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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Bremen · 1933-12-15 · 6/12 (15.12.1933) · p. Seite 6

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Bremen
Volume
5 (1933)
Issue
6/12 (15.12.1933)
Date
1933-12-15
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Ocmelndeblatt Bremen Nummer 6/11 Unser Qetnelndebeamter Herr Isaak Bronznik. hat sich am 26. September mit Dampfer »Bremen" nach New York eingeschifft, um einem ehrenden Rufe als Rabbiner an eine ostjüdische Gemeinde in Brooklyn zu folgen. Knapp drei Jahre hat Herr Bronznik in Bremen gewirkt und ist schlicht und bescheiden seinen Weg gegangen den Ihnt Pflicht und jüdisches Verantwortungsbewußtsein vorschrieben. Ausgezeichnet durch tiefe Religiosität und talmudisches Wissen war er der geborene Schliach zibbur. der fromme Mittler des Oemeindegebets. Seihe Pähigkeit als Baaf kore ging weit über das übliche Mall der Thora Vorleser hinaus; als BaaJ tokea bewies er eine Virtuosität, die kaum nachahmlich erschien und noch am letzten Rosch-Haschonoh-Tage die Herzen der Andächtigen höher schlagen 'freS. Mit Herrn Bronznik verliert die Israelitische Gemeinde eine bedeutende Stütze jüdischer Tradition. Wir wünschen"' ihm in seiner neuen Wirkungsstätte eine segensreiche Zukunft. Dünkt der HttHtoi Ennrtelnn! Versagt uns Eure Spende nicht, damit wir helfen können! JÜDISCHES WOHLFAHRTSAMT Kl. .lahrzeltstag nach Dr. I eopold Rosenak Zum ehrenden Andenken an unseren unvergeßlichen Raw, Rabbiner Dr. Leopold Rosenak szl. haben Vorstand und Rat der Israelitischen Gemeinde beschlossen, das jüdische Gemeindehaus, Gartenstraße 7, von jetzt an „Rosenak - Haus" zu benennen. Das Gemeindehaus führt nunmehr diese Bezeichnung und ist außerdem mit dem Possuk des Gründungsjahrs Oes. 54. 10) 5563—1803 versehen worden. ' . . . •. Was gebraucht das iüd. Wohlfahrtsamt ..... notwendigsten? Lesbensm ittel (Pfundspende). - Adresse: Hauswart. Oartenstruße 6. __lir- Mäntel. Anzüge. U h t e r z e u g . Schuhe USW. Adresse: Kleiderkammer, Gartenstraße 7. I. Oeld. ~ Adresse: Bremer Bank. > ""'.*.•.. ■ . . —" Aus dem Gemelndebüro wird mitgeteilt: Obwohl sich das Jahr zu Fnde neigt, hat eine erhebliche Anzahl Gemeindemitglieder Ihre. Beitragspflicht noch nicht erfüllt. Die Gemeinde kann nur dann voll und ganz ihrem Zweck entsprechen, wenn jedes Mitglied unaufgefordert seinen Gemeindebeitrag bezahlt. Unter den Nichtzahlern befinden sich viele, die auf dem Gebiete des Kultus und Unterrichts dauernd Leistungen von der Gemeinde in Anspruch nehmen. Bei aller Rücksichtnahme auf .die Zeitverhältnisse darf es nicht dazu kommen, die Gemeinde im Stich zu lassen. Abgesehen davon, daß Mahnungen unnütze Kosten verursachen, sollte doch alles vermieden werden, um die Verwaltungsarbelt zu erschweren. Zu dem Mittel des Zahlungsbefehls wird nur ungern gegriffen; wenn aber unzählige Inkassoversuche und Mahnungen fruchtlos geblieben sind, bleibt schließlich nur dieser Weg übrig, um der Gemeinde zu ihrem Recht zu verhelfen. Jüdische Krlcgsoplcrversorgiing Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene, die sich dem Reichsbund jüdischer Frontsoldaten noch nicht angeschlossen haben, melden sich zwecks Wahrung ihrer bisherigen Ansprüche unter Beföriimmg der erforderlichen Unterlagen beim Hauptbüro des RJP. in Berlin, Kurfürstendamm 200. Daselbst ist auch das Gefaltenen-Gedenkhuch