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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Bremen · 1935-05-15 · 5 (15.5.1935) · p. Seite 4

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Bremen
Volume
7 (1935)
Issue
5 (15.5.1935)
Date
1935-05-15
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Gemeindeblatt Bremen Nummer 5 Für die vielen und OerzllcOen GlückmünscOc und Spenden, anläßllcO des lOiäßrigen Beateßens des „Jüd. Altersßeims", danken mir allen auf diesem Wege von ganzem Hemen. ( Administration ' 1 des „Süd. /UlersQelm" Für die uns erwiesenen Aufmerksamkeiten anläßlich der Barmizwah unseres Sohnes ßerndt danken wir herzlichst na Frieda und Hermann Anspacher Ihre Familienin das Israel. Gemeindeblatt die Vorsitzende, Prau Elias Schragenheim, herzliche Glückwünsche aus, indem sie den Werdegang des Heims vor Augen führte, für den Schwesternbund der ßnei Brith gratulierte Prau Bella Rosenak und Oberreichte einen üong als Jubiläumsgabe, während Herr Emil Collen die Glückwünsche der Kaiser-Priedrich-Loge überbrachte. Der Vorsitzende des kranken Wohltätlgkeits-Vereins. Herr Hugo Levy, fand herzliche Worte für das weitere Gedeihen des Altersheims und verlaß die Begrüßungsschreiben der Zentral-Wohlfahrtssteile der deutschen Juden und der Zionistischen Ortsgruppe Bremen. Zum Schluß ergriff Herr Markreich noch einmal das Wort, um als Leiter des Jüdischen Wohlfahrtsamts Dank und Anerkennung dafür zum Ausdruck zu bringen, was mit der Errichtung des Jüd. Altersheims für die Altersfürsorge geleistet worden ist. Pr erinnerte an die Inflationszeit, an die dadurch verursachte Not der Kleinrentner, an die häufige Unmöglichkeit der Kinder und Angehörigen, ihre Pursorgepflicht gegenüber den alt gewordenen und schuldlos verarmten Menschen zu erfüllen, und au die Ueberalterung der deutschen .ludenheit. Ps sei erfreulich, festzustellen, daß die Administration des breiu. Altersheims nicht in den Fehler verfallen sei, kostspielige Umbauten etc. vorzunehmen; dadurch ist sowohl die gemeindliche Subvention wie eine Gefährdung der materiellen Basis vermieden worden, und die' Insassen dürften das beruhigende Bewußtsein hegen, in unserem Altersheim eine wirkliche Zufluchtsstätte gefunden zu haben. Dennoch bestände aber die Notwendigkeit, weiterhin für das Altersheim zu werben und den Bestand durch Zuführung neuer Mittel zu kräftigen. Das Jüdische Wohlfahrtsamt glaube, auf einen Frfolg um so mehr rechnen zu können, wenn diese Werbung mit dem Namen der edlen Frau in engste Verbindung gebracht würde, ohne die das Heim undenkbar wäre, und so sei mit dem heutigen Tage der Auguste-Mlchel-Fonds fUr Alterslilrsorge ins l.cl>en gerufen worden, der hoffentlich reichen Segen für das Altersheim stiften werde. vx- Nachdem noch Herr Leop. Abraham namens der Heim-Insassen Glückwünsche ausgesprochen hatte, dankte Prau Auguste Michel tief gerührt für die Worte der Anerkennung und für die ihr zuteil gewordenen Ehrungen. Die Veranstaltung war ein Erlebnis für alle Teilnehmer- Möge das Jüdische Altersheim auch in den kommenden Jahr* zehnten^ segensreich wirken wie in seinem ersten Dezenn\umf~~~^ Bericht der Religionuchule 1934-55 Das Schuljahr begann am 9. April m.W. Zur Aufnahme kamen 16 Schüler und Schülerinnen, während im Laufe des Schuljahrs nur eine einzige Aufnahme zu verzeichnen war.' Abgemeldet wurden 6 Schüler, von denen einer in die Lehre kam, während je ein Kind nach Palästina. Holland bzw. Belgien auswanderte. Gestrichen wurden wegen unregelmäßigen Schulbesuchs 4 Kinder. . Am 19. Mira 1935 betrug die Frequenz 112 Kinder (60-Knaben. 