Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 14 (1938)
- Issue
- 2 (14.1.1938)
- Date
- 1938-01-14
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4 JÜDISCHES GEMEINDEBLATT LEIPZIG 14. Januar 1938 / Nr. 2 Lebensmittel-Ausgabe! Mittwoch, 19. Janaar 1938 nachm. 15 bis 18 Uhr: Gruppe 1 und Gruppen 5 big 10 Donnerstag, 20. Januar 1938 nachm.15 bis 18 Uhr: Unippen 2, 3 nnd 4 im Ausgabelager Brühl 47. Die grauen Gruppenkarten sind auf jeden Fall mitzubringen. die das Fest findet, der freudige Eifer, mit dem sich Damen der Gesellschaft in den Dienst dieses großen Wohltätigkeitsfestes gestellt haben, wird einen genußreichen Abend — für jeden Anspruch — garantieren. Kommen auch Sie! Parole des 22. Januar: Sich freuen und helfen! Die Berliner Jüdische Presse bezeichnet sowohl in ihren Besprechungen über gesellschaftliche Veranstaltungen, wie in allen Inseraten, die große Bälle ankündigen, als Hauptattraktion die Kapelle Max Oschitzki. Dem Jüdischen Kulturbund ist es gelungen, diese hervorragende Tanzkapelle für sein Winterhilfsfest zu verpflichten. Jeder, der Kulturbund- Mitglied oder -Abwechsler ist, oder eine R-Karte besitzt, kann dieses Fest besuchen. Zwei große Bars sorgen für die richtige Stimmung, die der Jüdischen Winterhilfe einen großen Erfolg bereiten muß. Kommen auch Sie, freuen auch Sie sich auf diesen Ball, dessen Kapelle — das Jazzorchester Max Oschitzki — alle Ansprüche erfüllen wird. Das Motto des 22. Januar heißt: Sich freuen und helfen! Jüdischer Kulturbund Dienstag, d. 18. Jan., (n. f. Mitgl.) pktl. 20.15, i. Knlturbundtheater, Tauch. Str. 32. Ohne neue (orange) Mitgliedsk. d. Leipz Kulturbds. kein Zutritt Lichtbilder können an der Abendkasse nicht eingeheftet werden Lebrhaus-Vortra>r. Den Mitgliedern des Kulturbundes and den gemeldeten Hörern der Reihe A der Lehrhaus-Vortrige ist durch Rundschreiben bekanntgegeben worden, daß der für den 11.Januar vorgesehene Vortrag des Herrn Dr. Weltsch aus zwingenden Gründen auf Anfang Februar verlegt werden mußte. Die «eiteren Vorträge dieser Reihe werden programmgemäß stattfinden. Am 18. Januar: Gemeinderabbiner Gustav Cohn: „Erez Israel in entscheidenden Momenten der Geschichte", 20.15 Uhr im Sozialamt, Humboldtstr. 13. Gottesdienste Gemeindesynagoge. Freitag, 21. 1. 1938, Abendgebet 17 Uhr. Sonnabend, 22. 1. 1938, Morgengebet 9 Uhr, Nachmittägsgebet 17 Uhr, anschließend Lehrvortrag, Abendgebet 17.31 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Synagoge Ez Chaim, Otto-Schill-Straße. Freitag, 21. 1., Abendgebet 16.45 Uhr. Sonnabend, 22. 1., Morgengebet $.30 Uhr, Minchoh 16.30 Uhr. Ausgang 17.31 Uhr. Wochentags: Morgens 7 Uhr, abends 17 Uhr. Talmud-Thora-Synagoge, Keilstr. 4. Freitag, 21. L, abend 10.45 Uhr, anschließend BibeTcrkläruug von Herrn Dr. Lipschütz. Sonnabend früh 8.30 Uhr, Mincha 16 Uhr, anschließend Mischnajit, Ausgang 17.31 Uhr. — Wochentags früh /.15 Uhr, anschließend Mischnajit, abends 16.45 Uhr, anschließend Chaje-Odom. Synagoge „Ohel Jakob", Pfaffendorfer Straße 4. Freitag, 21. 1., Abendg. 16.45 Uhr, anschließend Lehrvortrag des Herrn Rabbiner Rogosnitzki. Sabbat, 22. 1., Morgeng. 8.30 Ülir, Minchag. 16 Uhr, Abendg. 17.32 Uhr. — Wochentags: Morgeng. 7, Abendg. 16.45 Uhr. Personenstandsnachrichten Geburten: 25. Dezember 1937 Georg Niki Kamerling und Frau Hildegard Fanny Paula geb. Silbermann, Prendelstraße 11, ein Sohn „Michael Thomas". 30. Dezember 1937 Carl Schmerzler und I ran Toni geb. Kalb, Humboldtstraße 6, ein Sohn „Michael Lothar". 31. Dezember 1937 Heini Wolff und Frau Else geb. Leopold, Schlegelstraße 1, eine Tochter „Ursula". Trauungen Sonntag, 9. Januar 1938, Fräulein Dr. med. Erika Paula Amdursky, Fregestraße 7, mit Herrn Dr. Jonas Königshöf er, Waldstraße 56. Sonntag, 23. Januar 1938, 4 Uhr nachm., Marie Silbeisteiii, Walter- Blümel-Straße 21, mit Herrn Mendel Oloschinski, Chemnitz, in der Wohnung Walter-Blümel-Str. 21. Todesfälle: 4. Januar 1938 Markus Max Low, Danzig. 4. Januar 1938 Zirel Breier, Berliner Straße 11. 6. Januar 1938 David Eliasz Eichenholz, Mittelstraße 24. 6. Januar 1938 Willy Meyerstein, Bleichertstraße 10. 