen geben wir Ihnen die In Fuge kommenden Spediteure auf. Ferdinand Meyer & Co. Bremen. OerWarOerr. 0 Oe*n**«M* IMH Zigarren, Zigaretten Tabake 111 Gtsdtenkkislen Im großer Amtwhl 1 Iwfwrmg ltdtr fvw4n«Atat Jfalf» fni HiU. A_ JHonfln flrdnn TT NtrdnUf ▼ M Nltmiyr. Brimtn UHummithtft St, M. i. K>Mufn«> Fmtpr. V.mr IIS II Gummi-Stempel ■ Elfeea Akfeitlfaai ■ 14. raataa ante. •Nie. Zeitschrlit für die Geschichte der Juden In Deutschland Herausgegeben von Professor Dr. Ismar Elbogen, Berlin, Professor Dr. Aron Freimann, Prankfurt a. M., und Rabbiner Dr. Max Freudenthal, München. Jahrgang 6, Nr. 1. Philo Verlag und Buchhandlung GtnbH., Berlin W 151 - Die „Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland", die einzige periodische Publikation ihrer Art im deutschen Sprachgebiet, trägt in ihren Veröffentlichungen den durch die Zeit bedingten, berechtigten Wünschen und Anforderungen nach exakter wissenschaftlicher Forschung vollauf Rechnung. Das'oeste Zeug£is..f*ir"uas Verständnis dieser Notwendigkeit legt das Effifftfiingsheft des 6. Jahrganges ab, das soeben (im Philo Verlag, Berlin W 15) erschienen ist. Nicht allein der Inhaltsreichtum trägt dazu bei, sondern vor allem die Auswahl der behandelten Stoffe, die, wenn sie auch den verschiedenen Epochen entnommen, sind, ihren besonderen Wert für die Gegenwart und die Betrachtung vom Oegenwartsstandpunkt aus besitzen. Die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung werden hier in verständlicher Form dargeboten, ob es sich um gründliche Quellenstudien, um noch so entlegene Ausgrabungen oder um die Beschäftigung mit historischen Neuerscheinungen handelt Vollständig neues, bisher unbekanntes Material bearbeitet Heymann Chone, Konstanz, in einer wirtschaftshistorischen Darstellung Uber die Juden in Konstanz, die einen Einblick in die wirtschaftliche Tätigkeit der Juden im Mittelalter gestattet. Raphael Straus, Jerusalem, ein hervorragender Kermer gerade der Regensburger Judengeschichte im Mittelalter, setzt sich mit dem im Jahre 1934 erschienenen Werk von Wilhelm Grau „Antisemitismus im späten Mittelalter" in kritischer Beleuchtung der Methodik auseinander. Das Vorhandensein einer indischen Buchdruckerei in Auras in Schlesien schon um die Wende des 17. Jahrhunderts stellt Bernhard Brllllmr in einem interessanten Aufsatz fest Zwei Abhandlungen gehören noch in die Reihe der Ismar Elbogen, einem der Herausgeber der Zeitschrift, zum 60. Geburtstage gewidmeten, die in der im vorigen Jahr erschienenen Festschrift keinen Raum mehr finden konnten: einmal der .staatsphilosophisch bemerkenswerte Beitrag von Fritz PlnkuB über Saul Ascher, eine der interessäntesten Figuren aus dem Zeitalter der Emanzipation, zum andern .Briefe des Rabbiners Pinchas Katzenellenbogen aus Oettingen aus der Zeit der französischen Revolutionskriege, behandelt von Jacob Mann, Cincinnati, dem verdienstvollen Entdecker zahlreicher Urkunden zur-Geschichte der Juden im Mittelalter. Von kleineren Arbeiten seien genannt: Arno Kapp, „Jüdische Meßmakler und Kleinhändler", und Gustav Samuel, „Die Namengebung der westfälischen Landjudenschaft von 1808." Der Miszellenteil enthält gleichfalls wertvolles Material aus vielen Abschnitten der Geschichte der Juden in«Deutsehland. Fachmännische Besprechungen neuester Literatur stellen einen lesenswerten Anhang dar, der sich in den Oesatntreihcn des Heftes bestens einfügt. Max f-reiidenthal leitet das Heft mit Nachrufen auf die verstorbenen Mitarbeiter Bernhard Wachstein, Wien, und Adolf Eckstein, Bamberg, ein. Was die Zeitschrift Im ersten Halbjahrzehnt ihres Bestehens erstrebt und erreicht hat, will sie unverändert und unvermindert fortsetzen: die Wechsel volle Vergangenheit der deutschen Juden In objektiven gründlichen Studien wiederzugeben, auch damit die lebende Generation an ihnen ein Halt findet. Für die nächsten Monate ist die Herausgabe eines David- Friedländer-Gedenkheftes geplant. Fflt Jeden Jaden und jede Jüdin gilt das Oebot der Stunde: Uebt «roßte Zurückhaltung! Meldet öffentliche Lokale! >

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