52 Mädchen). Von diesen wurden im Jugendgottesdienst am 23. März 1935 feierlich entlassen: Heinz Josephs, Richard Simche, Hermann Sinter, Markus Traum, Mia RelBner, Inge van Dyk-Katzenstein,'Ruth Löwenthal. Hinsichtlich des Schulaufbaus und der Lehrmittel trat Im Berichtsjahr keine Aenderung ein; es erteilten Herr Dr. Aber wöchentlich 11, Herr Rosemann 12 und Herr Freund 5 Unterrichtsstunden. ~ , 'vr***^ Zwei Erlasse des Herrn Reichsministers des Innern hatten die erfreuliche Wirkung, daß es der überwiegenden Anzahl aller Kinder möglich ist, am Sabbat der öffentlichen Schule fernzubleiben. Die Rellgionsschule hat sich bewußt damit begnügt, von einer Anordnung für einen pfllchtmißlcen Besuch des Sabbat-Gottesdienstes abzusehen, in dem sie bei jeder Gelegenheit der Schalerschaft den freiwilligen Besuch des Gottesdienstes eindringlich ans Herz legte. Obwohl der Besuch des gemeindlichen Gottesdienstes durch die Schülerschaft seitens der Schulleitung nicht kontrolliert wurde, konnte am Sabbat-Morgengottesdienst ein guter Besuch der Schuljugend konstatiert werden. Es Ist zu hoffen, daß auch der Besuch des Freitagabend-Gottesdienstes, soweit er zeitlich nicht zu spat liegt, sich allmählich bessern wird- Um dies zu erzielen, wurde versuchsweise der vorletzte Jugend-Gottesdienst dieses Schuljahrs auf Freitag-Abend mit dem Gemeinde-Gottesdienst zusammengelegt. Ob der Jugend-Gottesdienst als selbständiger Gottesdienst noch beizubehalten isL wird der weiteren Entwicklung zu überlassen sein. } Um der Schuljugend den wiedergeschenkten Sabbat näherzubringen, hat Herr Rabbiner Dr. Aber im Berichtsjahr den .lugend-Kiddusch eingeführt. Im Anschluß an den Sabbat-Got- "tesdienst versammelt sich die Mehrzahl der Schuljugend Im Lelirsaal. um nach vorangegangenem Kiddusch den Wochenabschnitt gemeinschaftlich zu besprechen. Fragen, von den Kindern gestellt, werden beantwortet und Ereignisse, des jüdischen Lehens den Kindern in angemessener Form nahegebracht. Es ist ein erfreuliches Ergebnis dieser Veranstaltung, dali die alsdann gesungenen Semlroth wieder ihren Einzug in die Familien halten. Pinen Einblick in die Wirksamkeit der Schule wurde den Eltern in Form einer Schlußfeier gewährt, die am 24. März 1935 in der Synagoge stattfand. Eine Auswahl des durchgenommenen Stoffs wurde unter die Sätze des „Echod mi Jodea" der Hagadah eingeordnet, während im zweiten Teil drei Vorträge Uber das Lehen und Werk des Maimonidqk gehalten wurden, von denen der letztere des Unterprimaners nert Swlnitzki über den Inhalt von ..Hilchoth Tcschubah" den Nachweis erbrachte, wie tief jüdische Schüler, die regelmäßig Jahr um Jahrjhre Pflicht gegenüber der Religionsschule erfüllten, allein mit der Ausbildung der Religionsschute' in das jüdische Wissen eindringen können. Am 28. Mar/, wurde das Schuljahr geschlossen. Einige Schüler konnten Ihr Klassenziel nicht erreichen, dagegen erhielten Auszeichnungen: Mit Prämie: Sonderklasse: Bernhard Silber, Jakob Silber, Gert Swinitzki. Klasse.I: Leo. Weinstein. <5tetHbt?fÄU£ Hofe im 3fibif<Wa <lfri«>l>8f, IlirtlMhilii 7, ftftaraf: Dom«*!* 28588 und Mm sBorftonb tsH ftrantrn. <5B»»l«t1flWM sBcfttat* 9*nuaf: 9?oU>nb 5074 im» 1790 anjumrfb««

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