erhältlich, das bereits in X Auflage erschienen Ist. Jüdische Hawuilece Wenn die Hausfrau erkrankt ist oder Ihre Vertretung notwendig wird, können bewährte Hauspflegerinnen durch das Jüdische Wohlfahrtsamt, Gartenstraße 7. Domsheide 28588, nachgewiesen werden. ' ' i ' '. Jüdische üutsbesltzet werden gebeten, junge Leute zur Ausbildung in der Landwirtschaft gegen Vergütung aufzunehmen, und sich mit dem Hachscharah-Ausschuß in Bremen, Am Wall 161 (Dr. K. Zacharias) in Verbindung zu setzen. ■ f «Äi ,; Höhere Schulen dürfen zur Zeit nicht neu errichtet werden, für Schüler und Schülerinnen, die unter Verzicht auf ein abschließendes Bildungsmaß die höheren Schulen verlassen sollen, wird die Aufmerksamkeit auf die sehr kleine Zahl höherer jüdischer Vollanstalten gelenkt. In Berlin gibt es nur eine einzige dieser Vollanstalten. nämlich das Realgymnasium und Oberlyzeum der \dass Jisroel; sie besitzen nach wie vor das Recht zur Abhaltung der Reifeprüfungen. Für. die aus der Volksschule entlassenen Kinder und die Schüler und Schülerinnen, die die höheren Schulen mit vollendetem 14. oder 15. Lebensjahr verlassen, wird zu April 1934 ein einjähriger Handelskursus eingerichtet, in dem außer den üblichen Fächern Fremdsprachen und Hebräisch betrieben werden sollen. Das Schulgeld beträgt pro Monat in der Grundschulklasse 1. bis 4. Schuljahr 20 RM, Volksschulklasse 5. bis 8. Schuljahr 10 RM. Lyzeum und Realgymnasium 35 RM evtl. ermäßwt bis 20 RM. Handelsschulkurs inkl. Sprachen 15 RM Meldungen sofort an Rabb. Dr. Münk, Artilleriestraße 31. Berlin N 24. Bücher für die LehrblNIotbek sind letzthin kaum gestiftet worden, obgleich viele Familien zur Auflösung des Haushalts gezwungen sind und nicht jeder weiß, was er mit den ihm liebgewordenen Büchern anfangen soll. Zur Aufnahme von Büchern ist die Lehrbibliothek der Israelitischen Gemeinde die richtige Stelle. Auf Wunsch werden Bücher gern abgeholt. Meldungen an das Gemeindehüro, Fernruf 285 88. ■ Jüdische Hausfrauen! Für die Winterhilfe werden Herren-Mäntel, -Unterzeug, -Schuhe, -Anzüge usw. benötigt. Sorgt daher für Auffüllung der Kleiderkammer des jüdischen Wohlfahrtsamts! Vorsteherbund der jüdischen Genieinden Nordwestdeutschlands Die 8. Bundestagimg wurde am Sonntag, den 25. Juni in Leer (Ostfriesland) veranstaltet. , diesmal in Form einer Wohlfahrts-Konferenz, zu der sich Vertreter aus al len größeren Gemeinden der Bezirke Oldenburg. Stade Und Ostfriesland, darunter viele Vorsteherinnen der israelitischen Frauenvereine und Leiter der Wohltätigkeitsvereine, insgesamt 75 Personen, eingefunden hatten. Nach Begrüßung durch den Vorsitzenden, Herrn Max Markreich -Bremen, führte Herr Landrabbiner Dr. Blum-F.mden durch Thoraworte in die Bedeutung der Zusammenkunft ein und ließ seine Einleitung ausklingen n die Hoffnung auf bessere Zeiten. Für die Gemeinde^Leer begrüßte Herr Svnagogeiivorsteher David H i r s c h b e r g die Versammelten. Vorsitzender nahm dann infolge späteren F.itttr«ffen.s des Haiiptreferenten «Ine Reihe Mitteilungen vorweg, die seitens des Züntralnintrhin—« der— deutschen Juden für Hilfe und Aufbau veröffentlicht worden sind und die hauptsächlich der Berufsumschichtung dienen; die Bekanntgabe des neu eingerichteten Vermittlungsdienstes sowie Mitteilungen Uber die Auswanderung an Hand von Berichten ausländischer Hilfskomitees. Alsdann ergriff der Delegierte

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