Mannheim
Compact Memory

Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1938-01-07 · 1 (7.1.1938) · p. Seite 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
14 (1938)
Issue
1 (7.1.1938)
Date
1938-01-07
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/6492399-5968792-5990686--170-4882815
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite 4 JÜDISCHES GEMLI1NDEBI ATT LEIPZIG 7. Januar 1938 / Nr. 1 ^Ax I>enki an die jüdischen Handwerker! \^^y Adressen vermittelt die Geschäftsstelle: Max Singer, Uhrmacher, Plauensche Straße 2, Telefon 27327 ►VV< V3t>~A" schriftlich an die Israelitische Religirnisgemeinde (Jüdisches Lehrhaus), Walter-Blümel-Straße IUI, zu richten. Zahlung des Hörergeldes unter genauer Bezeichnung der zu belegenden Vortragsreihe gilt als Anmeldung. 3. Das Hörergeld für jede Vortragsreihe beträgt KM. 1,50. Mitglieder von Jugendbünden zahlen gegen Vorlegung des Bundesausweises für die ganze Reihe nur 75 Pfg., Erwerbslose gegen Vorlegung der Stempelkarte 51) Pfg. 4. Das Hörergeld ist entweder in bar au die Genieindekasse, Walter- Blümel-Str. 101, werktäglich von y,10-13 Uhr oder auf das Postscheckkonto der Gemeinde, Leipzig Nr. 505 33, zu überweisen. Alsbald nach Eingang des Hörergeldes wild die Hörerkarte durch die Post zugestellt. 5. Das Belegen eines einzelnen Vortrages innerhalb der Vomi-gsreihe ist nicht zulässig. Lediglich die Kulturbundmitglieder haben das Recht, jeweils den Eröffnungsvortrag zu den im Kulturbund üblichen Bedingungen ohne besondere Zahlung an das Lehrhaus zu besuchen. Niehtmitglieder des Kulturbundes brauchen auch zum Besuch des Eröffuungsvortrags eine Hörerkarte für die gesamte Vortragsreihe. ö. Der Besuch der Eröffnungsvorträge ohne Kulturhundauswcis oder Hörerkarte und der Besuch der übrigen Vorträge ohne Hörerkarte ist nicht zulässig. Jüdische Zeitschau Schulungstagung und Vorstandssitzung der Pflcßestellen- und Adoptionszentrale. Die Zentralstelle für jüdische Pflegestellen- und Adoptionsvermiltluug, Kinder- und Mutterschutz des Jüdischen Frauenbundes, veranstaltete in Düsseldorf unter Mitwirkung der Reichs Vertretung der Juden in Deutschland, Abtlg. Zentral« ohlfahrtsstclle, eine Tagung, die die Schulung von Vertrauensfrauen und Pflegemüttern aus Rheinland und Westfalen zum Thema hatte. Über gesund- Unsere Gemeinde Das Lesezimmer der Gemeindebücherei, Apels Garten 4 (Otto- Schill-StraBe) ist geöffnet: Dienstags und Donnerstags von 19—22, Sonntags von 10—13 Uhr. Heoräische Sprachschule, Wir machen darauf aufmerksam, daß die Kurse der hebr. Sprachschule am Montag, den 10. Januar, beginnen und in der bisherigen Weise fortgeführt werden. Es werden außerdem für Kinder von sieben Jahren ab, für Jugendliche und Erwachsene neue Anfänger-, Mittleren- und Fortgeschrittenenkurse eingerichtet. Anmeldungen sind zu richten an das Sozialamt der Israelitischen Religionsgemeinde, Humboldtstr. 13. Der Hilfsverein der Juden in Deutschland gibt folgendes bekannt: In letzter Zeit häufen sich die Fälle, in denen Auswanderer dadurch schweren Schaden erleiden, daß sie es versäumt haben, sich rechtzeitig an sachkundiger Stelle zu informieren. Dies führt sehr leicht zur Außerachtlassung wichtiger gesetzlicher Formalitäten, die zur Erteilung eines Visums vom Einwanderungslande gefordert werden, und somit mindestens zu Zeit- und Geldverlusten für den Auswanderungswilligen. Häufig werden aber auch bei der Einwanderung selbst in Unkenntnis der Zollvorschriften oder der wirtschaftlichen Verhältnisse im Einwanderungslande Felller begangen, die dem Einwanderer außerordentlich teuer zu stehen kommen. Aus solchen (iründen liegt es im dringendsten Interesse des Auswanderers selbst, sich bei den zuständigen Beratungsstellen des I lüfsvereins sorgfältig vor seiner Ausreise zu erkundigen, und zwar gerade auch dann, wenn er eine finanzielle Hilfe nicht benötigt. Die Berater des I lüfsvereins verfügen über eine Fülle von Informationen, die für jeden Auswanderer von Wert sind. Vom Jüdischen Kulturbund wird uns folgendes mitgeteilt: „Der Lieder- und Arienabend Alexander Kipnis am 29. 12. 37 hat nicht stattgefunden. Wir haben die Mitteilung darüber erst am Morgen des gleichen Tages von der Konzertdirektion Taube erhalten. Es ist Sondervernn»ttailtiing d. JiidiNclicn Kulturbünde»« Leipzig e.V. (M tgl. des Reichsverb. d. Jüd. Kulturbünde in Deutschi.) Sonnabend, den 58)8. Januar i'.IHS. 20 Uhr 30 pünktlich, in den Sälen des Battenberg Leipzig Cl, Tauchaer Straße 32 Fest des Jüdischen Kulturbünde»» zu Gunsten der Jüdischen Winterhilfe Konzert und Hall (Zutritt nur mit Kulturbund- oder R.