Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 14 (1938)
- Issue
- 2 (14.1.1938)
- Date
- 1938-01-14
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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14. Januar 1938 / Nr. 2 JÜDISCHES GEMEINDEBLATT LEIPZIG Seite 3 ■ Sondcrveranstaltung «I. .lüdiachen Kulturbundes Leipzig e.V. (Mitgl. des Reichsverb. d. Jüd. Kulturbünde in Deutschi.) 9 Nonnabend, den 22. Januar 10»tt, 20 Uhr 30 pünktlich, in den Sälen des Battenberg Leipzig Cl, Tauchaer Straße 32 ■ Fest des Jüdischen Kulturbundes zu Gunsten der Jüdischen Winterhilfe H Konzert und Ball (Zutritt nur mit Kulturbund- oder R.-Ausweis) Näheres unter Vereinsnachrichten 1 Montag, den 17. Januar 1938, nachmittags pünktlich 1« l'hr im Osterreichischen Vaterlandsheim, Klostergasse 3 Frauen für 1 anläßlich des Chamischa assar b'schwat „geselliges Beisammensein" Pa|wizo)rb lunter freundlicher Mitwirkung der Damen Ella Chamizer, Dora Lepski und Haiina Schulsinger — Eintritt 1.— RV1. Ortsgruppe Wir zeigen hocherfreut die glückliche Geburt eines gesunden Jungen an Jtlai Tüarlenberg «. frau Mce geb. Freund Leipzig, den 11. Januar 1938 Thomasiusstraße 9a z. Zt. Dittrichring 20 a Unser innigstgeliebter guter Bruder, Schwager und Onkel 4weoi*g> Dubinei* ist uns am 7. Januar, im 61. Lebensjahre, durch Herzschlag jäh entrissen worden. Leipzig und Wien, Die trauernden im Januar 193S. Hinterbliebenen. Hösel Pollak — Artur Eule Verlobte Leipzig Januar 1938 Karlsruhe Baden Statt Karten Jjr. rer. pol. Jonas JCönigshÖfer J)r. med. Srika J(önigshöfer geb. Amdursky Vermählte Leipzig, Norderneyer Weg 14 B. Nach langjährigem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, verschied plötzlich an Lungenentzündung unser lieber dritter Sohn Herr Willy Bieberstein im Alter von 40 Jahren. Max JHeycrstein Leipzig N21, den 6. Jan 1937. und Familie. den „Jüdischen Ausschuß für Kunstpflege" durchgeführten kulturellen Veranstaltungen eine organisierte Grundlage gegeben werden sollte, übernahm Dr. Goldschmidt freudig die Schaffung des Jüdischen Kulturbundes Leipzig, der in kurzer Zeit ein festes Gefüge gewann und sich durch wertvolle künstlerische Veranstaltungen einen festen Mitgliederstamm erwarb. Insbesondere ist es der tatkräftigen Initiative des Herrn Dr. Goldschmidt zuzuschreiben, dal der Jüdische Kulturbund gegenwärtig ein Theater besitzt, das nich nur für die Kulturbund..uffuhrungen, >ondern auch für zahlreiche auden jüdische Veranstaltungen einen würdigen Rahmen bietet. Durch diesi vielseitige Leistung im Interesse unserer Gemeinde nimmt Dr. Gold sehmidt in dem Kreise der führenden Persönlichkeiten eine bedeu tungsvolle Stellung ein. Zeugnis davon gab die Feier, die in herz, licher Weise Herrn Dr. Goldschmidt ehrte. Namens des Vorstande! und der Gemeindeverordneten verlieh Herr Gemeindevorsteher Gold Schmidt, namens der liberalen Fraktion Herr Hermann Pelz den Gc fühlen der Dankbarkeit und der Verehrung Ausdruck. In ihren An sprachen hoben die beiden Redner ganz besonders das Verdiensl Dr. Goldschmidts hervor, den Frieden innerhalb der Richtungen dei Gemeinde durch sein ausgleichendes Wesen gefördert und gefestigt zu haben. Den herzlichen Wünschen, die sie aussprachen und denei sich ein großer Kreis persönlicher Verehrer und Freunde anschloß soll auch an dieser Stelle nochmals Ausdruck verliehen sein. Jüdische Zeitschau Zum Tode von Prof. Obermeyer. In Würzburg1 verstarb am 31. De zember der bedeutende Orientalist Jakob Obermeyer. 1845 ii Steinhard (Mittelfranken) geboren, erwarb er sieh als Lehrer ai einer Alliance-Schule in Bagdad als Pädagoge und Gelehrter solches Wir beklagen den Heimgang unserer verewigten Beter, der Herren Koppel Siegel David Eichenholz und werden ihr Andenken stets in Ehren halten. Bethaus Bikur Cholim, Eisenbabnstraße 9. . 1 1 1 Statt Karten! Für die vielen Beweise aufrichtiger Anteilnahme beim Heimgange unserer teuren Entschlafenen Anna Nobel mann geb. Ardel sagen wir unseren herzlichen Dank. Erich Mobelmanu im Namen aller Hinterbliebenen. übertragen wurde. Später wurde er Lehrer der arabischen und persischen Sprache und Literatur an der Lehranstalt für orientalische Sprachen in Wien und wirkte au diesem Institut mehr als dreißig Jahre hindurch bis 1915. Später verlegte er seinen Wohnsitz nach Berlin und setzte dort seine wissenschaftliehe Lehr- und Forsehungs- ^UlBznn Sie reisen wollen dann /.um einzigen jüöiscRen eßeiseßüro Leipzigs oZeifscfiriftenverlag Clsa & eldfround Abteilung ItviNebiiro ReichMHtr. »0-3» im Durchgang Xikolai*tr. »»-45 Fernruf 107 £& tätigkeit (u. a. auch Judentums) fort. Als insbesondere folgende gen- und Abendland' Zeitalter des Talmuds liehe geistige Frische an der Lehranstalt für die Wissenschaft des Werke von wissenschaftlicher Bedeutung sind hervorzuheben: ,,Modernes Judentum in Mor- (1907) und „Die Landschaft Babylonien im und des Qaonats" (1929). Für die ungewöhndieses (ielehrten zeugt die Tatsache, dab er dieses letztgenannte Werk im Alter von 84 Jahren vollendet hat. Seinen Lebensabend verbrachte der Gelehrte in Würzhurg, wo er nunmehr 93jährig verstorben ist. Sein Name wird in der Wissenschaft fortleben* Unsere Gemeinde „Sich freuen und helfen!" Dieser Satz, der jetzt überall zu seilen ist, steht im Breunpunkt des gesellschaftlichen Lebens unserer Gemeinde findet doch unter diesem Motto das Fest des Jüdischen Kulturbundes zugunsten der Jüdischen Winterhilfe statt. Dieser Parole wird und darf sieh niemand entziehen, da jedem die zusätzliche Förderung der jüdischen Winterhilfe am Herzen liegen muH. Aber nicht nur das Helfen, auch die entspannende Freude soll zu ihrem Recht kommen: das erlesene künstlerische Programm bringt vor allem das Auftreten von Susanne Loe w enstein- Berlin, von allen, die sie gehört haben, als kultivierte, anmutige Altistin besonders hochgeschätzt. Zum Tanz spielt neben der Leipziger Kapelle Meyerstein in voller Besetzung das große Berliner jüdische Ja/zorchester Max Oschitzki, das bei allen repräsentativen jüdischen Bällen Berlins spielt. Die sorgfältige Vorbereitung,