Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Bremen
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Bremen
- Volume
- 5 (1933)
- Issue
- 6/12 (15.12.1933)
- Date
- 1933-12-15
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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r tU Gemeindeblatt Bremen Seite 7 ntralstelle für jüdische Wirtschaftshilfe, Herr Rechtsan- Dr. Lublnski -Berlin, das Wort zu seinem Referat „Hilfe und Aufba u", erklärte die in wenigen Worten geschaffene Organisation und gab Einzelheiten aus verschiedenen Arbeltsgebieten der Zentralstelle (Berufsittlung. Umschichtung, Auswanderung, insbesondere Paina-Wanderung usw.). Redner betonte die Notwendigkeit Selbsthilfe, zur Durchführung von Geldsammlungen, ohne auf eine wirksame Unterstützung durch das Ausland nicht rechnen sei. Unumgänglich ist hierbei die Abzweigung von % an die-Berliner Zentralstelle, um aus diesen Eingangen len Fonds halten zu können, der den kleineren und kleinsten lemeinden Hilfe bringt. — Die mit größtem Interesse aufgeommenen Ausführungen fanden den ungeteilten Beifall der ersanrmhmg. Namens des Provinztalverbahdes für Jüdische ohlfahrtspflege (Hannover) richtete Herr Qrünbaum lahnende Worte an alle Anwesenden, für die Aufrechterhaltung der bestehenden Verbinde unbedingt Sorge zu tragen, well sonst eine Gewähr für die Durchführung der sozialen Fürsorge nicht gegeben sei. — Nach dem gemeinsamen Mittagessen und dem von Herrn' Jacob Wolff-Vegesack vorgetragenen Tischgebet begann, die Debatte, die Wünsche und Anregungen zeitigte. Herr Dr. Lublnski ging ausführlich auf alle Einwendungen und Fragen ein und trug so wesentlich zur Aufklärung und Beruhigung bei Jedenfalls konnten die anwesenden Vorsteher und Vorsteherinnen die UewiBheit mit nach Hause nehmen, daB die Zentralstelle für jüdische Wirtschaftshilfe aufs tatkräftigste arbeitet. - - Eine von Herrn Sämmy Rosenberg (Leer) begründete Resolution betreffs Behinderung der Geschäftstätigkeit durch antijüdlsche Maßnahmen fand einmütige Annahme. - Einen feierlichen Ausklang fand die Konferenz durch eine Ansprache des Herrn Landrabbiner Dr. de H a a s (Oldenburg), derzur tätigen Mitarbeit und zum Ausharren aufforderte. — Eine sich anschließende Zusammenkunft je eines Abgeordneten der vertretenen Oemeinden befaßte sich mit der Errichtung einer Bezirkadarlehnskasse für Ostfries!and und Osnabrück. — Vertreten waren die Gemeinden: Leer, Emden. Norden, Weetier. Bunde. Aurich, Wilhelmshaven-Rüstringen, Wittmund. Osnabrück. Aumünd-Vegesack. Wesermünde-Bremerhaven, Bremen. IWmenhorst, Oldenburg, Varel. (Durch Ausbleiben der Ocmeindeblltter unliebsam verspätet.) Hin weis! Wie wir von Herrn Rechtsanwalt Dr. Rosenak, dem Vormund des minderjährigen Siegbert Beradt, Sohn des kürzlich verstorbenen Herrn Dagobert Beradt, hören, wird für Siegbert Beradt der von seinem verstorbenen Vater im Ladenlokal, Utbremerstraße 56, betriebene Verkauf von Zigarrenfabrikaten der Firma Nlemeyer fortgeführt, und zwar unter der Leitung des Herrn Martin Brünn. Bestellungen können auch durch Fernsprecher unter Weser 82381 aufgegeben werden. Herr Dr. Rosenak bittet uns, unsere Qemeindemitglieder hierauf hinzuweisen. (Buefibesprertiunöcn Der Große Herder Nachschlagewerk für Wissen und Leben. 12 Bände und I Welt- und Wirtschaftsatlas. Lex. Oktav. Verlag Herder, Freiburg im Breisgau. 5. Band: Ganter bis Hochrelief. 1933. Auch der 5. Band des Nachschlagewerkes bringt eine Reihe von Artikeln, die auf das Judentum eingehen und im all gemeinen recht objektiv die in Betracht kommenden Themen behandeln. Z. B. der Artikel Gebet wird dem jüdischen Gebet durchaus gerecht: ..Die Juden, mit hoher Gebetskultur schon in biblischer Zeit, hoben in ihrem fest geordneten Gebetskultus und Privatgebet eine außerordentliche Höhe erreicht" (Sp. 78.) Besonders hervorgehoben seien die*Artikel: Gaon, Geonim. Abraham Geiger, Ludwig Geiger, R. Gerschom b. Jehuda, Ghetto, Heinrich (irätz, Leo Grätz, Halacba, Haphtara, Hebräer, hebräische Schritt (Proben der althebräischen Schrift [1. Zeile aus der Silpa-lnschriftL der hebräischen Quadratschrift und der Raschischrift „ werden wiedergegeben), hebräische Sprache, Henriette Herz, Markus Herz, Moses Heß, Hfllel, der I, Hirtel, der 2., Samson Raphael Hirsch. Den Leserkreis dieser Blätter wird besonders interessieren daß Max Hachenburg ein Artikel gewidmet ist, der von ihm ausführt: . Um die Erkenntnis und/praktische Anwendung des Rechts Im Zusammenhang mit dem Wirtschaftsleben der Gegenwart verdienter Jurist." (Sp. 105S.) . Aus allen Wissensgebieten bringt dieser Band des Nachschlagewerkes sehr belehrende Artikel. Nur einige seien hervorgehoben -wie Geburtenstatistik, Geburtenrückgang, Goethe, Griechenland, griechische Kunst, griechische Literatur Großbritannien, Großstadt, Gymnastik' Artikel wie z. B. Gnade. Gott, Qotteserkenntais, Gemüt lassen die weltanschauliche Haltung des Nachschlagewerkes deutlich erkennen. Dr. Ernst Steckelmacher In Bad Dürkheim., Geschäftsbelebung nur durch Insertion Im Jüdischen Gemeindeblatt Anfragen an die Anzeigen Verwaltung: Ferdinand Meyer, Bremen Oerhardstrafle 9 ■ Fernsprecher 27355 §III1I1IIIIIIIIIIIIIIIIM Unser ganzes Haus steht in Ihren Diensten 1 f Alle Abteilungen wetteilern darin, Ihnen die Wehl der Festgeschenke so leicht und angenehm wie nur möglich zu machen. — Ob Sia Damen, Herren, Kinder oder Hauspsraonal beschenken wollen, wir haben lür alle das Richtige in einer ■normen Auswahl, wie Sia aa von uns gewohnt sind. — DaB Sia aber so erstaunlich niedrige Preise lUr unsere guten und hochwertigen Qualitäten betahlen. darin liegt unsere besondere Leistungsfähigkeit TO¥MÄffl^& NEUMÄNN BREMEN•OBERNSTRHSSE Hl J ^HwHIIIIIIIIIIl ip