-Ausweis) Näheres unter Vereinsnachrichten heitliche und Erziehungsfrage sprach Prof. Dr. Selma Meyer (Düsseldorf), über Erfahrungen in der Kinderunterbringung Dora Silbermann (Berlin) und Dr. Cläre Tisch (W.-Elberfeld). Ellen Herz (Düsseldorf) gab eine praktische Anleitung zur Beschäftigung der Kinder. Anschließend wurde eine Vo r s t a n d s s i t z u n g abgehalten, bei der die Reichsvertretung der Juden in Deutschland, Rabbiner- und Lehrerverband, die jüdischen Anstaltsleiter und die wohlfahrts- und Jugendämter der jüdischen Gemeinden Berlin, Frankfurt a. M., Köln und Düsseldorf vertreten waren. Die Vorsitzende, Clara Samuel, berichtete über die Ausführung der Beschlüsse der letzten Vorstands* Sitzung. Einer Anregung der Zentrale folgend, hat die Reichsvertrctung eine Anstaltsleitertagung in Lehnitz abgehalten. Line weitere Anregung, Ausbildungsmöglichkeiten für geeignetes Erzieherpersonal zu schaffen, wird die Reichsvertretung durch die Einrichtung eines Lehrgangs für Anstaltserzieher zur Ausführung bringen. Der Forderung nach Einrichtung von Hilfsschulklassen hat bisher nur Frankfurt a. M. entsprochen. Im Berichtsjahr wurden 277 Fälle (im Vorjahr 195) bearbeitet. Die zunehmende Vermittlung von Adoptionen und Dauerpflegschaften ins Ausland stellt die Zentrale vor neue Aufgaben. Mitteilungen des C V.-Sy n d i ka t s. Militärerfassung der Jahrgänge 1893 bis 1900. Der Reichsinnenminister und der Reichskriegsminister haben eine gemeinsame Verordnimg getroffen, derzufolge sich die Wehrpflichtigen der Geburtsjahrgänge 1893 bis 1900 (Ostpreußen 18S3 bis 1900), die ihren dauernden Aufenthalt im Deutschen Reich haben, zur Anlegung der Wehrstammkarte und zur Untersuchung zu melden haben, wenn sie von der Polizeimeldestelle oder Wehrersat/dicnststelle aufgefordert werden. Das trifft auch für diejenigen zu, die noch nicht durch die Wehrersatzdienststellen untersucht sind und für die keine Wehrstammkarte angelegt ist. Die Aufforderung braucht nicht im einzelneu zu erfolgen, sondern es genügt die öffentliche Bekanntmachung. Wehrpflichtig sind, wie uns das C.V.-Syndikat Leipzig, Humboldtstr. 4, hierzu schreibt, auch die jüdischen männlichen Staatsangehörigen der entsprechenden Jahrgänge. Lediglich von der Erfüllung des aktiven Wehrdienstes sind sie befreit. Auch diese müssen sich also meiden. Besonders sei darauf hingewiesen, daß ein Wehrpflichtiger, der seiner Gestellungspflicht nicht oder nicht pünktlich nachkommt, oder sonstigen Anordnungen der Polizeimeldestellen oder der Wehrersatzdicnststellen nicht beachtet, mit Geldstrafe bis zu RM. 150.— oder Haftstrafe, sofern nicht eine höhere Strafe nach einer anderen Rechtsvorschrift erteilt wird;, bestraft wird. uns zu Ohren gekommen, daß ein großer Teil unserer Mitglieder verärgert ist in der Annahme, daß dieser Abend von uns abgesagt wurde. Zur Aufklärung möchten wir mitteilen, daß dies nicht der lall ist; wir hatten mit der Veranstaltung nichts zu tun, sondern lediglich unseren Kulturbundsaal an die Konzertdirektion Taube vermietet und den Vorverkauf der Eintrittskarten übernommen. Der Zusatz auf den gelben Plakaten „Jüdischer Kulturbund" war irreführend, die Plakate wurden von der Kon/ertdirektion Taube in Berlin in Auftrag gegeben und uns zum Aushang übersandt. Nur aus technischen Gründen hatten wir davon abgesehen, diesen Safe aus den Plakaten herauszuschneiden." Leliriingswettbewerb des Sozialamtes. Das Sozialamt veranstaltete einen Leistungswettbewerb für Handwerkerlehrlmge und Volon täre, der ein anschauliches Bild davon gab, was Juden im Handwerk und in der Gäitnerei zu leisten vermögen. Auf den einzelnen Teilgebieten der Feinmechanik, Schlosserei, Klempnerei, Installation, Schneiderei, Lithographie, Reklame/eichnung, Hauswirtschaft und Gärtnerei waren sehr beachtliche Arbeiten ausgestellt, die mit Preisen, von jüdischen Firmeninhabern in dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt, ausgezeichnet werden konnten. Am Sonntag, den 19. Dezember, fand die feierliche Preisverteilung in den Räumen des $o?ialamtea statt, die mit einer An- Jüdische Winterhilfe (Israel. Religionsgemeinde, Abt. Winterhilfe). Postscheckkonto Nr. 20516 Lebensmittel-Ausgabe! Mittwoch, 12. Januar 103H nachm. 15 bis 18 Uhr: (■nippe 1 und Gruppen 5 bis 10 Donnerstag, 13. Januar 1!>3S nachm. 15 hi« IM Uhr: Oruppen 2, 3 und 4 Die grauen diruppenkarten sind auf jeden Fall vorzuzeigen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.