7. Januar 1938 Gabriel Dubiner, Fregestraße 5a. Austritte aus der israelitischen Religionsgesellschaft: Nach geltendem sächsischen Recht bedeutet der Austritt aus der israelitischen Religionsgesellschaft den Austritt aus dem Judentum«; nach unserer Friedhofsordntmg hat der Austritt aus dem Judentum den Verlust des Anrechts auf Beisetzung und auf eine etwa früher erworbene Grabstelle auf unseren Friedhöfen zur Folge: Amtsgerichtsrat a. I). -Dr. Carl Heinrich Lewiii, geboren am 27.Oktober 1901, Leipzig, Kantstraße 17, Kaufmann Carl Erich Loewenherg. gehören am "1. Mär/ 1895, Leipzig, Grassistraße 40. Aus dem Gemeindeamt Transferverfahren für jüdische Auswanderer. Die Presseabteilung der Reichsvertretung der Juden in Deutschland teilt mit: Da noch nicht feststellt, wann das Trausferverfahreu wieder aufgenommen werden kann, das von der Allgemeinen Treuhandstelle für die jüdische Auswanderung G.m.b.H. (Altreu), Berlin W35, Potsdamer- Straße 72, auf Veranlassung der Reichsstelle für Devisenbewirtschaftung im November v. Js. zur Förderung der jüdischen Auswanderung aus Deutschland eingeleitet worden ist, wird die Altreu, von ganz besonders dringlichen Fällen für kleinere Beträge abgesehen, neue Anträge bis auf weiteres nicht entgegennehmen. Eine etwaige Wiederaufnahme des Verfahrens wird in den jüdischen Blättern bekanntgegeben werden. Bevorstehende Veranstaltungen 17. Jan.: WIZO: Chamischa assar b'schwath-Feier. 18. Jan.: Jüd. Kulturbund: Lieder- und Arienabend: Hans Assenheim. 22. Jan.: Sonderveranstaltung des Jüd. Kulturbundes zugunsten der Jüdischen Winterhilfe. 23. Jan.: Fuß- und Handballspiele gegen Schildvereine Berlin und Magdeburg. 26. Jan.: K. A. E.: Sonderabend mit Kabarettspielcn. 30, Jan.: Bar Kochba: Fuß- und Handballspiele. Lieder- und Arienabend Hans Assenheim Am Flügel: Leo Schimbach 31. Jan.: Jüdischer Kulturbund: Gastspiel der Kleinkunstbühne des Berliner Kulturbundes (Max Ehrlich mit seinem Ensemble). 5. Febr.: Jüd. Kulturbund: Konzert des Berl. Kuituibundorchesters. 13. Febr.: Veranstaltung der Schild-Kegler zugunsten der Jüdischen Winterhilfe. 15. Febr.: Jliid. Lehrhaus und Jüd. Kulturbund: Vortrag Professor Dr. Kisch-Köln. 10. März: Jüd. Kulturbund: Opern-Gastspiel des Berliner Kuitui blindes: „Wenn ich König war'" von Adam. 15. März: Jüd. Lehrhaus und Jüd. Kulturbund: Vortrag Dr. Julius Bab-Berlin. Sport vom Sonntag (Von unserem ständigen Berichterstatter Deka) Von den fünf angesetzten Spielen des Bar Kochba fielen die besten Brocken, die Kämpfe gegen Berlin, leider dem schlechten Wetter zum Opfer, so daß man sich für diesen Sonntag mitMakkab! Chemnitz begnügen mußte. Dennoch bleibt die Leistung der dabei beteiligten sechs Mannschaften nicht weniger bewundernswert, denn auf scltli schneebedecktem, feuchten Boden zu spielen, erfordert neben dem rein Spielerischen eine ganz gehörige körperliche Anstrengung, die bei den „Alten Herren" besonders stark „ins Gewicht fiel". Anfänglich sah es auch nach einem glatten Siege der jungen I. Chemnitzer Fußballelf aus, die bald nach Beginn das erste Tor (das allerdings ihr einziges blieb) schoß und weiterhin ganz gehörig drängte, so daß man bis zum Wiederanstoß kaum an einen Sieg der „schwer beladenen" glauben konnte. Aber siehe da, die Alten Herren standen nicht nur besser durch, sondern schössen gar noch drei wohlverdiente und mit viel rednerischem Schwung begleitete Tore. Die Knaben hatten in ihrem Spiel gegen Chemnitz einen entschieden schwereren Gang, da sie nicht nur gegen elf Jun~ gens, sondern noch viel mehr gegen den inzwischen einsetzenden starken Schneesturm zu kämpfen hatten, das 1:1 war der gerechte Ausgang für das Mühen der 22. Auf dem kleinen Feld« konnten sich die Mädels gehörig in Schwung bringen, denn dort sind den körperlichen Anstrengungen ja „engere Grenzer." gezogen, dennoch erforderte ihr Handballspiel auf diesem Spielgrund stärkste Konzentration und genaueste Kombination, mit 5: 1 blieben sie über Chemnitz Sieger. Abends gab es noch zwei Klubwettkämpfe im Tischtennis, die Jugend trat gegen Chemnitz an, wobei sie mit 13:8 die Oberhand behielt; den schönsten und härtesten Kampf lieferten sich dabei im Einzel M. Lieser und der Chemnitzer Qerschowitz, der ihn auch schließlich 3:2 gewann; im Doppel war es die Begegnung Gersten- Kastner und Hilsenrat-Gerschowitz, die mit 2: 1 an die Hiesigen fiel. Die I eip/iger Mädels waren noch nicht recht in. Form, morgen bei der Vereius-Jugendmeisterschaft werden sie manche .Gelegenheit zu Spielen und Kämpfen haben. Die Herren hatten Pech, denn gerade